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Forsa-Umfrage: Bürger stellen Parteien ein schlechtes Zeugnis aus

Von Mehr als die Hälfte der Hofheimer Bürger trauen keiner politischen Gruppierung zu, mit den Problemen in der Stadt fertig zu werden.
Hofheim. 

Nur knapp ein Drittel der Hofheimer Bürger wusste bis Ende Januar, dass am 6. März 2016 die nächste Kommunalwahl ist. Soll die Wahlbeteiligung an diesem Tag wieder wenigstens so hoch sein, wie bei der Kommunalwahl Ende März 2011 (damals 51,8 Prozent), müssen sich die Parteien also noch kräftig ins Zeug legen. Nur insgesamt 31 Prozent der in der letzten Januar-Woche von Mitarbeitern der forsa Politik- und Sozialforschung GmbH befragten Hofheimer wussten, dass sie in gut vier Wochen ihre Stimme abgeben können.

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Bei der Umfrage im Auftrag des Kreisblatts kannten vor allem ältere Bürger (42 Prozent) den Wahltermin. Bei den 18- bis 29-Jährigen waren es gerade einmal 8 Prozent, bei den 30- bis 44-Jährigen 23 Prozent.

Deutliche Unterschiede auch bei den Anhängern einzelner Parteien. Nur 23 Prozent der Grünen- sowie 33 Prozent der SPD-Anhänger wussten, wann eigentlich die nächste Kommunalwahl ist. Immerhin kannten bis Ende Januar 45 Prozent der CDU-Wähler und 61 Prozent der AfD-Sympathisanten den aktuellen Wahltermin.

Auch wenn zum Umfragezeitpunkt noch nicht sonderlich vielen Bürgern der Wahltermin bekannt war: Fast drei Viertel der Befragten gaben an, am 6. März wählen gehen zu wollen: insgesamt 73 Prozent. Dabei ist unerheblich, welche Partei die Menschen bevorzugen. Bei allen ist die Wahlbereitschaft gleich groß – wobei gilt: Je älter, desto eher wollen die Bürger ihre Stimme fürs Stadtparlament abgeben.

Ausschlaggebend für ihre Wahlentscheidung bei der anstehenden Kommunalwahl sind für die Hälfte der befragten Bürger vor allem Hofheimer Themen und Parteien. Nur 16 Prozent schauen auf Landesthemen und -parteien, aber immerhin 24 Prozent auf die Bundesebene. „Alles gleich wichtig“, sagen 7 Prozent, der Rest hat keine klare Meinung.

Auffallend die Unterschiede zwischen den Altersgruppen sowie bei den Anhängern der einzelnen Parteien. Bundespolitik und -parteien sind vor allem für Jüngere (45 Prozent in der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen) ausschlaggebend für die Wahlentscheidung. Ältere richten sich eher an lokalen Themen und Parteien aus (62 Prozent der 45- bis 59-Jährigen und 59 Prozent der noch älteren).

Bei den Anhängern der CDU setzen 61 Prozent auf lokale Themen, bei den Grünen sind es immerhin noch 56 Prozent. SPD-Anhänger sehen zu 41 Prozent Lokalpolitik als wahlentscheidend an, bei der AfD (Alternative für Deutschland), die nicht in Hofheim aber auf Kreisebene antritt, sind es nur noch 38 Prozent. Der Anteil derer, die anhand bundespolitischer Themen entscheiden, welche Partei sie wählen, ist bei der AfD mit 32 Prozent am höchsten, bei den Grünen mit 14 Prozent am niedrigsten. Auf Hessenebene bewegen sich vor allem Grünen-Anhänger (27 Prozent), CDU-Freunde kaum (13 Prozent.

Interessant – und für die einzelnen Parteien wahrlich kein Ruhmesblatt – sind schließlich die Antworten auf die Frage, welche Partei die Befragten am ehesten in der Lage sehen, mit den Problemen in Hofheim fertig zu werden. Verteilt auf die verschiedenen Altersgruppen „gewinnen“ die Christdemokraten bei den Menschen ab 60 (21 Prozent). Bei den 45- bis 59-Jährigen sind die Sozialdemokraten mit 23 Prozent an der Spitze.

Bedenklich: In allen Altersgruppen, aber auch bei den Anhängern der einzelnen Parteien, wird die politische Kompetenz aller Parteien infrage gestellt. Insgesamt trauen 55 Prozent aller Befragten keiner Partei einen außergewöhnliche Kompetenz bezüglich der Lösung der Hofheimer Probleme zu. Auch hier gibt es in den bereits genannten Gruppen nur geringe Unterschiede.

Größere Unterschiede gibt es da bei den Anhängern der Fraktionen: Wobei es nicht überrascht, dass jeweils der von einem selbst bevorzugten Partei die besten Kompetenzen eingeräumt werden: Das machen 52 Prozent der CDU-, 64 Prozent der SPD-, 24 Prozent Grünen- und 35 Prozent der AfD-Wähler.

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