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Nach den Sommerferien gibt es nach vielen Jahren wieder vier erste Klassen: Cretzschmarschule: Container sollen Raumproblem lösen

Von In der Cretzschmarschule gibt es akute Raumprobleme, wenn am Dienstag, 15. August, erstmals nach vielen Jahren vier erste Klassen eingeschult werden. Bis zum Jahresende wird der Main-Taunus-Kreis Container mit vier neuen Klassenräumen aufstellen, um die Situation zu entschärfen.
Das sieht nach Arbeit aus. Wegen der Raumnot wird an der Cretzschmarschule gewerkelt. Foto: Hans Nietner Das sieht nach Arbeit aus. Wegen der Raumnot wird an der Cretzschmarschule gewerkelt.
Sulzbach. 

Seit Monaten wird im Rathaus und in den politischen Gremien fieberhaft gearbeitet, um mehr Betreuungsplätze für Kinder zu schaffen. Die Not ist groß. Junge Eltern, die beide arbeiten müssen und um einen Betreuungsplatz ringen, fürchten um ihre Existenz. Aus dem Rathaus kommt aber ein beruhigendes Signal: Alle Kinder, die einen Betreuungsplatz brauchen, bekommen den auch.

Zunächst – so Bürgermeister Elmar Bociek – sollen Übergangslösungen helfen, um die prekäre Raumnot in der Cretzschmarschule zu lindern. Ende des Jahres veranlasst der Main-Taunus-Kreis dann, auf dem Schulgelände zwischen dem Pavillon und dem „grünen Klassenzimmer“ Container aufzustellen, in denen vier Klassenräume untergebracht werden können.

Wie kommt es, dass in Sulzbach plötzlich Alarmstufe eins in der Kinderbetreuung herrscht? „Bisher gab es 205 Plätze für die Betreuung von Schulkindern, 155 in den beiden Horteinrichtungen „Eisvogel“ und „Kinder-Reich“ und 50 in der Betreuenden Grundschule. Das hat ausgereicht“ erläutert Bürgermeister Bociek. Aber zuletzt sei die Zahl der Geburten in Sulzbach rasant angestiegen, und junge Familien kommen neu in die Gemeinde, zum Beispiel in die Wohngebiete auf dem früheren Much-Gelände und am Sossenheimer Weg.

Ein Sonderfall

Lange Zeit lag die Geburtenrate in Sulzbach im Durchschnitt bei rund 80 Kindern. 2015 wurden 93 Geburten registriert und 2016 sogar 98. So kommt es, dass für Kinder bereits Betreuungsplätze gebucht werden, die noch gar nicht auf der Welt sind.

Sulzbach ist seit Jahren ein besonderer Fall, weil die Nachmittagsbetreuung für Schulkinder ohne Beteiligung des Main-Taunus-Kreises von der Gemeinde organisiert und finanziert wird. In den beiden Horteinrichtungen „Eisvogel“ und „Kinder-Reich“ ist die Betreuung von 7.30 bis 17 Uhr gewährleistet, in der Betreuenden Grundschule von 7.30 bis 8.30 Uhr sowie von 11.30 bis neuerdings 15.30 Uhr.

Der erste Schritt

In gemeinsamen Gesprächen zwischen Gemeinde, Schule und Kreis konnte jetzt die Container-Lösung als ersten Schritt zur Verbesserung der Situation gefunden werden. Bis die Container stehen, werden für die Betreuende Grundschule zwei Klassenräume zur Verfügung gestellt, die nachmittags nicht gebraucht werden.

Die Gespräche müssen weitergeführt werden: Es geht um die Cretzschmarschule, die ihre räumliche Kapazitätsgrenze erreicht hat und erweitert werden muss, und für die – nachdem der Antrag auf eine Ganztagesschule zunächst abgelehnt wurde – der sogenannte „Pakt für den Nachmittag“ eine Zwischenlösung sein könnte. Zudem ist die Gemeinde bestrebt, den Kreis in die kostenträchtige Schulkinderbetreuung mit einzubeziehen.

Bürgermeister Bociek hat – unterstützt von allen Fraktionen und – wie er sagt – dank der konstruktiven Zusammenarbeit mit der Schulleiterin Stefanie Heisen – einen Etappensieg errungen. Aber das Ziel ist noch weit.

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