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Dehrn: Zweite Auflage des Rabenfests zieht viele Gäste an

Von Fünf Jahre nach dem ersten gab es am Wochenende das zweite Rabenfest im Runkler Stadtteil. Das Angebot war riesig, die Besucherzahl merklich gestiegen.
Die Mädchen des TuS Dehrn legten beim zweiten Rabenfest einen tollen Cowboytanz hin. Die Mädchen des TuS Dehrn legten beim zweiten Rabenfest einen tollen Cowboytanz hin.
Dehrn. 

80 Personen waren eineinhalb Jahre lang mit der Vorbereitung des zweiten Rabenfestes beschäftigt. Und der Aufwand hat sich gelohnt, denn Samstagabend bevölkerten an die 5000 Gäste den Dehrner Ortskern. „Viel mehr als vor fünf Jahren beim ersten Mal“, zeigte sich Manfred Seip, Sprecher des Bündnisses Ortsmittelpunkt Dehrn (BOD), begeistert. Da sehe man mal wieder, was Dehrn zu leisten imstande sei, wenn die Vereine und Bürger alle mit anpackten.

Natürlich war auch der Ortsbeirat im Boot, beteiligten sich örtliche Gewerbetreibende und ausländische Mitbürger mit ihren kulinarischen Spezialitäten am bunten Treiben. Bei der Vielzahl an Veranstaltungen in der heutigen Zeit muss man schon aus der Masse der Veranstaltungen hervorstechen, um über den eigenen Ort hinaus Publikum zu ziehen. Das ist den Dehrnern am Wochenende eindrucksvoll geglückt.

Neuer Imagefilm

Die „Westerwald Pipers“ spielten am Samstagabend  auf. Bild-Zoom
Die „Westerwald Pipers“ spielten am Samstagabend auf.

Der vorgeführte neue Imagefilm übers Dorf zu Beginn war hochwertig produziert, zeigte beeindruckende Luftaufnahmen und Erläuterungen von Historiker Günther Seip. Dem ist klar, warum sich früher Menschen ausgerechnet auf dem Dehrner Gebiet ansiedelten. Hier gab es Wasser, durch die Burg-Anhöhe Schutz vor Stürmen und gutes Klima zum Leben und zur Feldbewirtschaftung.

Nach der Vorführung warteten alle gespannt auf das Feuerwerk, das am Ende 20 Minuten lang den Himmel über Dehrn in bunten Farben zum Leuchten brachte. Ergänzt wurde das ganze Spektakel im Dunkeln durch den Bootskorso der Aktiven des Boots-Clubs Limburg auf der Lahn sowie die „Nacht der 1000 Lichter“. Überall standen brennende Kerzen auf Mauern und Bürgersteigen, Leuchtfackeln wurden am Flussufer entzündet und die Silhouette vieler Gebäude – vom Dehrner Schloss bis zur Nikolauskapelle – war in wunderschönes Rot gehüllt.

Die „Westerwald Pipers“ spielten auf ihren Dudelsäcken und Trommeln, beim Marsch von der alten Lahnbrücke zur Bühne auf dem Dorfplatz von den Aktiven der Dehrner Jugendfeuerwehr begleitet. Vorher hatte dort schon das Blasorchester des Runkeler Turnvereins für kurzweilige Unterhaltung gesorgt.

Viele Aufführungen

Am Sonntag war Dehrn ebenfalls hervorragend bevölkert. Es lockte aber auch ein tolles Programm. Jagdhornbläser spielten, die Musikkapelle der Dehrner Feuerwehr sowie das Bläserquintett „Blechen“. Mit Gesang verschönerten die Darsteller der Elzer Musicalgruppe „Pinocchio 90“, der Dehrner Kinderchor „CoolRäbchen“ sowie der Männerchor des „Sängerbund“ den Nachmittag. Die Sport- und Tanzgruppen des Turn- und Sportvereins (TuS) hatten tolle Vorführungen mitgebracht, der Boots-Club lud zu Bootsrundfahrten auf der Lahn ein.

„Schellenmann“ Willi Pötz hatte viele Neuigkeiten aus dem Dorf zu verkünden und Kettensägekünstler zeigten, was in ihnen steckt. Günther Seip präsentierte eine Fotoausstellung Historisches Dehrn. Der Sängerbund hatte alte Bilder aus seiner Geschichte mitgebracht. Uwe Lisken präsentierte einen Skulpturenpark, die Wehr Feuerwehrtechnik – und Bäcker, Bierbrauer und Schmiede waren in Aktion zu sehen. Der Beselicher Traktor-Club „Ackerkalle“ hatte viele alte Traktoren mitgebracht.

Die Dehner Krebsnothilfe informierte über ihr wichtiges Anliegen, schwerkranke und ihr Umfeld zu unterstützen, der Obst- und Gartenbauverein übers Thema Kürbis. Infostände gab es auch zu d Landwirtschaft, Bienen, Wald- und Tierwelt. Die evangelische Kirchengemeinde berichtete über das Wirken Martin Luthers, das BOD über seine Projekte der Dorfgestaltung.

„Was wäre das Rabenfest gewesen, wenn wir den Dorfplatz nicht so schön gestaltet hätten?“, fragte Mitorganisator Manfred Seip rhetorisch. Der TuS lud zu Spiel und Sport ein, außerdem gab es eine Hüpfburg und Kutschfahrten. Eine Dampfeisenbahn fuhr durchs Dorf und die mittlerweile von Veranstaltungen nicht mehr wegzudenkende Fotobox fehlte genauso nicht, um Erinnerungen der Besucher ans Wochenende für die Ewigkeit festzuhalten. Gut angenommen wurde natürlich die Gastronomie. In der „Mönchsklause“ des Stammtisch U-Boot-Scheuer herrschte n reger Betrieb. Ansonsten gab es unter anderem türkische und Wildspezialitäten, Kartoffelgerichte, Dessertvariationen, Waffeln, Kaffee und Kuchen und viele warme und kalte Leckereien mehr.

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