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Der Hausmeister entlarvt das brutale Diebes-Duo

Auf der Videokamera eines Hochhauses wurden die Gauner entdeckt – dafür erhielt Björn Hambuch eine Auszeichnung.
Björn Hambuch hat in Hattersheim viel Spürsinn bewiesen.	Foto: nie Björn Hambuch hat in Hattersheim viel Spürsinn bewiesen. Foto: nie
Hattersheim. 

Zunächst ging es nur um einen Mercedesstern. Der wurde abgebrochen – und wer in der Nähe unterwegs war, konnte genau das Paar erkennen, das für die Tat verantwortlich war und zum Eingang des Hochhauses an der Sindlinger Straße lief. Ein Passant zeigte sich mutig und sprach den Mann an – als der sich umdreht und dem Zeugen einen Faustschlag ins Gesicht verpasste. Dessen Brille ging dabei zu Bruch und Splitter gerieten ins Auge.

Besser wäre es gewesen, in der Situation die Polizei zu holen, zumal es offensichtlich war, dass der Täter zu dem Hochhaus gehörte. Zumindest seine Mutter wohnt dort. Wie sich herausstellte, versuchte er genau diese Tatsache zu verschleiern, stieg im falschen Stockwerk aus und ging ein paar Treppen zu Fuß. Freilich nutzte ihm das nichts, die Polizei kam ihm nämlich auf die Schliche. Das ist zum einen dem Zeugen zu verdanken. Der schleppte sich verletzt in seine Wohnung und rief die Polizei. Und er konnte eine genaue Beschreibung des Täters liefern. Ein Kopftuch, das der Mann getragen hatte, fand sich wenig später in seiner Wohnung genauso wie der Mercedesstern.

Bis zu ein Jahr Haft

Ein Jahr Gefängnis wegen Körperverletzung sei in diesem Fall durchaus drin, kommentiert Jürgen Moog, Direktor der Polizeidirektion Main-Taunus in Hofheim. Er hatte gemeinsam mit Landrat Michael Cyriax ins Hofheimer Landratsamt eingeladen, um die zu ehren, die der Polizei in einigen Kriminalfällen maßgeblich geholfen haben.

Und das war in Hattersheim Björn Hambuch, der Hausmeister des Hochhauses. Den hatte die Polizei nach Aufzeichnungen der am Haus vorhandenen Videokameras gefragt, die auch gesichtet wurden. Der Verdächtige wurde dabei aber nicht entdeckt. "Mich hat das geärgert, ich habe mich dann hingesetzt und alle Videos noch einmal genau durchgesehen", erklärt Heimbuch. Und tatsächlich, die Gesuchten – der Täter wurde von einer Frau begleitet – waren doch aufgenommen worden. Am Vordereingang hatten sie sich zwar dagegen geschützt und das Gesicht verdeckt, aber ihnen war entgangen, dass an einer zweiten Stelle im Haus weitere Kameras installiert sind. Dort waren sie eindeutig zu erkennen – und eine Hausdurchsuchung mit Festnahme die fast unmittelbare Folge.bt

(Manfred Becht)
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