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Konfirmanden der Auferstehungsgemeinde: Cocktail-Mixer im Altenheim

Die Konfirmanden der Auferstehungsgemeinde servierten Krifteler Senioren einige saftige Überraschungen. Das war ein schönes Projekt, wie alle Beteiligten finden.
Unter Anleitung des Barkeepers Andreas Mecke (rechts) mischten die Konfirmanden die fruchtigen Drinks. Unter Anleitung des Barkeepers Andreas Mecke (rechts) mischten die Konfirmanden die fruchtigen Drinks.
Kriftel. 

Das Restaurant im Pflegeheim St. Sebastian hatte sich am Donnerstag für einige Stunden in eine Cocktail-Bar verwandelt. Hier haben nach dem Abendessen Konfirmanden der evangelischen Auferstehungsgemeinde Getränke ausgeschenkt, die Namen wie „Virgin Mojito“, „Apple Sour“, „Happy Monkey“ und „Fruity Ipanema“ tragen. Nicht nur die Senioren waren zunächst ein wenig skeptisch und nippten erst etwas vorsichtig an den Gläsern. „Unser Cocktail hieß früher Eierlikör, aber der hier schmeckt auch sehr gut“, sagte Edmund Treichel. Auch die Teenager, die mit Pfarrerin Carmen Schneider zu dem kleinen Cocktail-Workshop in die Senioren-Pflegeeinrichtung gekommen waren, hatten zunächst keine Erfahrung mit Cocktails. „Nee, habe ich noch nie getrunken“, sagte die 13 Jahre alte Laura. Doch sie und ihre Freundinnen aus der Konfirmandengruppe waren schnell begeistert bei der Sache und hörten aufmerksam zu, als Bar-Keeper Andreas Mecke ihnen erläuterte, welcher Saft und Sirup in den Shaker kommt.

Tipps vom Profi

Der Barkeeper zeigte den Konfirmanden, wie die Jugendlichen Limetten richtig und schnell schneiden, und dass sie mit dem Löffel im Glas am besten von oben nach unten rühren. Er machte klar, dass sie mit dem Gefäß beim Befüllen mit Eis immer über der Box bleiben sollen, damit das Eis nicht auf den Boden fallen kann. Die jungen Leute erfuhren von dem 30 Jahre alten Fachmann auch, wie wichtig Ordnung und Sauberkeit sind: „Wir verlassen den Platz immer so, wie wir ihn vorfinden möchten. Alles hat seinen Platz. Da wo wir es weggenommen haben, stellen wir es auch wieder hin.“

Bevor die Senioren die für viele von ihnen fremde Welt der Cocktails kennenlernten, hatten sie bei einem Filmnachmittag Altbekanntes auf der Leinwand gesehen. Im Saal herrschte drangvolle Enge, und es gab kaum noch Rollator-Parkplätze vor der Tür, als Heinz Rühmann im beliebten Streifen „Die Feuerzangenbowle“ seine Späße in der Schule trieb.

Gute Gespräche

Als dann die Jugendlichen die saftige Überraschung servierten, kamen Alt und Jung schnell ins Gespräch. Die Teenager wollten von den Bewohnern mehr über den Alltag und die Angebote im Pflegeheim erfahren, und die Senioren fragten nach der Schule, die „die Kinder“ besuchen oder nach deren Namen.

Die Leiterin des Sozialdienstes, Susanne Otto, Pfarrerin Carmen Schneider sowie die Sozialpädagogin Lisa Pöschening von der mobilen Beratung, die den Barkeeper vermittelt hat, sehen die Begegnung von Jung und Alt als einen Gewinn für beide Seiten. Die Zusammenarbeit und der Dialog zwischen den Senioren und den Jugendlichen solle auf jeden Fall fortgesetzt werden, war sich das Trio einig. Die Resonanz der Senioren gab ihnen recht. „Das war lecker, wann kommt ihr wieder?“, fragte eine Bewohnerin, als die Jugendlichen ihren „Arbeitsplatz“ am Abend aufräumten.

(ulk)
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