E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Hofheim am Taunus 21°C

Cockerpoo Oscar: Wie ein Hund die Limburger verzaubert

Eigentlich ist er ja schwarz, aber trotzdem bekannt wie ein „bunter“ Hund: Oskar, der Cockerpoo, der sich in der ganzen Altstadt zu Hause fühlt.
Der Höhepunkt beim Spaziergang durch die Altstadt: Ein Besuch bei der Metzgerei Raab - aber Oskar bleibt immer brav vor der Tür sitzen. Foto: Anette in Concas Der Höhepunkt beim Spaziergang durch die Altstadt: Ein Besuch bei der Metzgerei Raab - aber Oskar bleibt immer brav vor der Tür sitzen.
Limburg. 

Seit Frauchen im Februar vor vier Jahren mit ihrem Blumen- und Dekogeschäft in die Grabenstraße 57 gezogen ist, hat Hund Oskar ein neues Zuhause. Der unternehmungslustige achteinhalbjährige Cockerpoo (der Cockerpoo ist eine Kreuzung zwischen dem Amerikanischen Cocker-Spaniel und dem Zwergpudel), der aus einem Gestüt im Westerwald stammt, liebt Limburg – vor allem die Altstadt. „Er wacht morgens auf und wartet schon darauf, dass wir endlich in die Stadt fahren“, erzählt Iris Oppermann schmunzelnd. „Sobald wir im Parkhaus ankommen, stürzt er dann mit wehenden Ohren und erhobenem Schwanz aus dem Auto und stolziert zum Geschäft, wo er als Wachhund ,angestellt‘ ist. “

Sonnenanbeter und Beobachter

Dort ist Oskar normalerweise den ganzen Tag über anzutreffen. Meist liegt er draußen auf dem Bürgersteig – Oskar ist nämlich ein Sonnenanbeter und ein Beobachter. Manchmal sitzt er auch regungslos wie eine Statue auf dem Pflaster, nur um auf keinen Fall was zu verpassen – egal, ob es um den Bau der Grabenstraße geht, um Touristen oder eine Weinlieferung gegenüber im Gusto. Die Nachbarn, Kunden und Passanten kennen ihn alle, und freuen sich immer wieder an dem schwarzgelockten, schwanzwedelnden Hund, der sie beim Vorbeigehen freudig begrüßt und dann in aller Ruhe angetrottet kommt, um kurz gestreichelt zu werden. Bei all seinem Unternehmungsgeist und seiner Fröhlichkeit ist Oskar aber ein ruhiger, liebenswürdiger Vertreter seiner Art. Deswegen hat normalerweise auch keiner Angst vor ihm.

Manche kommen nur wegen Oskar

„Manche Besucher kommen nur wegen Oskar ins Geschäft“, erzählt Frauchen, „und sind dann ganz enttäuscht, wenn er einmal auf seiner Decke hinter der Ladentheke liegt.“ Aber Oskar weiß, was von ihm erwartet wird und steht immer auf, um seine Fans ja nicht zu enttäuschen . . . Besonders gerne schlendert er auf eigene Faust durch die Gegend. Das darf er natürlich nicht. Aber der kleine Schlauberger weiß genau, wann das möglich ist.

Beispielsweise, wenn der Blumen-Holländer gerade Frauchen beliefert. Während die beiden Geschäftsleute ausladen und reden, steht Oskar gemächlich auf und setzt seinen berühmten „Ich kann kein Wässerchen trüben Blick“ auf. Voller Unschuld tappt er Schritt für Schritt bis an die Ecke zu Brillen Plaz. Dann wirft er einen Blick über die Schulter und schaut, ob Frauchen ihn gerade im Blick hat. Und wenn das nicht der Fall ist, ist er wie der Blitz um die Ecke gesaust und freut sich auf einen netten Bummel durch die Altstadt.

Hundeblick erweicht Metzgerei-Angestellte

Überall gibt es da was zu schnuppern und zu entdecken, überall wird er von den Altstadtbewohnern begrüßt, mit Streicheleinheiten oder auch mal mit einem Leckerli. Zum Beispiel im „Kinderreich“ in der Barfüßerstraße. Oskar kennt sich hier gut aus, denn Frauchen schaut mittags manchmal bei Daniela Weyer rein. Besonders freut sich der unternehmungslustige Rüde auch, wenn er Hildegard Meloni sieht. „Sie hat ihn manchmal mit auf einen Spaziergang genommen“, sagt Frauchen, „solche Liebesbezeugungen vergisst Oskar nie!“

Der absolute Höhepunkt ist für ihn natürlich der Besuch in der Metzgerei Raab. Oskar ist gut erzogen und weiß, dass Tiere in einer Metzgerei nichts zu suchen haben. Er weiß aber auch, dass es hier verführerisch duftet und lauter gute Sachen gibt – Frauchen holt sich hier öfter mal ein belegtes Brötchen. Also betritt Oskar die Metzgerei nicht, sondern setzt sich brav in den Eingang und wartet, bis er von den Raab-Damen wahrgenommen wird. Die können diesem umwerfenden Hundeblick auf Dauer natürlich auch nicht widerstehen – und dann bekommt Oskar auch mal eine kleine Hunde-Delikatesse zugesteckt! Und wenn Oskar gar nicht weichen will, bringt eine der Metzgerei-Fachverkäuferinnen oder ein Kunde den kleinen Kerl auch schon mal zurück zu seinem „Arbeitsplatz“ – ein Scheibchen Wurst hilft dabei immer!

Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen