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Die Zukunft der „Beatles Revival Band“ um den Kelkheimer Claus Fischer war offen. Beim Marktplatzfest spielte sie aber in neuer Besetzung.
Sie macht doch weiter: die „Beatles Revival Band“ um ihren Kelkheimer Chef Claus Fischer (Mitte) beim Marktplatzfest.	Foto: Reuß Sie macht doch weiter: die „Beatles Revival Band“ um ihren Kelkheimer Chef Claus Fischer (Mitte) beim Marktplatzfest. Foto: Reuß
Kelkheim. 

Kreischende Teenagermädels wie zu den Zeiten, als Ringo, John, Paul und George die Bühne rockten, zählen nicht zum „normalen“ Publikum der „Beatles Revival Band“. Doch das ist auch nicht ihre Absicht. Vielmehr freuen sich der Kelkheimer Claus Fischer und seine Kollegen immer wieder an ihrem entspannten und gut gelaunten Publikum, das sich gerne ein paar Stunden mit dem musikalischen Schatz verzaubern lässt, den die legendären Pilzköpfe hinterlassen haben.

„Wir sind selbst einfach große Beatles-Fans“, erklärt Fischer alias George Harrison vor dem Auftritt. Er steht etwas abseits der Bühne und schaut zu, wie sich die Stadtmitte zum Abschluss des Marktplatzfestes füllt. Jetzt, wenige Minuten vor dem Auftritt, lassen sich nur noch vereinzelte schwarze Klappstühle entdecken, die unbesetzt sind. Viele Besucher ziehen es jedoch auch offensichtlich vor, stehen zu bleiben. Klar, bei der guten Musik, die sie erwartet, wird es den ein oder anderen sowieso nicht lange auf dem Stuhl halten.

Seit 1976 spielt die Gruppe um Claus Fischer als „Beatles Revival Band“ zusammen. „Es sollte einfach ein Spaß sein“, erinnert er sich. Geplant sei gewesen, nur einmal beim Festival „Quartier Latin“ in Frankfurt zu spielen. Doch es kam anders: Das Konzept der Cover-Band schlug ein. Sie präsentierte nicht nur die Lieder der Beatles, sondern legte auch Wert auf eine angemessene Show. So tragen die Mitglieder coole Klamotten und klopfen lustige Sprüche. Das brachte ihnen den Erfolg: In den besten Zeiten spielte die Band bis zu 120 Konzerte im Jahr, erzählt Fischer. Heute seien es trotz wesentlich größerer Konkurrenz noch 20 bis 30. Die Band, das sind neben Claus Fischer Robby Matthes (Paul), Gilbert Foede (Ringo), Chris Tucker (John) sowie Fritz Haieck, der die vier am Keyboard und den Drums unterstützt.

Angesagt war die Veranstaltung in Kelkheim übrigens als Abschlusskonzert. Er habe geglaubt, die Band müsse sich auflösen, erzählt Fischer. Seit dem Tod von zwei Mitgliedern habe die Band Schwierigkeiten gehabt, geeignete Nachfolger zu finden, die sich auch dauerhaft einsetzten wollten. Doch mit Chris Tucker und Gilbert Foede hätten sie wieder gute Musiker gewinnen können. Die Tatsache, dass die Profimusiker in diesem Ensemble nur Songs anderer Künstler spielen, sehen die Fünf übrigens gelassen. Für die meisten Künstler sei es normal, dass sie auch in Coverbands spielten, meint Gilbert Foede. Das Schöne sei, dass die Band so ein richtiges Konzept verfolge und nicht alles quer Beet spiele.

Dass es dem Quintett gelingt, sein Publikum mit den Beatles-Songs wunderbar zu unterhalten und den ein oder anderen gar zu verzaubern, beweisen sie am Sonntagabend: Als sie loslegen, gibt’s im Publikum unzählige lächelnde Gesichter, fröhlich wippende Füße und sogar einige ausgelassen tanzende Besucher. Das ist das Gute an dieser Art der Musik – sie bleibt, so lange es Leute gibt, die sie hören und die sie spielen wollen.

( tay)
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