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Dieter Trippe hauchte Hornau wieder neues Leben ein

Der Vorsitzende des engagierten Heimatvereins ist im Alter von 76 Jahren gestorben.
Die alten Klappern baute Dieter Trippe noch selbst.	Foto: Knapp Die alten Klappern baute Dieter Trippe noch selbst. Foto: Knapp
Hornau. 

„Wir machen gemeinsam aus Hornau das, was es einmal war.“ Diesen Satz hat Dieter Trippe vor sechs Jahren gesagt – wenige Minuten, nachdem er zum Vorsitzenden des damals neu gegründeten Vereins „Bürger für Hornau“ gewählt worden war. Und der Mann, dessen Familie nach eigenen Angaben schon seit 500 Jahren im Ort wohnt, setzte sein Vorhaben akribisch in die Tat um: Auch dank der „Bürger für Hornau“ hat sich hier seit 2008 so viel getan wie in wohl keinem anderen Kelkheimer Stadtteil. Viele Projekte hat der Verein angestoßen, andere Dinge hatte Trippe bereits im Hinterkopf. Doch nun müssen die „Bürger für Hornau“ ohne ihren Motor und Ideengeber auskommen. Nach einer Herzkrankheit ist der Vorsitzende am vergangenen Donnerstag im Alter von 76 Jahren gestorben. Die Trauerfeier ist am Freitag, 14. März, 14.30 Uhr, in der Kirche St. Martin.

„Die Bewahrung der Hornauer Geschichte war ihm ein Antrieb und eine Herzensangelegenheit“, sagt sein Vorstandskollege Helmut Oschwald. „Er hat die Geschicke des Vereins geprägt.“ Der Beisitzer hebt die sehr harmonische Arbeit im Team unter Dieter Trippe hervor. Dennoch muss bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag, 27. März (19.30 Uhr, Gasthaus „Zum Taunus“), nun ein neuer Vorsitzender gewählt werden.

Unter dessen Regie werden die bereits begonnenen Projekte in Hornau fortgeführt. Ganz besonders am Herzen lag Trippe die Gestaltung des Platzes am Liederbach unter der alten Platane. Hier wurden der Sandsteinpfosten in Erinnerung an das alte Hofgut restauriert und die Fläche neu gestaltet – mit dem gepflasterten Hornauer Horn als Symbol für den Stadtteil. Weitere wichtige Vorhaben sind auch der Initiative Trippes zu verdanken: die Gestaltung des Weges von Hornau zum Kloster, der Bau eines historischen Ortsmodells, die Sanierung des Steyer-Kreuzes und vor allem der Gagern-Gräber auf dem Friedhof. Trippes nächstes Ziel wäre ein neuer Platz am Vereinshaus gewesen, um an das ehemalige Schulhaus dort zu erinnern.

Mit dem 76-Jährigen, der seine Frau, zwei Kinder samt Familien mit insgesamt vier Enkeln hinterlässt, geht auch ein Stück Hornauer Geschichte. So viele Anekdoten konnte Trippe erzählen – schließlich war er im Ort unter anderem als Kerbeborsch und Messdiener aktiv. Und auch bei den „Klapperbuben“, die an Ostern die Menschen lautstark an die Gottesdienste erinnerten, mischte er mit. Seine Klappern rettete er vom Sperrmüll, entdeckte sie auf Flohmärkten oder baute sie nach – als ehemaliger Schreinermeister der Hoechst AG war dies kein Problem für ihn.

(wein)
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