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Harmonika-Orchester: Eine Reise durch die Musikgeschichte

Zum Streifzug durch das Frankfurter Musikleben mit Mozart, Bach und Strauss lud das Harmonika-Orchester Sindlingen ein.
Das Harmonika-Orchester Sindlingen spielte in der evangelischen Kirche in der Bahnstraße. Foto: Maik Reuß Das Harmonika-Orchester Sindlingen spielte in der evangelischen Kirche in der Bahnstraße.
Sindlingen. 

Orgel und Akkordeon haben viel gemeinsam: Beide erzeugen Klang durch Luft, werden über Tasten gespielt, verfügen über Register für unterschiedliche Klänge und die Möglichkeit, die Lautstärke zu verändern.

Üblicherweise werden Orgelstücke für Akkordeonspieler umgeschrieben. Das Sindlinger Harmonika-Orchester jedoch verzichtete bei seinem Herbstkonzert darauf und präsentierte den mehr als 90 Zuhörern in der evangelischen Kirche beim Stück „Festive Trumpet Tune“ von David German den originalen Orgelklang.

Das war aber die Ausnahme. Bei allen übrigen Stücken spielten die Musiker mit den vielen Möglichkeiten ihres Instruments. Besonders deutlich zeigte sich das bei Georg Philipp Telemanns Sonata in D-Dur. Feurig-fröhlich, getragen-harmonisch und lebendig mit frohem, hohem Schlussakkord ließen sich die unterschiedlichen Charaktere der drei Sätze auch für Laien leicht voneinander unterscheiden.

Bezüge zu Frankfurt

„Streifzug durch das Frankfurter Musikleben“ überschrieb das Orchester unter der Leitung von Manfred Klepper den Abend. Wolfgang Amadeus Mozart (Gastspiel in Frankfurt 1763), Georg Philipp Telemann (städtischer Musikdirektor und Kapellmeister der Katharinenkirche ab 1712), Edvard Grieg (Debüt als Pianist in Frankfurt 1883), Helmut Quakernack (erarbeitete das Stück „Transylvania“ mit rund 30 Akkordeonspielern aus der Region in Frankfurt) und Ernst Fischer (Schüler des Hoch’schen Konservatorium 1916 bis 1922) hielten sich tatsächlich für einige Auftritte oder viele Arbeitsjahre in Frankfurt auf. Von Johann Sebastian Bach ist zwar kein Besuch am Main belegt, jedoch liegen Notenmanuskripte des Meisters in der Musikabteilung der Stadt- und Universitätsbibliothek. Die jährliche Wiener Johann-Strauss-Konzert-Gala in Frankfurt schließlich bot den Anlass, seinen Kaiserwalzer ans Ende des abwechslungsreichen Abends zu setzen.

Nachwuchs mit dabei

Bachs Fantasia et Fuga g-Moll trugen Moderatorin Simone Polata und Manfred Klepper im Duett vor. Bei den übrigen Stücken kam jeweils das gesamte Orchester zum Einsatz. „Wir haben sogar Nachwuchsspieler dabei“, freute sich Ursula Sinschek, die Vorsitzende des Vereins. Manfred Klepper schrieb ihnen eigene Stimmen, so dass sie gut mit den erfahrenen Kollegen mithalten konnten.

Herzlichen Applaus erhielten Albert Füller und Martina Jakobi. Albert Füller wurde für 60 Jahre Mitgliedschaft im Verein geehrt. Obwohl er nur wenige Jahre aktiv spielte, hielt er dem Verein die Treue, besuchte Konzerte und Versammlungen und half auf vielfältige Weise als förderndes Mitglied. Martina Jakobi ist seit 50 Jahren aktives Mitglied des Sindlinger Harmonikaorchesters.

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