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Sulzbacher Schäferhundeverein: Das schöne Leben mit den Schäferhunden

Petra Appenheimer war gerade mal elf Jahre alt, als sie Mitglied im Sulzbacher Schäferhundeverein wurde. Bis heute hält sie ihm die Treue. Beim Jubiläumsfestakt wurde sie für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Horst Blaß war sogar schon vor 50 Jahren dabei, als der Verein am 25. April 1965 gegründet wurde.
Horst Blaß, Gründungsmitglied und 50 Jahre dabei,
neben ihm Petra Appenheimer, 40 Jahre beim Schäferhundeverein Bilder > Horst Blaß, Gründungsmitglied und 50 Jahre dabei, neben ihm Petra Appenheimer, 40 Jahre beim Schäferhundeverein
Sulzbach. 

Der 78 Jahre alte Horst Blaß beschäftigte sich schon vor 56 Jahren in Nied beim dortigen Schäferhundeverein mit der Ausbildung der Hunde, bevor er in Sulzbach zur Gründungsriege der Ortsgruppe „Talacker“ zählte. „Als junger Kerl bewunderte ich den Hund von Georg Brandt und sagte mir: ,So einen willst du auch einmal haben.‘“

Nach mehr als fünf Jahrzehnten gibt Blaß zu, dass er sich sogar mal einen Schäferhund geklaut oder – vornehmer ausgedrückt – ausgeliehen hat. „Die Amerikaner hatten nach dem Krieg in der Bahnstraße Häuser beschlagnahmt. Einer hatte einen Schäferhund. Den habe ich mir mal für zwei Tage geholt und dann wieder zurückgebracht. Das ist gar nicht groß aufgefallen.“

Dank an Hundefreunde

Die Jubiläumsfeier des Schäferhundevereins „Talacker“ wurde von dem „Kleinen Ensemble“ des Mandolinenvereins musikalisch gestaltet.

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Horst Blaß ist stolz darauf, dass er bei der Feier zum 50-jährigen Bestehen des Schäferhundevereins im Bürgerzentrum Frankfurter Hof zum Ehrenmitglied ernannt wurde. „Wenn das Jubiläum vor zwei Jahren gewesen wäre, hätte ich mich noch mehr einbringen können. Jetzt bin ich leider gesundheitlich schwer angeschlagen“, sagt der Mitgründer des Vereins, der mehr als 45 Jahre Vorstandsarbeit geleistet hat. Aufgeben will er trotz seiner gesundheitlichen Probleme aber nicht. Er hofft, sich bald wieder intensiver mit seiner temperamentvollen Hündin „Rickie vom Wellerhorst“ beschäftigen zu können.

Horst Blaß hat in seiner langen Karriere als Hundeführer etliche Preise eingeheimst, darunter sogar das Sportabzeichen der Weltunion der Schäferhundevereine.

Der heute 78-Jährige war auch als Züchter aktiv mit seinem „Zwinger vom Steinernen Jakob“ – genau wie Petra Appenheimer, die durch ihren Vater, den Ehrenvorsitzenden des Sulzbacher Schäferhundevereins, Peter Pilz, zum Hundesport kam. „Als Kind muss man immer dahin mit, wohin die Eltern gehen. Und das war bei uns der Hundeplatz“, erzählt die Sulzbacherin, die sich noch an ihre erste Hündin, Senta, erinnert. „Die hat mein Vater ausgebildet, und ich habe sie schon im Alter von elf Jahren zu Prüfungen geführt. Das hat Spaß gemacht.“

 

Besondere Philosophie

 

Für Petra Appenheimer, die von 1990 an ihre eigenen Hunde hatte, ist ihr Hobby mit einer besonderen Philosophie verbunden: „Der Hund hat mir mein Leben lang stets eine gewisse Sicherheit gegeben. Der freut sich als treuer Begleiter immer, wenn man nach Hause kommt – egal ob man gut oder schlecht gelaunt ist.“

Die Hundefreundin, die auch in anderen Vereinen – zum Beispiel in Eddersheim und Hochheim aktiv war, erzählt eine weitere Episode: „Immer wenn mein Mann mit dem Auto nach Hause kam, zeigte der Hund das schon an, bevor ich selbst etwas hörte.“

 

In Mamas Fußstapfen

 

Petra Appenheimers Kinder treten in die Fußstapfen der Mama: Sohn Lucas hat einen eigenen Hund und Tochter Denise hat bereits Prüfungen mit dem Hund der Mutter absolviert. Mit ihren beiden Hunden Chayenne und Chiara geht Petra Appenheimer auch nach 40 Jahren noch gerne auf den Hundeplatz.

Vereinsvorsitzender Eric Cooper ehrte Theo Faust, der als sogenannter Figurant seit 30 Jahren mit Rat und Tat im Bereich Schutzhund zur Verfügung steht – bei Übungsstunden, Prüfungen, Wettkämpfen und Vorführungen.

Zudem würdigte Cooper die zehnjährige Vorstandsarbeit seines Stellvertreters Willi Christian, „der aus unserem Verein nicht mehr wegzudenken ist“. Eric Cooper: „Willi Christian kam Ende 2001 mit seiner Tochter Miriam und der jungen Mischlings-Schäferhündin Kira. Als er die Übungen mit dem Sitz, Platz und Steh“ erlebte, sagte er, das schaffe ich nie.“ Er schaffte es doch. Seit 2005 ist Christian stellvertretender Vorsitzender und seit 2011 Übungswart.

(mir)
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