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Michael Lederer geehrt: 145 000 Sportler bewegt

Von Mit Michael Lederer erhielt ein ehemaliger Weltklasseläufer die Ehrenplakette des Main-Taunus-Kreises in Bronze. Der Kelkheimer hat sich in den Dienst von Menschen gestellt, die nicht laufen können.
Michael Lederer nach einem Lauf mit seinem Sohn Matthias sowie einem Teilnehmer – und unten mit seiner Ehrenplakette. Bilder > Michael Lederer nach einem Lauf mit seinem Sohn Matthias sowie einem Teilnehmer – und unten mit seiner Ehrenplakette.
Kelkheim. 

„Als ein überragendes Beispiel für den Mitmachkreis“, bezeichnete Landrat Michael Cyriax den 61 Jahre alten Kelkheimer Michael Lederer, der für seine jahrzehntelangen Verdienste bei der Unterstützung querschnittgelähmter Menschen im Hofheimer Kreishaus mit der Ehrenplakette des Main-Taunus-Kreises in Bronze ausgezeichnet wurde. Landrat Cyriax erinnerte in seiner Laudatio an den Silvestermorgen 1988, als Michael Lederer von Kelkheim nach Mainz in die Universitätsklinik lief, um seine Frau und den mit einer Querschnittlähmung geborenen Sohn Matthias zu besuchen. Dabei wurde die Idee für den Benefizlauf zugunsten der Arbeitsgemeinschaft für Querschnittgelähmte mit Spina bifida/Rhein-Main-Nahe – kurz Arque genannt – geboren.

Genau 144 890 Läufer legten bei 29 Veranstaltungen auf dem Weg von der Möbelstadt bis zum Mainzer Domplatz eine Gesamtstrecke von 444 613 Kilometern zurück. Und die 893 Biker, die 2009 dazu kamen, wurden mit 59 876 Kilometern registriert. Für die gute Sache kamen über die gesamte Zeit rund 1,15 Millionen Euro zusammen. Damit wurden über die Arque, deren Zweiter Vorsitzender Michael Lederer ist, viele Jahre rund 600 betroffene Familien in Hessen und Rheinland-Pfalz unterstützt.

Abschied für den Lauf

Der Lauf „Arque Run + Bike“ wurde am Sonntag, 13. November 2016, zum letzten Mal gestartet. „Die Sache hat eine Dimension angenommen, dass eine Vollzeitstelle nötig wäre, um über ein Jahr lang die organisatorischen Arbeiten zu bewältigen“, sagt Lederer zum Abschied. Zudem musste die Polizei die Strecke sperren, das Rote Kreuz und weitere unzählige Helfer waren gefragt, und eine stattliche Anzahl von Bussen war unterwegs, um die Läufer von Mainz aus an die Startorte zurückzubringen.

Für Landrat Cyriax schloss sich bei der Feierstunde ein Kreis, denn der auf den Rollstuhl angewiesene, mittlerweile 28 Jahre alte Matthias Lederer, der 1988 unbewusst die Initialzündung für den Lauf war, ist im Hofheimer Kreishaus im Kundenservice beschäftigt.

Cyriax nannte den Grund dafür, warum Michael Lederer das Engagement für die Arque mit seiner Sportbegeisterung verknüpfte: „Er hat 1977 als Mittelstreckenläufer mit seiner Staffel den 4 x 1500 Meter-Weltrekord aufgestellt, der erst 2009 überboten wurde.“ Dies habe den Läufer Lederer als Teamplayer geprägt, der sich dann in den Dienst von Menschen gestellt hat, die nicht laufen können.

Stets Teamarbeit

Zu den Gratulanten zählte auch Kelkheims Bürgermeister Albrecht Kündiger, der Lederers Erfolgsrezept auf eine Mixtur aus Fleiß, Begabung und Glück zurückführt und stolz ist auf die Lebensleistung seines Mitbürgers und Freundes.

Wirtschaftsingenieur Michael Lederer, der bei einem bekannten Prüfungs- und Beratungsunternehmen Betriebsrat und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates ist, betonte bei der Ehrung, dass die Auszeichnung dem ganzen Team gelte, das ihm über Jahrzehnte zur Seite steht.

Er unterstrich, dass die Arque-Idee beim „Wuzzelauf“ der TSG Altenhain mit Bernd Krause und beim „Staufenlauf“ des Skiclubs Kelkheim mit Michael Herrenleben weiter lebt. Zudem soll das Laufen in der Vertikalen auch beim „Sky-Run Messe-Turm Frankfurt“ weiterhin möglich sein, mit dem Michael Lederer ein neues Projekt mit weltweiter Bedeutung gestartet hat. In seiner Funktion als Zweiter Vorsitzender der Arque will der Kelkheimer auch weiterhin das Rollstuhl-Basketballturnier um den ICAP-Cup und im Zwei-Jahres-Rhythmus die „Arque-Charity-Gala“ mit kulturellen und kulinarischen Höhepunkten im Frankfurter Radisson Blu Hotel veranstalten.

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