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Die Sternsinger sind unterwegs

Von Nach ihrem Aussendungs-Gottesdienst waren die Sternsinger gestern als erstes im Bolongaropalast zu Gast.
Die Sternsinger aus dem Pastoralen Raum Höchst haben als Könige keine Scheu vor dem Besuch in einem Palast: Hausherr Henning Brandt (links) empfing sie wieder mit Saft, Keksen und einem Obolus für die Spendenbüchsen. Foto: Maik Reuß Die Sternsinger aus dem Pastoralen Raum Höchst haben als Könige keine Scheu vor dem Besuch in einem Palast: Hausherr Henning Brandt (links) empfing sie wieder mit Saft, Keksen und einem Obolus für die Spendenbüchsen.
Höchst. 

Hell, klar und warm erklingen die Stimmen der Kinder. Sie berichten singend von den drei Weisen aus dem Morgenland und dem Segen, den sie in die Häuser bringen. Rund 50 Jungs und Mädchen zaubern am gestrigen Vormittag einen ganz besonderen Glanz in den Kapellensaal des Bolongaropalast. Gekleidet in schillernde Umhängen und geschmückt mit goldenen Kronen, sammeln sie als Mimen Melchiors, Caspars und Balthasars Geld für notleidende Kinder und verbreiten dabei ganz nebenbei Zuversicht und Freude. „Wir wollen, dass es den Kindern gut geht“, erklärt Paul (10) aus Sindlingen seine Beweggründe zu helfen. Und Jan ergänzt: „Wir haben viel mehr als sie und wollen, dass sie auch viel zu spielen haben.“

Zum 10. Mal im Palast

Es ist das zehnte Mal, dass Henning Brandt, der Leiter der Verwaltungsstelle im Bolongaropalast, die Sternsinger empfängt: „Es ist eine schöne Tradition.“ Dass die Kinder von der Öffentlichkeit und der Politik unterstützt werden, findet er sinnvoll. Im Saal überreichte er jeder Gruppe einen kleinen Obolus und bedankte sich bei den Kindern. Viel Lob fand er für den „sehr lebendigen“ Gottesdienst, den die Jungs und Mädchen zuvor gemeinsam mit ihren Betreuern unter der Leitung von Pastoralreferentin Marina Thebbe sowie Gemeinde Assistentin Ursula Halm-Leihs gestaltet hatten.

Bereits unterwegs

Unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Respekt für dich, für mich, für andere – in Bolivien und weltweit!“ sind derzeit rund 1500 Kinder im ganzen Stadtgebiet unterwegs. Bolivien fungiert dieses Mal als Beispielland, an dem die Kinder hier den Zweck der Aktion verdeutlicht bekommen. Die Chancen stehen gut, dass sich die Gemeinden aus dem Frankfurter Westen auch in diesem Jahr mit einer stattlichen Summe beteiligen können. Schon jetzt haben manche Gruppen bereits mehrere tausend Euro eingenommen.

„Sie sind sehr lange unterwegs gewesen“, berichtet Gudrun Thiel aus der Unterliederbacher Gemeinde St. Johannes-Apostel. . 90 Besuche statteten die Kinder Menschen in ihren Wohnungen, im Krankenhaus, einem Pflegeheim sowie in einigen Geschäften ab. Die Besuche waren hier ebenso wie in den anderen Stadtteilen mit den Gastgebern zuvor vereinbart. Damit will man den fleißigen Helfern den Frust ersparen, der immer dann droht, wenn die Türen nicht geöffnet werden oder die Laune eines Zeitgenossen zu wünschen lässt. Überdies erläutert Marina Thebbe: „Wir haben einen multikulturellen Stadtteil. Da wünscht das einfach nicht jeder.“

Diejenigen, die Sternsinger allerdings zu sich eingeladen haben, schätzen den Besuch sehr. Kinder und Betreuer berichten von vielen strahlenden Gesichtern sowie herzlichen Dankesworten und -gesten. So erzählt Stephanie (14) von den vielen leckeren Plätzchen, die ihr bei der Tour angeboten wurden. Aus ihrer Sicht erfreuen sich die meisten an dem Singen. Das, sagt sie lächelnd, gefalle den Leuten eigentlich immer.

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