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Die Durststrecke hält an

Der gewohnte Post-Standort soll gehalten werden. Eine ganz schnelle Lösung wird es nicht geben.
Am geschlossenen Geschäft in der Wickerer Straße 7 hängen Hinweise auf andere Postfilialen.	Foto: Nietner Am geschlossenen Geschäft in der Wickerer Straße 7 hängen Hinweise auf andere Postfilialen. Foto: Nietner
Flörsheim. 

Bürgermeister Michael Antenbrink hat das Thema Postagentur zur Chefsache erklärt. "Ich stehe mit der Deutschen Post in engem Kontakt und habe das große Interesse der Stadt daran deutlich gemacht, dass die Flörsheimer Postfiliale in der Altstadt bleibt und so schnell wie möglich wieder geöffnet wird, teilte Antenbrink mit. In den gemeinsamen Bemühungen ginge es erst einmal um den Erhalt des Standortes in der Wickerer Straße 7.

Wer es noch nicht mitbekommen hatte, stand gestern vor dem Textilhaus, in dem die einzige Postagentur in der Kernstadt untergebracht ist, vor verschlossenen Türen. Nach dem Tod des Betreibers ist die Agentur seit Donnerstag geschlossen. Das wird sie nach Antenbrinks Auskunft "auch mindestens noch in der nächsten Woche" bleiben. Der Bürgermeister kann nur vermitteln, entscheiden muss die Post. Pressesprecher Heinz-Jürgen Thomeczek erläuterte auf Anfrage des Kreisblattes, dass der Post quasi gar nichts anderes übrig bleibe, als sich auf die Suche nach einem neuen Betreiber zu begeben. Die sogenannte Post-Universaldienstleistungsverordnung zwinge kraft Gesetzes das Unternehmen, einen Partner für eine Agentur in Flörsheim zu aquirieren. Die Post ist nämlich in Ortschaften mit mehr als 2000 Einwohnern verpflichtet, für eine "stationäre Einrichtung", so steht es in der Verordnung, zu sorgen. Der Post steht für die Suche eine Toleranz zu. Höchstens drei Monate, so Thomeczek, werde sie dauern. Für die Partnerakquise – so nennt das die Post – gebe es einen Kriterienkatalog, in dem Punkte wie beispielsweise eine möglichst zentrale Lage, die Parkplatzsituation, die technische Voraussetzungen und Bonität des Partners vermerkt sind.

"Nicht nachvollziehbar"

Unterdessen gibt es Kritik aus der Bevölkerung über die Regelung der Deutschen Post, nicht zustellbare Postsendungen inklusive Einschreiben in der Raunheimer Filiale zu hinterlegen. "Das ist nicht nachvollziehbar", meint beispielsweise unsere Leserin Traudel Siewert aus Flörsheim. "Wie soll man da ohne Auto und Planung eines Tagesausflugs per ÖPNV hinkommen?" Ihr Vorschlag: eine mobile Anlaufstelle.

In der Raunheimer Filiale, Am Stadtzentrum 4, können auch Kunden der Postbank Leistungen abrufen. Sie hat montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr und samstags von 8 bis 13 Uhr geöffnet. Alle Postdienstleistungen mit Ausnahme von Bankgeschäften bietet auch das Postlädchen in Wicker (Hinterstraße 14 b). Es ist montags bis samstags von 9 bis 12 Uhr sowie mittwochs und freitags von 17 bis 19 Uhr geöffnet. rem

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