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Am Nieder Loch bewegt sich was

Seit 20 Jahren wird über die Bebauung des „Nieder Lochs“ an der Mainzer Landstraße gesprochen. Jetzt tut sich etwas.
Der Raupenbagger hat schon einiges zertrümmert, was der neuen Bebauung weichen soll. 	Foto: Leonhard Hamerski Der Raupenbagger hat schon einiges zertrümmert, was der neuen Bebauung weichen soll. Foto: Leonhard Hamerski
Nied. 

Als „Nieder Loch“ wird im Stadtteil die Senke an der Mainzer Landstraße zwischen der Straßenbahn-Wendeschleife und der Straße „An der Wörthspitze“ bezeichnet. Seit Jahrzehnten soll sie bebaut werden; einen rechtskräftigen Bebauungsplan gibt es seit 18 Jahren. Jetzt tut sich etwas: Erste Abbrucharbeiten haben begonnen, etwa an einem alten Gebäude der Wohnheim GmbH in der Straße „An der Wörthspitze“. „Es hat einen Besitzerwechsel gegeben“, sagt Dieter von Lüpke, der Leiter des Stadtplanungsamts.

Die Verkehrsplanung hat bereits vorgestellt, wie das zukünftige Neubaugebiet verkehrstechnisch angeschlossen werden soll – und ist damit nicht auf viel Beifall bei den Anwohnern in Alt-Nied gestoßen. Die Andienung des Nieder Lochs wurde in ein Verkehrskonzept für die Kreuzung Mainzer Landstraße / Alt-Nied / Nieder Kirchweg integriert, das aus einem Kreisverkehr an der Kreuzung, der Verlegung der Straßenbahn in die Mitte der Mainzer Landstraße und dem Verzicht der Straßenbahn-Wendeschleife besteht (wir berichteten).

Städtebauliche Entwürfe

Auf Grundlage dieser – umstrittenen – Verkehrsplanung wird derzeit ein städtebaulicher Wettbewerb vorbereitet. In Zusammenarbeit mit dem jetzigen Eigentümer der Grundstücke an der Mainzer Landstraße und dem zukünftigen Bauherren ist vorgesehen, mehrere Architekturbüros mit der Erarbeitung von städtebaulichen Entwürfen zu beauftragen.

Dass das Verkehrskonzept noch nicht ganz rund ist, soll dabei nicht stören: Die Anregungen zu seiner Verbesserung, die etwa vom „Arbeitskreis Verkehr“ in Nied oder dem Ortsbeirat 6 (Frankfurter Westen) vorgebracht wurden, aber auch vom Investor selbst, würden derzeit „verkehrstechnisch geprüft“, heißt es in einer Stellungnahme des Magistrats. Sie sollen in die Wettbewerbsunterlagen aufgenommen werden. Wenn die Abstimmung der verkehrlichen Untersuchung und der Aufgabenbeschreibung für den Wettbewerb abgeschlossen sind, ist vorgesehen, dass das Stadtplanungsamt den Vertretern des Ortsbeirats die Inhalte des städtebaulichen Wettbewerbs vorstellt. Die Öffentlichkeit soll erst nach Beendigung des Wettbewerbsverfahrens über die Ergebnisse informiert werden.

Nieder wollen mitreden

Doch in Nied will man mitreden – das hat sich bei den Diskussionen um den Umbau der Kreuzung zuletzt deutlich gezeigt. Gerade der „Arbeitskreis Verkehr“ möchte stärker in die Planungen dazu eingebunden werden, wie die Verkehrslösung an der Kreuzung Mainzer Landstraße / Alt-Nied / Nieder Kirchweg künftig aussieht, und dazu gehört auch die Lösung der Anbindung des Neubaugebiets im „Nieder Loch“. Für Sonntag, 20. Juli, haben die Nieder eine Bürgerrunde im Saal der katholischen Gemeinde St. Markus angesetzt und sowohl Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) als auch Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) eingeladen. Beginn ist um 15 Uhr .

(hv)
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