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Gewässerschau: Am Liederbach ist alles im Lot

Bei der aktuelle Gewässerschau gab es im Bereich der Vortaunusgemeinde keinerlei Beanstandungen. Auch wenn das Bett im Sommer ausgetrocknet war.
Nach wochenlanger Trockenheit war das Bett des Liederbachs vergangenen Sommer ausgetrocknet. Foto: Knapp Nach wochenlanger Trockenheit war das Bett des Liederbachs vergangenen Sommer ausgetrocknet.
Liederbach. 

Am Liederbach ist insbesondere in der Liederbacher Gemarkung im Großen und Ganzen alles im Lot. Das hat die aktuelle Begehung des Bachs im Rahmen der regelmäßigen Gewässerschauen ergeben, der der kleinen Vortaunusgemeinde ihren Namen gegeben hat. Der Namensbestandteil Lieder kommt von althochdeutschen „liodar“, was so viel wie Rauschen oder Geräusch bedeutet. Liederbach bedeutet demnach so viel wie rauschender Bach.

Der Liederbach ist ein rechter Nebenfluss des Mains, der den Vordertaunus im Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis und das Stadtgebiet Frankfurts am Main durchfließt. Er entsteht westlich von Königstein aus dem Zusammenfluss von Rombach und Reichenbach. Nach etwa 16 Kilometern mündet der Liederbach auf dem Gelände des Industrieparks Höchst westlich der Leunabrücke in den Main.

Zuflüsse des Liederbachs sind der oberhalb des Kelkheimer Ortsteils Hornau, aber noch innerhalb der Gemarkung Bad-Soden-Altenhain einmündende Braubach, und der im Liederbacher Ortsteil Niederhofheim einmündende Schmiehbach. Im Bereich von Niederhofheim wird der Liederbach auch Braubach genannt.

Auf Liederbacher Gemarkung gab es bei der Gewässerschau, die entlang des alten Bachwegs an der L 3014 westlich der B 519 von Kelkheim-Münster aus verlief, auch im Hinblick auf die Wasserrahmenrichtlinie keine größeren Beanstandungen. Denn auf dem Gebiet der Gemeinde sind schon vor vielen Jahren Renaturierungsmaßnahmen vorgenommen worden, um die Ansiedlung von Fischen und Kleintieren zu unterstützen.

Anders ist das auf Kelkheimer Gemarkung, wo der Abwasserverband in Zusammenarbeit mit der Stadt gerade im vergangenen Jahr insbesondere im Bereich der Mühlstraße viel im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie gemacht hat am Bach. „So sind einige Wasserhindernisse zu rauen Rampen umgebaut worden, damit sich Wasserlebewesen insbesondere in den Trockenperioden im Sommer zurückziehen können“, erklärte Claudia Kötzer von der Unteren Wasserbehörde.

Denn das Charakteristische des Liederbachs ist, dass der Bach entweder zu viel oder zu wenig Wasser hat. Während längerer regenarmer Zeiten im Sommer fällt der Liederbach dann auch regelmäßig trocken, wogegen er bei stärkeren Regenfällen über dem Taunus in kürzester Zeit so stark anschwellen kann, dass das eingeschnittene Bachbett bis an die Oberkante mit schnell fließendem Wasser gefüllt ist. Überschwemmungen sind deshalb auch in der Vortaunusgemeinde keine Seltenheit gewesen in der Vergangenheit.

Immerhin haben der soziale Druck und ein stärkeres Umweltbewusstsein jetzt offenbar dazu geführt, dass Gartenabfälle kaum noch am Ufer des Liederbachs abgelagert werden, was bei Hochwasser die Überschwemmungs-Problematik noch puschen kann. Denn bei der Bachbegehung sind noch nicht mal eine Handvoll solcher Ablagerungen entdeckt worden.

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