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Flüchtlinge im MTK: 30 Holz-Häuschen: Bereit für die Flüchtlinge

Von Krifteler Unternehmen und Mitarbeiter haben Sonderschichten und Überstunden eingelegt, damit die Unterkünfte für die Asylbewerber rechtzeitig fertig werden. Heute sollen 70 Flüchtlinge einziehen.
Noch sind letzte Arbeiten an den Wegen zu erledigen, dann ist für den Einzug der Flüchtlinge in die 30 mobilen Heime alles bereit. Foto: Knapp Noch sind letzte Arbeiten an den Wegen zu erledigen, dann ist für den Einzug der Flüchtlinge in die 30 mobilen Heime alles bereit.
Kriftel. 

Neben dem Sportgelände an der Hofheimer Straße ist in den letzten Wochen eine richtig kleine Siedlung entstanden. 30 Häuschen reihen sich aneinander, die Holzfassaden alle in einem hellen Beigeton gehalten. Vergangenen Freitag haben die Putzfrauen noch einmal letzte Hand angelegt. Nun sind die jeweils 24 Quadratmeter großen „mobile homes“ mit den zwei separaten Schlafzimmern, Dusche und eingerichteter Küchenzeile mit Sitzbank fertig. An den Fenstern hängen Gardinen. Die Doppelbetten werden noch gegen Hochbetten ausgetauscht, damit nicht nur Familien, sondern auch mehrere Einzelpersonen zusammen untergebracht werden können.

„Typisch Kriftel“

Am heutigen Montag sollen hier voraussichtlich 70 Menschen einziehen, vor allem aus Syrien, wurde der Gemeinde am Freitag vom Main-Taunus-Kreis mitgeteilt. Wie berichtet, sollten bereits am letzten Montag die ersten Flüchtlinge nach Kriftel kommen. Da zu diesem Zeitpunkt die mobilen Heime noch nicht fertig waren, war die Stadt Schwalbach in die Bresche gesprungen und hatte die 70 Flüchtlinge aufgenommen, die eigentlich an diesem Tag der Obstbaugemeinde zugewiesen werden sollten. Am Wochenende wurden noch die letzten Arbeiten erledigt, bevor dann heute die Flüchtlinge ankommen.

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Bürgermeister Christian Seitz und der Erste Beigeordnete Franz Jirasek sind erleichtert, dass es hingehauen hat, mit den mobilen Häuschen eine „gute Lösung" für die Unterbringung der Asylbewerber gefunden zu haben. Doch dies war alles andere als einfach. Krifteler Firmen hätten angepackt und auch Sonderschichten geschoben, auch am Wochenende wurde gearbeitet, erzählen Seitz und Jirasek vor der Presse. Rathausmitarbeiter Rainer Romacker hat sogar eine Linsensuppe gekocht. „Das ist wieder mal typisch Kriftel“, sagt Seitz, auch die Nachbarn hätten großes Verständnis für die Situation gezeigt.

Am Eingang des Geländes, das inzwischen die Hausnummer 56a hat, sind sechs große Container aufgestellt. Ein Container wird für die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes eingerichtet, der jeden Abend zwischen 19 Uhr und 7 Uhr früh als Ansprechpartner vor Ort sein wird und auch über die Einhaltung der Hausordnung wachen soll.

Für die kleineren Reparaturen wurde ein Hausmeister gefunden, der den Bewohnern auch bei der Bedienung der Geräte helfen wird, unter anderem der zehn Waschmaschinen und Trockner, die in einem separaten Container untergebracht sind. Einen weiteren Container wird eine Sozialarbeiterin des Kreises nutzen. Drei Fertigbau-Module wurden zu einem großen Raum verbunden, der als Aufenthaltsraum dienen soll und in dem auch Platz für Deutschkurse wäre. Am Montag werden neben Mitarbeitern aus dem Rathaus auch Mitarbeiter eines vom Main-Taunus-Kreis beauftragten Unternehmens die Flüchtlinge in Empfang nehmen. „Sie sprechen Arabisch und übernehmen die Einteilung der Flüchtlinge und die Austeilung der Erstausstattung“, so Jirasek. Im Erstausstattungs-Set des Kreises sind Töpfe, Geschirr, Reinigungsmittel, Bettwäsche und Essen für den Ankunftstag enthalten.

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Absehbar sei, dass die Gemeinde Kriftel mit den finanziellen Mitteln von 950 000 Euro, die im Haushalt für die Flüchtlingshilfe eingestellt wurden, nicht hinkommen wird. „Ich denke, wir werden noch einmal zehn Prozent drauflegen“, sagt Jirasek, „denn wir konnten überhaupt nichts kalkulieren.“ Er habe sich jeden Tag von den neuen Entwicklungen überraschen lassen müssen.

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