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Land gibt 1,9 Millionen Euro für die Umgestaltung: Ein Busterminal für Höchst

Von Nach den Vorplätzen im Norden und dem Bahnhof selbst kommt jetzt die Südseite an die Reihe. Dort rollen im kommenden Frühjahr die Bagger an. Wichtigster Baustein dabei ist ein zentraler Busbahnhof für den Stadtteil.
Einige Buslinien fahren heute schon südwestlich des Höchster Bahnhofs ab. Ist hier der Busbahnhof errichtet, sollen die von der Haltestelle in der Leverkuser Straße dazukommen. Bilder > Foto: Maik Reuß Einige Buslinien fahren heute schon südwestlich des Höchster Bahnhofs ab. Ist hier der Busbahnhof errichtet, sollen die von der Haltestelle in der Leverkuser Straße dazukommen.
Höchst. 

Der Höchster Bahnhof, auch gerne mal „Hauptbahnhof des Main-Taunus-Kreises“ genannt, obwohl Höchst seit Jahrzehnten nicht mehr der Verwaltungssitz des benachbarten Kreises ist, ist mit zwölf Bahnsteiggleisen der zweitgrößte Bahnhof der Mainmetropole und wichtigster Knotenpunkt des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs im Westen Frankfurts. Für die zahlreichen dort umsteigenden Fahrgäste legt die Stadt nun einen neuen Busbahnhof an, der einen barrierefreien Zustieg ermöglicht, und gestaltet die Vorplätze um (wir berichteten). Jetzt gab es dafür 1,9 Millionen Euro Zuschuss vom Land Hessen. Den Rest der 4,6 Millionen steuert die Stadt bei.

„Der Bahnhof Höchst gehört mit rund 28 000 Reisenden an Werktagen zu den am stärksten frequentierten Bahnhöfen in Hessen“, begründet Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) das Landesengagement. „Der Umbau ist deswegen ein zentrales Vorhaben im Programm zur Modernisierung der hessischen Stationen.“ Der Höchster Bahnhof wurde bereits mit einer Landesförderung von fast 6 Millionen Euro mit Aufzügen und einer Rampe barrierefrei umgestaltet und zudem verschönert (wir berichteten). Vorher war bereits der Bahnhofsvorplatz im Norden der Station erneuert worden.

In den nächsten Monaten sollen nun die südlichen Vorplätze mit den Bushaltestellen modernisiert werden. „Wir wollen den öffentlichen Verkehr ausbauen und weiter stärken. Indem wir einen barrierefreien Zugang zu Bahnhöfen und Busbahnhöfen ermöglichen, machen wir den Nahverkehr in Hessen wieder ein Stück attraktiver“, argumentiert Al-Wazir.

Bauzeit beträgt 22 Monate

Baubeginn für die südlichen Vorplätze des Höchster Bahnhof ist im Frühjahr 2017, das Bauvorhaben soll innerhalb von 22 Monaten abgeschlossen sein. Erst werden die Straßen saniert; der Busbahnhof soll im Frühjahr 2018 an der Reihe sein. Zum Schluss geht es dann an die Fläche direkt vor dem Südausgang des Empfangsgebäudes und an den Park-&-Ride-Platz an der Seite zur Bruno-Asch-Anlage, der im Besitz der Deutschen Bahn ist. Der Bahnhofsvorplatz am Nordausgang ist bereits vor knapp zwei Jahren umgebaut worden.

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Kommentar: Lebensqualität schaffen

Es wird eine harte Zeit, wenn die Verkehrsachse vor dem Höchster Bahnhof für 22 Monate Baustelle ist. Aber danach gibt es einen zentralen Busbahnhof; das Gedränge auf dem schmalen Bürgersteig in

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Für das neue Busterminal südwestlich des Empfangsgebäudes entstehen um eine zentralen Fläche insgesamt acht Halteplätze. Sie werden mit 22 Zentimeter hohen Spezialbordsteinen ausgestattet, die Rollstuhlfahrern, Rollatorbenutzern, aber auch Eltern mit Kinderwagen und Reisenden mit Gepäck einen nahezu stufenlosen Einstieg in die Niederflurbusse ermöglichen. Taktile Leitelemente im Bodenbelag erleichtern Sehbehinderten die Orientierung.

Der Frankfurter Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) hebt hervor, dass „mit der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes erstmals die bisher verstreut liegenden Bushaltepunkte am Bahnhof Höchst an einem Ort gebündelt werden.“ Bislang fahren die Busse am Bahnhof sowie auf der anderen Straßenseite in der Leverkuser Straße ab, einen Busbahnhof im engeren Sinne gibt es nicht. Künftig kann man beim Umsteigen nicht mehr zur falschen Station laufen.

Im Trockenen stehen

Mit einer neuen Anordnung werde den Fahrgästen die Orientierung genauso erleichtert wie durch die Ausstattung mit elektronischen Infotafeln, die die Abfahrtszeiten anzeigen. Oesterling legt auch wert darauf, dass die auf den Bus Wartenden im Trockenen stehen: Ein großzügiges Dach soll das ermöglichen.

Außerdem werden im Zuge der Umgestaltung der Bahnhofsvorplätze die Adolf-Haeuser-Straße und die Dalbergstraße erneuert und mit Fahrradstreifen in beide Richtungen ausgestattet. Die bisherige Einbahnstraßenregelung wird größtenteils aufgehoben.

Ungeklärt ist noch die Frage der Taxi-Plätze: Der Ortsbeirat 6 (Frankfurter Westen) hatte sich in seiner November-Sitzung auf Intervention der Taxi-Vereinigung dafür ausgesprochen, die Taxi-Stellplätze auf elf zu erweitern (wir berichteten). In den Umbauplänen sind bislang nur sechs Plätze vorgesehen; derzeit sind es – wenn sie keiner zuparkt – rein rechnerisch 14. Auch einige Parkplätze fallen weg.

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