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Der Tebartz-Effekt: Mehr Austritte

Auch im Pastoralen Raum Hofheim/Kriftel haben in diesem Jahr deutlich mehr Katholiken ihre Kirche verlassen, als es gewöhnlich der Fall ist.
Hofheim/Kriftel. 
Der Limburger Bischof Tebartz-van Elst. Foto: Arne Dedert/Archiv Bild-Zoom
Der Limburger Bischof Tebartz-van Elst. Foto: Arne Dedert/Archiv

Das Bekanntwerden der Kosten des neuen Amtssitzes von Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst, der zudem wegen seines Führungs- und Lebensstils umstritten ist, hatte nicht nur im Bistum Limburg eine bislang so nicht dagewesene Austrittswelle verursacht. Nun gibt es erstmals dazu Zahlen für die Pfarreien St. Peter und Paul und St. Georg und Bonifatius in Hofheim sowie St. Vitus in Kriftel. Der Pastorale Raum zählt insgesamt gut 14 000 Katholiken.
 

Bilderstrecke Der Luxus-Bischof von Limburg
Eine teure neue Residenz, ein Luxusflug nach Indien, prunkvolle Gottesdienste - seit langem gibt es Verschwendungsvorwürfe gegen den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Das Vertrauen der Gläubigen ist erschüttert. Am 26. März 2014 wurde nun schließlich bekannt: Der Papst lässt den gestrauchelten Bischof nicht in sein Bistum zurückkehren.<br />&nbsp;<br />In unserer Fotostrecke listen wir chronologisch auf, warum der Limburger Bischof in Ungnade gefallen ist. Im zweiten Teil unserer Strecke sehen Sie dann Bilder vom Sitz des "Limburger Oberhirten." Fotos: Archiv19. August 2012: Tebartz-van Elst wird Verschwendung vorgeworfen. Er sei erster Klasse nach Indien geflogen, um dort soziale Projekte zu besuchen, berichtet das Magazin «Der Spiegel». Das Bistum weist die Vorwürfe zurück.29. Mai 2013: Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Limburger Bischof wegen möglicher Falschaussage über ein Upgrade in die Business-Class bei einem Flug nach Indien.

In der offiziellen Jahresstatistik für 2013 liegt die Zahl derer, die einen Austritt erklärten, bei insgesamt 128 Personen, im Vorjahr waren es 83. Während sich in St. Peter und Paul die Zahl der Austritte fast verdoppelt hat (von 28 im Vorjahr auf nun 53), kamen St. Vitus mit einer Steigerung von 24 auf 30 und St. Georg und Bonifatius (45, Vorjahr 31) ein wenig glimpflicher davon.

Was auffällt: St. Peter und Paul muss zwar als größte der drei Pfarreien die meisten Austritte verkraften, kann sich aber zugleich über die meisten Wiedereintritte in die Kirche freuen. Sieben Hofheimer vollzogen diesen Schritt 2013, im Vorjahr waren es nur 2. Insgesamt machten im Pastoralen Raum 9 Katholiken ihre Abkehr von der Amtskirche rückgängig, im Jahr zuvor waren es 5.

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(Barbara Schmidt)
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