Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen

Swatch-Zentrale zieht innerhalb von Eschborn um: Das 80-Millionen-Euro-Projekt

Von Gestern fiel der Startschuss für zwei neue Vorhaben im Gewerbegebiet Süd. Es entstehen ein Hotel und ein Bürogebäude.
Eschborn. 
Bild-Zoom
Natürlich werden in Eschborn keine Uhren zusammengebaut, auch wenn die Swatch Group Deutschland von der Rudolf-Diesel-Straße ins Gewerbegebiet rund um die Frankfurter Straße zieht. Geschäftsführung, Marketing, Verwaltung, Vertrieb – das sind die Abteilungen, die dort untergebracht werden sollen. Produziert wird nicht im teuren Rhein-Main-Gebiet. 500 Mitarbeiter hat Swatch in Deutschland, 120 davon in Eschborn; sie und noch einige mehr können im „New Wave II“ nach den Worten von Deutschland-Geschäftsführer Roland von Keith neue Büros bekommen.

Am 1. Dezember des kommenden Jahres soll das neue Gebäude übergeben werden. Gut zwölf Monate sind keine lange Bauzeit für ein sechsgeschossiges Bürogebäude – wenn es einen harten Winter gibt, dann kann dieser Zeitplan in Gefahr geraten. Denn die Baugrube verträgt nicht übermäßig viel Feuchtigkeit, und die nachfolgenden Betonarbeiten können bei übermäßig tiefen Temperaturen nicht stattfinden. Aber Swatch-Chef von Keith ließ durchblicken, dass sein Unternehmen schon Wert auf eine pünktliche Übergabe des Objektes legt. Gestern, beim ersten Spatenstich gestern Nachmittag, waren alle Beteiligten zuversichtlich, dass dies klappt.

 

Stadtkasse blutet

 

Schlechte Nachrichten, die Bürgermeister Mathias Geiger mitgebracht hatte, vermochten die gute Laune nicht zu trüben. Gerade am gleichen Tag hatte der Rathauschef die Nachricht bekommen, dass Eschborn bei der Berechnung der Kreisumlage so behandelt wird, als gelte ein höherer Gewerbesteuersatz (siehe Seite 1) – die Stadt wird dies im nächsten Jahr 18 Millionen Euro kosten. Geiger äußerte die Absicht, die Gewerbesteuer nicht zu erhöhen, kann aber keine Garantien abgeben. Die Unternehmen würden sich über eine Erhöhung nicht freuen – da wäre die zusagte Verbesserung der Straßenanbindungen nur ein schwacher Trost.

Die aktuellen Bauvorhaben berührt dies aber nicht, alle Verträge sind unter Dach und Fach. Demnach wird Swatch das Gebäude von der in Frankfurt und Stuttgart ansässigen Phoenix Real Estate Development GmbH mieten. Dagegen will das holländische Unternehmen Vastint Hospitality das zweite Gebäude wohl kaufen, dort entsteht ein Hotel der Marke Moxy. Das ist eine vergleichsweise neue Kette, die von der amerikanischen Hotelkette Marriot in Zusammenarbeit mit einem Tochterunternehmen von Ikea betrieben wird und auf eine jüngere und trendbewusste Zielgruppe ausgerichtet ist.

Mit dem Bau des siebengeschossigen Hotels soll begonnen werden, sobald die Tiefgarage fertig ist, die sich unter dem Swatch-Bürogebäude erstreckt. Das ist voraussichtlich im Sommer, auch die Bauzeit des Hotels wird auf ein Jahr veranschlagt. Insgesamt investiert Phoenix in diese beiden Gebäude und das bereits bezogene Vodafone-Haus nebenan 80 Millionen Euro.

Zur Startseite Mehr aus Main-Taunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse