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Angler setzen verspätet Fische im Main aus

Wegen der eisigen Temperaturen war der Fischbesatz im Dezember verschoben worden. Nun wurde er nachgeholt, noch vor dem Beginn der Angelsaison.
Flörsheim. 

ASV-Mitglied Oliver Köhler beim Entlassen der Fische in den Main. Bild-Zoom
ASV-Mitglied Oliver Köhler beim Entlassen der Fische in den Main.
"Rotaugen, Rotfedern, Bresen und Ukelei - die deutsche Sardine", zählt Marco Luzius auf, was er am Donnerstagnachmittag alles in sauerstoffbelüfteten Becken an das Flörsheimer Mainufer gebracht hat. Eigentlich hätte der Fischwirt aus Alsheim schon Ende des vergangenen Jahres unterhalb des Bootshauses den Fischbesatz vornehmen sollen. Da der strenge Frost seine Teiche aber hatte zufrieren lassen und so ein Abfischen unmöglich war, wurde der Termin in den März verschoben. Frühlingshafte Temperaturen gab es am Donnerstag zwar auch nicht, doch zugefrorene Teiche waren auch kein Thema mehr. Insgesamt gut 150 Kilogramm Weißfische, zwischen drei und fünf Jahre alt, wurden von Oliver Köhler und Norbert Etling vom Angelsportverein (ASV) Gut Fang Flörsheim behutsam in den Fluss entlassen.

Der ASV ist Pächter des Mainabschnittes von der Okrifteler Bonnemühle bis zur Kostheimer Schleuse. Er ist somit auch für die Hege und die notwendigen Besatzmaßnahmen verantwortlich. Bei den Weißfischen handelt es sich um heimische und standortgerechte Arten, die sich auch im Main fortpflanzen. Finanziert werden die Besatzfische durch die Einnahmen, die der Angelsportverein mit dem Verkauf der sogenannten Mainkarten erzielt.

In die Saison gestartet

Verkaufsstellen in der Rhein-Main-Region für die Mainkarten sind unter anderem der Schnäppchenmarkt "Eldorado" in der Wickerer Straße 2 in Flörsheim, die Rüsselsheimer Fressnapf-Filiale in der Adam-Opel-Straße, der Lottoservice von Thomas Stummer in der Berliner Straße5 in Rüsselsheim sowie Duschls Angelsport in der Rheinstraße 12 in Ginsheim, Reiners Angel-Laden im Dresdner Ring 1 in Hochheim sowie das Hochheimer Bürgerbüro an der Alten Malzfabrik. Eine völlig andere Veranstaltung gab es beim Angelsportverein am Wochenende. Angelrute, Kescher und Köder sind obligatorisch, doch am Samstag gehörten lange Unterhosen, dicke Stiefel und warme Jacken zur Ausstattung dazu. Die Saisoneröffnung am Dyckerhoffsee des ASV Gut Fang war nämlich eine kühle Veranstaltung. Obwohl die Temperaturen vom Wohlfühlwetter weit entfernt waren und sich so gar nicht nach Frühling anfühlten, waren mehr als 20 Angler an den See gekommen. "Die Leute wollen einfach wieder angeln. Über den Winter waren nur wenige am See, und es ist auch nicht viel gefangen worden", bilanziert ASV-Vorsitzender Anton Weber. Doch so sehr es die Angler auch an den See drängte, die Fische zeigten ihnen weitgehend die kalte Flosse. Die erlaubte Fangmenge von sechs Forellen entpuppte sich nämlich als höchst theoretischer Wert. Wer zwei Salmoniden aus dem Wasser fischte, gehörte zu den erfolgreicheren Anglern. Nicht wenige Petrijünger gingen mit leerem Eimer nach Hause. Hungrig musste aber niemand bleiben, denn zur Mittagszeit wurde der Grill in Betrieb genommen, statt Fisch gab es Steaks. Am gestrigen Palmsonntag stand der Osterkaffee der Angler auf dem Programm, zu dem sich fast 30 Kinder zum Eiersuchen angemeldet hatten.


 

(hk)
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