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ZING: Gegen alles ist ein Kraut gewachsen

"Das riecht hier so gut! Kräuter sind echt cool", meinten die Schüler der Klasse 4a der Mittelpunktschule (MPS) Goldener Grund beim Besuch des städtischen Kräutergartens Limburg.
Isa und Umut unterwegs im Kräutergarten. Foto: Yannis Bayer Bilder > Isa und Umut unterwegs im Kräutergarten. Foto: Yannis Bayer
Limburg. 

Eine Recherche, die alle Sinne ansprach, erlebten die Schüler der Klasse 4a der Mittelpunktschule Goldener Grund Selters, als sie den Kräutergarten im Limburger Stadtteil Blumenrod in der Nähe der Seniorenresidenz "Am Stadtpark" besuchten. Bei herrlichem Sonnenschein versammelten sich alle Schüler am Selterser Bahnhof, um gut gelaunt mit der Klassenlehrerin Anke Wirth zum Zielort Limburg zu fahren. Vor Abfahrt wurde allen Schülern ein Reporterausweis umgehängt und Blöcke zum Notieren wurden ausgeteilt.

Am Kräutergarten angekommen, konnten sie sich erst einmal die Pflanzen im Garten von außen ansehen. Wie kleine, wissbegierige Reporter schlichen die Schüler am Holzzaun entlang um den Garten und notierten schon mal vorab alle Kräuterschilder und Beetnamen. Am liebsten wären die Schüler gleich über den Zaun geklettert, aber die Gartentür war verschlossen.

So mussten sie warten, bis Matthias Beul und Klaus Kunz von der Stadtgärtnerei Limburg mit dem Schlüssel für das Türchen kamen. Alle freuten sich, den Herren ihre vorbereiteten Fragen zu stellen und erfuhren, dass der Garten 2003 erbaut wurde, nach einer Idee der Stadtgärtnerei im Rahmen der Aktion "Eine Stadt blüht auf". Der Garten feiert also im nächsten Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Die Stadtgärtnerei Limburg ist für die fast 200 Kräuter im Schaugarten verantwortlich.

Samuel brachte ganz stolz einen Prospekt des Kräutergartens, den er in der Nähe des Gartens gefunden hatte. Dieser Prospekt nannte alle Veranstaltungen im Kräutergarten von Mai bis August 2012 unter dem Motto "Die Natur ist der beste Arzt".

Die Freude war groß, als die Kinder endlich in den Garten gehen durften. Sofort wurde fotografiert, notiert, gefühlt und an den Kräutern gerochen. Besonders die wohl riechenden Düfte von Zitronenmelisse, Thymian und Pfefferminze haben es den kleinen Nasen angetan. Zwar werden die Kräuter nicht geerntet, aber die Schüler durften hier und da zum Schnuppern einige Kräuter pflücken.

Es gibt auch ein Giftbeet

Die 16 Beete sind nach den Wirkungen der Kräuter gegliedert. So gibt es zum Beispiel ein Erkältungsbeet, Kreislaufbeet, Leber- und Gallenbeet, Rheuma- und Stoffwechselbeet, Nieren- und Blasenbeet und ein Haut- und Knochenbeet. Besonders beeindruckt hat die Kinder, dass es auch ein Giftbeet gibt.

Matthias Beul und Klaus Kunz erklärten, dass Kräuter angewendet werden als Salben, Tee, Arznei und Würzmittel und dass sie auch Nebenwirkungen haben können. Viele Schüler zeigten Interesse an der Zubereitung von Tee. Sie fragten, wie die Kräuter geerntet, behandelt und gelagert werden müssen, um sie als Tee zu gebrauchen.

Ohne zu zögern beantworteten die erfahrenen Gartenbauer alle Fragen wie zum Beispiel: "Können Kräuter schimmeln?" – Antwort: "Ja, wenn Sie falsch gelagert werden." Frage: "Welche Kräuter brauchen extreme Wärme?" – Antwort: "Mediterrane Kräuter." Das Wort "mediterran" musste Matthias Beul den Kindern erklären und buchstabieren.

Auch ein Insektenhotel war auf dem Gelände des Kräutergartens zu bestaunen. Gefallen haben den Schülern besonders die Sonnenblumen, die riesigen Kürbisse und die hohe Hopfenpflanze.

Alle Schüler fanden die Kräuterwanderung sehr schön. Menelik verabschiedete sich von den beiden Herren der Stadtgärtnerei spontan mit den Worten: "Danke, dass wir hier sein durften."

Autoren: Die Klasse 4a mit William Batulan, Niclas Bauer, Yannis Bayer, Lina Böcher, Johannes Brühl, Hannah Buchenau, Umut Cinar, Benedict Clemenz, Marvin Ferschke, Dominik Glanert, Dzenisa Hodzic, Menelik Kist, Charlotte Kreuzsaler, Samuel Nolden, Chionia Pötz, Anastacia Reimann, Edona Salihu, Isa Sawetzki, Erik Vormann, Melanie Wagner. Klassenlehrerin: Anke Wirth

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