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ZING Feste feiern – Alles aus einer Hand

Die Klasse 4a der Grundschule Offheim weiß nun, was ein Festservice alles leistet. Bei der Firma Much schaute sie sich ganz genau um.
Mit Manuel Much am Steuer des Hubsteigers verschafft Bernd Much allen Jungreportern einen tollen Überblick über das Firmengelände und über Limburg.	Foto: Andrea Kroll Bilder > Mit Manuel Much am Steuer des Hubsteigers verschafft Bernd Much allen Jungreportern einen tollen Überblick über das Firmengelände und über Limburg. Foto: Andrea Kroll
Limburg. 

Wer würde nicht mal gern in luftiger Höhe über Limburg schauen? Die Kinder der Klasse 4a aus Limburg-Offheim hatten dazu Chance. Bei ihrem Besuch beim Festservice Much fuhren sie mit Firmengründer Bernd Much (53 Jahre) an dem langen Arm des Hubsteigers hoch über das Firmengelände. Bei strahlendem Sonnenschein hatten sie so nicht nur freien Blick auf die Firma, sondern über die A3 hinweg über große Teile Limburgs.

Nachdem Bernd Much mit einer Schwester und drei Brüdern aufgewachsen war, machte er eine Ausbildung zum Kaufmann und arbeitete über zehn Jahre in diesem Beruf. Im Laufe der Zeit entwickelte er seine Geschäftsidee: alles Zubehör für Feste und Feiern aus einer Hand zu liefern – von Gläsern, Geschirr und Besteck über Stehtische oder komplette Saalmöblierung bis hin zu Tischkicker. Am 1. April 1991 machte Bernd Much sich selbstständig. Zunächst von zu Hause aus, nach einigen Umzügen landete er am Fleckenberg in Limburg. Jetzt arbeiten ungefähr 27 Mitarbeiter in der Firma und 30 Arbeiter von Subunternehmern, die die eigenen Leute unterstützen. Man kann schon mit 18 Jahren fest angestellt werden. Bernd Much hat noch eine Firma in Bulgarien. Wenn die Firma in Bulgarien verdient, verdient er mit.

Es gab schon viele Einbrecher. Neben Navigationsgeräten wurde auch häufig Benzin und Aluminium gestohlen. Aber jetzt passiert so etwas nicht mehr, da Bernd Much einen Zaun um die ganze Firma hat bauen lassen. Zum Schutz vor Einbrechern gibt es dort auch Kameras und einen Wachdienst, der immer vorbei kommt.

Für jedes Fest das Richtige

Aber wie funktioniert das nun mit dem Mieten von Festausstattungen? Kunden, die genau wissen, was sie wollen, können telefonisch oder per E-Mail ihre Bestellung abgeben. Selbstverständlich stehen in der Firma Much aber auch Eventmanager zur Verfügung, die Privat- und Firmenkunden beraten. Mit Hilfe besonderer Software ist es im persönlichen Gespräch möglich, die Einrichtung bildlich darzustellen und einen virtuellen Rundgang durch den Festsaal – egal ob gemietetes Zelt oder ein Saal – zu machen. Auf diese Weise kann der Kunde sich ein genaues Bild machen, wie sein Festsaal gestaltet werden kann. Alle Materialien, die gemietet werden, liefert die Firma aus, es ist aber auch möglich, den Festbedarf selbst abzuholen. Auch das "Rundum-Sorglos-Paket" einschließlich Party-Service und Getränkelieferung und Service-Personal zu bestellen ist möglich.

Nach der Feier sind alle gemieteten Sachen sauber und vollständig zurückzugeben. Die gemieteten Zelte werden nach jeder Ausleihe in der imposanten firmeneigenen Zeltwaschanlage von Grund auf gereinigt.

Ein tolles Beispiel für die vielfältigen Möglichkeiten des Festservice Much war die Gestellung und Ausstattung des VIP-Zeltes beim Freundschaftsspiel des FC Bayern München in Niederselters im August. Für die 1500 Gäste wurde ein 500-Personen-Zelt aufgestellt und bewirtschaftet. Das etwa 11 000 Quadratmeter große Firmengelände bietet viel Lagerplatz. Draußen lagern vor allem Zeltgestänge sowie der Fuhrpark der Firma. Die meisten Materialien lagern in der zirka 2000 Quadratmeter großen Halle in riesigen Regalen. Mittels Gabelstapler und Hubsteiger werden gebuchte Materialien zusammengetragen und sortiert.

Freundlich sein ist wichtig

Sie haben Regeln, an die sich alle Mitarbeiter halten müssen. Dazu gehört zu Beispiel, dass Telefonanrufe nach maximal dreimaligem Klingeln angenommen werden müssen, eine einheitliche Arbeitskleidung für Zeltbauer und Lagerarbeiter, stete Freundlichkeit im Kundenkontakt sowie im Umgang mit den Kollegen. Um auch betriebsintern für ein gutes Arbeitsklima zu sorgen, finden in den wöchentlichen Meetings (das sind Zusammenkünfte) nicht nur Wochenplanung statt, auch Positives und eventuell Negatives aus der vergangenen Woche wird aufgearbeitet.

Bernd Much ist selbst für die Grundorganisation zuständig. Er hat einen Sohn namens Manuel Much (28). Manuel Much arbeitet gemeinsam mit seinem Vater als Geschäftsführer in der Firma. Nach seinem Realschulabschluss besuchte er in Kanada die High School und machte dort seinen Abschluss. Daran schloss er eine Ausbildung zum Automobilkaufmann sowie ein Betriebswirtschaftsstudium an, das er in Florida mit dem Bachelor abschloss. Er arbeitet seit sechs Jahren ebenfalls in der Firma. Sowohl Bernd als auch Manuel Much gefällt die Arbeit, weil es ihnen Spaß macht.

Die Firma arbeitet auch an Feiertagen. Die Mitarbeiter arbeiten zwölf bis 14 Stunden am Tag. Die Männer sind sehr stark. Sie haben drei Sattel-Lkw, fünf normale Lkw und drei Busse. Der jüngste Mitarbeiter heißt Nico Lollart und ist 18 Jahre. Nach seinem Realschulabschluss machte er ein freiwilliges soziales Jahr und ist seit dem 1. August dieses Jahres Auszubildender zum Eventmanager. Die älteste Mitarbeiterin ist 63 Jahre alt und ist von Anfang an dabei.

Die Firma Much sucht immer wieder neue Mitarbeiter, die bereit sind, viel Zeit und auch ihre Wochenenden der Firma zur Verfügung zu stellen.

Auf dem großen Firmengelände werden alle Materialien gelagert, ein großer Teil davon in der riesigen Halle in Regale einsortiert.

Die Herren Much haben uns sehr viele Fragen beantwortet und uns auch darüber hinaus noch von der Firma und über sich erzählt. Es hat uns Spaß gemacht.

Autoren: Klasse 4a. Klassenlehrerin: Andrea Kroll

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