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Die Westkunst kehrt für eine Schau nach Nied zurück

Sieben Künstler des Vereins Westkunst Nied zeigen im Heimatmuseum in der Beunestraße ihre Sicht auf den Stadtteil. „Impressionen aus Nied“ heißt die Ausstellung, die nur eine von verschiedenen Kooperationen zwischen den beiden Vereinen ist.
Heike und Jürgen Morian schauen sich die Bilder der Künstler von „Westkunst Nied“ an.	Foto: Maik Reuß Heike und Jürgen Morian schauen sich die Bilder der Künstler von „Westkunst Nied“ an. Foto: Maik Reuß
Nied. 

Für Spomenka Aleckovic bietet die Ausstellungsmöglichkeit im Heimatmuseum Nied eine Rückkehr in den Stadtteil, in dem der Kunstverein Westkunst Nied im Jahr 2008 einst seine Arbeit aufgenommen hat. Viele Jahre lang war dieser in Räumen in der Straße „An der Wörthspitze 5a“ untergebracht, seit 2014 ist ist die Westkunst Nied nun im Nachbarstadtteil Höchst aktiv. Baupläne der Eigentümerin hatten einen Umzug für den Verein erforderlich gemacht (wir berichteten).

„Wir sind mittlerweile in Höchst angekommen, die Räume in der Bolongarostraße 122 werden gut angenommen“, sagt Aleckovic, die den Kunstverein leitet. Trotzdem sei die Bindung zu Nied noch immer sehr groß. Unter dem Titel „Impressionen aus Nied“ werden im Heimatmuseum derzeit Bilder und Skulpturen von sieben Künstlern der Westkunst Nied präsentiert: Arbeiten von Jelena Hild, Monika Dilger, Maria Kamma, Monika Morian Momo, Spomenka Aleckovic, Wolfgang Bergter und Ishkhan Nazaryan. Dargestellt sind die Schönheiten der Landschaft an der Nidda sowie markante Häuser und Bauwerke wie Brücken, die den Stadtteil charakterisieren. Gemalt sind diese in Öl, Acryl und Aquarell oder gezeichnet. Ergänzt wird die Ausstellung durch figürliche Skulpturen. Wolfgang Lampe, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Nied freut sich, dass die Werke im Heimatmuseum ausgestellt werden. Schließlich thematisieren die Arbeiten die Schönheiten des Stadtteils und das passt eben zum Konzept. Außerdem ist die Ausstellung ein gutes Beispiel für bewährte Zusammenarbeit zwischen den beiden Vereinen.

Das nächste Gemeinschaftsprojekt steht bereits: „Wir planen im Hof eine besondere Sitzgruppe zu gestalten“, sagt Lampe. Zuvor haben mehrere Künstler der Westkunst Nied sich ihre Gedanken gemacht und Entwürfe hierfür entwickelt. Es soll eine ganz besondere Sitzgruppe werden, in der ein wichtiges Stück Geschichte – nämlich Bruchsteine aus einer früheren römischen Ziegelei – eingearbeitet werden sollen. „Hier in Nied in Richtung Höchst gab es in der Zeit von 60 bis 260 nach Christus eine zentrale Ziegelei der Römer“, erzählt Lampe. Überreste aus dieser Zeit würden immer wieder gefunden wie etwa beim Neubau eines Kindergartens, in der Nähe des Standortes, wo einst die Ziegelei der Römer gestanden habe. „Neben relevanten Funden wie Gefäßen, fand man bei der Baumaßnahme auch zahlreiche Bruchsteine“, schildert er weiter. „Nach Rücksprache mit dem Denkmalamt wurden uns die Bruchsteine überlassen. So entstand die Idee, die Künstler der Westkunst Nied mit einzubeziehen“, sagt Lampe weiter. Insgesamt sechs Entwürfe zu einer Sitzgruppe seien in der Folge von Künstlern der Westkunst Nied entwickelt worden. „Wir haben uns für den Entwurf von Spomenka Aleckovic entschieden, da er am besten umsetzbar ist.“

Gefertigt werden sollen ein Tisch und Sitzgelegenheiten aus Beton, auf die die Bruchsteine befestigt werden. „Der Ortsbeirat 6 unterstützt das Projekt mit einem Betrag 3500 Euro“, so Lampe. Die Gestaltung erfolge in Eigenarbeit durch die Künstler. Bis zum Beunehof-Singen im Juni soll die Sitzgruppe stehen, so die derzeitige Planung.

Die Ausstellung „Impressionen aus Nied“ läuft bis zum 15. März. Sie kann sonntags von 14 bis 17 Uhr, donnerstags (22. und 29.01 Januar, 5. Februar) sowie freitags (23. und 30. Januar, 06., 20., und 27. Februar, 06. März) jeweils von 16 bis 19 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Sonderöffnungszeiten für Gruppen können bei Wolfgang Lampe unter (069) 39 87 89 vereinbart werden.

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