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Den Gegner fest im Griff

Von Beim Sommerfest der TG Höchst konnten sich die Besucher Aufführungen von zehn Sportgruppen ansehen. Ausnahmsweise nicht vor, sondern in der Halle. Grund war das Wetter. Ein Werbetag für den Vereinssport – wenngleich auch dort nicht alles so rosig ist, wie es scheint.
Mark Punkaew (links) hat Erika Kirschbaum fest im Griff. Die beiden führten einen Aikido-Kampf vor. Foto: Maik Reuß Mark Punkaew (links) hat Erika Kirschbaum fest im Griff. Die beiden führten einen Aikido-Kampf vor.
Höchst. 

Gleichmäßige, manchmal fast sanft wirkende Bewegungen, Kraft und Stärke treten in den Hintergrund und Aggressionen gibt es anscheinend gar keine – Aikido ist eine japanische Kampfsportart, die viele begeistert weil sie eben nicht augenscheinlich auf das Verletzen und Besiegen des Gegners ausgelegt ist. „Es gibt keinen Wettkampf“, erklärt Kinder-Trainerin Lorraine Heilman. „Was wir machen, das machen wir zusammen.“

Der Aikido-Bereich der Turngemeinde Höchst eröffnete am Samstag mit seiner Präsentation das vereinseigene Sommerfest. In eleganten, japanischen Gewändern gehüllt beeindruckten sie das Publikum mit ihren harmonischen Bewegungen und interessanten Abläufen. Dabei bewahrten die Kämpfer stets Haltung.

Gelassenheit gelernt

Die Ruhe, die sie ausstrahlen ist Teil der Philosophie des Aikidos und dies wirkt sich auch positiv auf die aus, die diese Sportart praktizieren. „Man entwickelt sich als Mensch weiter“, erzählt Mark Punkaew im Anschluss der Vorführung. Der 23-Jährige hat mit dem Training vor rund acht Jahren begonnen. Gebracht hat es ihm viel, ist er überzeugt. Das starke Übergewicht, das ihn damals belastete, konnte er überwinden. Heute ist er rank, schlank und durchtrainiert. Doch nicht nur das: „Man hat was fürs ganze Leben“, betont er. Disziplin, Werte wie Respekt, Gemeinschaftssinn und den Umgang mit anderen – all das, so Punkaew, habe er hier gelernt.

Aus seiner Liebe zum Sport hat er schließlich auch seinen Beruf gemacht: Nach einen absolvierten Sportstudium verdient er seinen Lebensunterhalt als Personaltrainer und Gesundheitsberater. Zeit für das Training im Dojo der TSG bleibt ihm dennoch: Drei Mal die Woche feilt er an seiner Technik.

Die Geschichten wie Punkaew sie erzählen kann, zählen zu den vielen schönen Erfolgen der TGH, die sich wohl nicht zuletzt durch ihre Vielfalt auszeichnet: Sowohl die Mitgliederzusammensetzung als auch das Angebot des Vereins ist divers, wie der zweite TG-Vorsitzende Gerhard Brindöpke betont: Rund 1600 Mitglieder zähle der Verein und biete von Gymnastik, über Fechten bis zum Judo und Zumba viele Sportarten. Dabei bietet der Verein nicht nur viel für Kinder und Jungspunde. Auch die älteren Gymnasten seien stark im Verein vertreten, betont er. Überdies gibt es Angebote für einzelne Gruppen: So baut der Aikido-Bereich gerade eine Trainings-Gruppe nur für Frauen auf, wie Trainerin Heilman erklärt.

Es gibt zu wenig Platz

Das einzige Problem, mit dem sich der Verein wie viele andere auch rumschlagen muss, ist die Raumknappheit. „Die Halle ist fast täglich von 8 bis 22 Uhr belegt“, sagt Brindöpke. Doch dem Verein stehe hier auf dem vereinseigenen Gelände schlicht nicht mehr Platz zur Verfügung. „Wir können immer nur umschichten“, meint er pragmatisch. Eine Erweiterung der Halle sei jedenfalls nicht geplant.

Wünschen würde sich der Ehrenamtler jedoch, dass die TG gerade an Tagen wie heute noch mehr Unterstützung von den eigenen Mitgliedern hätte. „Solch ein Fest vorzubereiten, ist für einen Verein eine Menge Aufwand“, erklärt er. Da sei jeder, der mitanpacke eine große Hilfe. Dass das Fest in diesem Jahr nicht vor sondern in der Halle gefeiert wurde, lag am Wetter. Oder vielmehr an der schlechten Prognose: Nachdem es in den vergangenen Tagen viel geregnet hatte und auch für Samstag wieder Regen vorhergesagt wurde, hatte sich das Organisations-Team entschlossen, alles gleich in der Halle aufzubauen.

Nähere Infos zu dem Sportangebot der TG Höchst findet man im Internet unter www.tg-hoechst.de

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