E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Hofheim am Taunus 24°C

Stadtentwicklung: Baubeginn der Ländcheshalle nach langem Hickhack

Mit dem ersten Spatenstich wurde am Freitag offiziell mit dem Bau der neuen Ländcheshalle in Wallau begonnen. Es werden voraussichtlich 8,7 Millionen Euro verbaut.
Trotz eisiger Kälte hatten die Kommunalpolitiker viel Spaß beim Spatenstich auf dem Gelände der Taunusblickschule. Foto: Knapp Trotz eisiger Kälte hatten die Kommunalpolitiker viel Spaß beim Spatenstich auf dem Gelände der Taunusblickschule.
Wallau. 

Natürlich musste die alles andere als geradlinig verlaufende Vorgeschichte des Projektes am Tag des offiziellen Baubeginns zur Sprache kommen. Michael Kage, Präsident des TV Wallau, sprach von jahrelangen Gesprächen und Abwägungen. Tatsächlich gibt es wohl keinen der Beteiligten, der nicht zu irgendeinem Zeitpunkt den Neubau verzögert oder infrage gestellt hat, sei es die Stadt, der Ortsbeirat, der Main-Taunus-Kreis oder auch der Sportverein. Man hätte die neue Halle viel früher haben können, so viel steht fest. Manche behaupten auch, dass es besser gewesen wäre, die alte Halle besser in Schuss zu halten und zu sanieren. Freilich nützen alle diese Diskussionen nun nichts mehr.

Dreifeldhalle

Denn es gibt einen Neubau, der auf dem Gelände der Taunusblickschule entsteht. Er besteht aus einer Dreifeldhalle und einer kleineren Mehrzweckhalle nebst allen notwendigen Nebenräumen. Die Umkleiden sind gleichzeitig auch für den Betrieb auf dem benachbarten Fußballplatz gedacht, der ja in absehbarer Zeit auch einen Kunstrasen bekommen soll. Die Fußballer sind nicht glücklich darüber, dass dieser Kunstrasen nicht längst da ist – auch solche Meinungsverschiedenheiten kommen bei einem ersten Spatenstich nicht zur Sprache.

Bürgermeisterin Gisela Stang kündigte aber die „modernste und zukunftsfähigste Halle“ über den Main-Taunus-Kreis hinaus an. Sie wies darauf hin, dass gleich nebenan die Taunusblickschule steht, die eines Tages sicher zur Ganztagsschule wird. Verbringen die Kinder mehr Zeit in der Schule, sollten sie dort auch mehr Sport treiben – mit der neuen Halle wird zumindest das Raumangebot schon einmal größer. Das stellte auch Erster Kreisbeigeordneter Wolfgang Kollmeier heraus, der für die Schulen im Kreis zuständig ist. Stang erinnerte an den demografischen Wandel – wenn sich mehr Senioren sportlich betätigen wollen, werden möglicherweise auch andere Raumgrößen gebraucht, dafür sei die neue Halle flexibel genug.

Keine Kostensteigerung

Eine gute Nachricht ist in dem Zusammenhang sicher, dass es im Laufe des Vergabeverfahrens keine weiteren Kostensteigerungen gab. Die Baufirmen sind derzeit gut ausgelastet, das treibt die Preise in die Höhe. 70 Prozent der Arbeiten für die neue Ländcheshalle sind ausgeschrieben, bislang werden die Ansätze eingehalten. Einen Teil steuert das Land Hessen bei, eine Million Euro kommen vom Main-Taunus-Kreis.

Kollmeier erinnerte daran, dass die neue Halle gerade auch für die kulturtreibenden Vereine des Stadtteils bessere Bedingungen bieten soll als die alte Ländcheshalle. Einen Schwerpunkt bildet aber die sportliche Nutzung, weshalb der TV Wallau auch einen Beitrag zu den laufenden Kosten leisten soll. Die Verhandlungen darüber seien aber noch nicht abgeschlossen, so Vereinspräsident Kage. Zu den offenen Fragen gehört auch die nach der Verwendung des Grundstückes, auf dem der Altbau steht. Wenn dieser abgebrochen wird, werden sicherlich viele Erinnerungen wach, war die Wallauer Ländcheshalle doch nicht zuletzt auch Schauplatz des Aufstiegs der Wallauer Handballer bis an die Spitze der Bundesliga. Ob da womöglich mit Blick auf die neue Halle schon Träume von einem erneuten Wallauer Handballhoch geträumt werden? Die Tribünen immerhin reichen für bis zu 600 Zuschauer aus.

(bt)

Zur Startseite Mehr aus Main-Taunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse