Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Bunte Plastikröhren für die musikalische Ausbildung

Von "Sie sind lila, rosa, grün oder blau und hören sich fast so wie Rohre an – nur ein bisschen anders", sagen die Kinder und machen Musik.
Mit "Boomwhackers" fabrizierten diese Schüler Musik. Mit "Boomwhackers" fabrizierten diese Schüler Musik.
Okriftel. 

Die bunten Klangröhren zu beschreiben und sie zu spielen fiel den sechsjährigen Schülern Marwa, Aroush und Cedric aus der ersten Klasse der Albert-Schweizer-Schule nicht schwer. Doch der Name der Rohre wollte ihnen partout nicht einfallen. "Irgendwas mit Bumm.", meinte Michele.

Boomwhackers heißen die Rohre, die Andreas von Hoff, Musiklehrer, zum Musiktag in die Albert-Schweitzer-Schule mitgebracht hatte. Ihre Spielweise ist denkbar einfach: Das Plastikrohr wird gegen die Hand, auf den Oberschenkel oder gegen ein zweites Rohr geschlagen und erzeugt so seinen Klang. "Man kann die Rohre auf dem ganzen Körper spielen," hat von Hoff den Kindern beigebracht.

In der Schulaula zeigten sämtliche Kinder der Albert-Schweizer-Schule wie es geht: Mit Enthusiasmus schlugen sie die Boomwhackers mal gegen ihr Bein, mal gegen Nachbars Bein, aber meistens in die flache Hand. Auf Zeichen des Musikpädagogen ließen die Schüler die Stäbe erklingen und verstummen, folgten einem vorgegebenen Rhythmus, konnten die Tonleiter und ganze Lieder anstimmen. "Aus musikpädagogischer Sicht sind die Boomwhackers ideal für das Klassenmusizieren geeignet", erklärte von Hoff. Ob erste oder vierte Klasse, ob musikalische vorgebildet oder nicht: "Die Klangstäbe kann jedes Kind spielen."

Musik wird an der Albert-Schweitzer-Schule nicht nur beim Boomwhackers-Tag groß geschrieben. Die zertifizierte Musikalische Grundschule bietet ihren Schülern eine Reihe von Angeboten. So gibt es mehrere Chöre, eine offene Bühne für musikalische Schülerdarbietungen und auch regelmäßige "große musikalische Events", wie Carina Gerlach, Musiklehrerin und -koordinatorin der Schule mitteilt. Die Boomwhackers werden in der Schule seit einiger Zeit eingesetzt und seien bei den Kindern sehr beliebt.

Doch ein kompletter Boomwhacker-Musiktag war auch für die Okriftler Schüler eine außergewöhnliche Erfahrung. Zwischen Schulbeginn um acht Uhr und einer abschließenden Aufführung in der Turnhalle drehte sich alles um die Kunststoffrohre. Selbst nach Schulschluss waren die Boomwhackers Thema: Bei einer Fortbildungsveranstaltung sollten die Lehrer mit den Instrumenten und den Einsatzmöglichkeiten vertraut gemacht werden. "Jeder Lehrer ermuntert werden, Musik in den Unterricht einfließen zu lassen.", erklärt Carina Gerlach.

Zur Startseite Mehr aus Main-Taunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse