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Eine Kuh ist Miss Deutschland

Der Brühlhof war das Ziel der Klasse 4 a der Georg-Kerschensteiner-Schule in Schwalbach. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Helga Hartwigk haben sich die Mädchen und Jungen im Rahmen des Projektes Zeitung in der Grundschule (ZING) erklären lassen, wie Kühe benotet werden, welche Milch sie geben, wie sie leben und wie eine Kuh Schönheitskönigin werden kann.
So sieht ein süßes Kälbchen aus, das sogar schon seine Ohrmarken mit der individuellen Nummer hat. So sieht ein süßes Kälbchen aus, das sogar schon seine Ohrmarken mit der individuellen Nummer hat.
Sulzbach. 

Alle Kühe von Manfred Uhrig in Sulzbach werden vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) klassifiziert und bekommen einen Notenwert. Dieser berechnet sich aus dem Milchtyp, der Körperausprägung, dem Fundament und dem Euter.

In Uhrigs Brühlhof gibt es zurzeit 13 Kälber, die zwischen einem Tag und vier Wochen alt sind. Sie werden zweimal am Tag gefüttert. Anfangs erhalten sie je zwei Liter Muttermilch und ab dem 8. Tag eine Art Müsli, das sich aus Maiskolben, Getreide und Mineralien zusammensetzt. Denn Kälber müssen langsam lernen zu fressen.

 

Pässe für gesunde Kälber

 

Am fünften Tag erhalten die Kleinen ihre Ohrmarken mit ihrer individuellen Nummer. Dabei wird auch gleich noch ein Hautfetzen herausgestanzt, der zur Untersuchung und Kontrolle in das Labor des LLH geschickt wird. Da kann man sehen, ob mit dem Kalb alles in Ordnung ist. Ist das Kalb gesund, wird ihm ein Pass mit allen wichtigen Daten ausgestellt.

„Die Kälber müssen trocken und isoliert stehen, damit sie nicht krank werden und später gute Milchkühe werden“, sagt Bauer Uhrig. Vier Wochen bleiben sie deshalb alleine in einer Box und kommen später in eine Fünfer- Gruppe. Sind sie drei bis fünf Monate alt, werden sie erneut in eine neue Gruppe „versetzt“. So rutschen die Jungtiere immer in den jeweiligen Gruppen weiter, bis sie zur Milchkuh werden. Man kann es also ein wenig mit den Klassenstufen einer Schule vergleichen.

Bauer Uhrig hat auf seinem Brühlhof 120 Kühe, 5 Bullen (davon 2 Zuchtbullen) und 170 Jungtiere. Manfred Uhrig erklärt, dass ein Jungtier zur Kuh wird, wenn es das erste Kalb wirft und die Milchproduktion in Gang gesetzt wird. Die Kuh ist dann etwa zwei Jahre alt. „Nach einem Jahr wird die Blutlinie geändert“, berichtet Uhrig weiter. Alle seine Kühe werden künstlich befruchtet. Für jede einzelne Kuh wird der passende Samen ausgesucht, um ein optimales Ergebnis zu bekommen. Auf dem Brühlhof gibt es hauptsächlich zwei Rassen von Kühen:

Da ist die Rasse Holsteins, die entweder schwarz-weiß oder rot-weiß gefleckt ist und etwa 11 000 Liter Milch im Jahr produziert. Ihre Milch hat einen Eiweißanteil von 3,5 Prozent und einen Fettanteil von 4 Prozent.

Die braunen Jersey-Kühe geben im Jahr etwa 8000 Liter Milch mit einem Eiweißanteil von 4 Prozent und einem Fettanteil von 6 Prozent.

Manfred Uhrigs ganzer Stolz ist die Jersey-Kuh Kendra. Sie ist in diesem Jahr in Lausanne (Schweiz) als beste Jersey-Kuh in Europa ausgezeichnet worden und ist seit vier Jahren die Miss Deutschland der Jersey-Kühe.

Jennifer Brauer, Hector Garing, Michelle Dumler, Jinu Baek, Melike Caliska und Marwan Akachach

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