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Eine tolle Turnhalle

Von 500 Tonnen Stahl und 400 Tonnen Beton sind bereits verbaut, nun geht es an das Innenleben. Noch in diesem Jahr soll der Sportbetrieb wieder zurückkehren.
Freuten sich gemeinsam beim Richtfest: Ingrid Hasse, Axel Wintermeyer, Zimmermeister Michael Bombuch, Bürgermeisterin Gisela Stang und TV-Chef Manfred Blume (von links). 	Foto: Nietner Freuten sich gemeinsam beim Richtfest: Ingrid Hasse, Axel Wintermeyer, Zimmermeister Michael Bombuch, Bürgermeisterin Gisela Stang und TV-Chef Manfred Blume (von links). Foto: Nietner
Hofheim. 

„Viele haben was gemacht“, wollte TV-Chef Manfred Blume gestern nicht die Lorbeeren für das bereits Geleistete alleine ernten. Bis zum Richtfest der grundsanierten und ausgebauten Turnhalle an der Zeilsheimer Straße hatten schließlich nicht nur die Handwerker schon eine Menge Arbeit. Wie hoch einzuschätzen das Engagement der Mitglieder für ihre Halle ist, hob Bürgermeisterin Gisela Stang hervor. „Das gibt ein Wir-Gefühl innerhalb des Vereins, das Sie mit keinem Geld der Welt bewirken können.“ Das Zupacken zahlt sich auch in barer Münze aus. Auf 117 000 Euro bezifferte Stang, was die Mitglieder des TV 1860 an Eigenleistung erbringen. „Das ist schon ein richtiges Wort.“

Der Bürgermeisterin gab das Richtfest aber auch Gelegenheit, mit dem Lob für den Hofheimer Turnverein indirekt eine kritische Spitze in Richtung Wallau zu schicken: „Wir haben hier einen Verein, der genau weiß, was er will und der weiß, wie das umzusetzen ist,“ stellte Stang fest. Mit dem Konzept zur Hallensanierung unterstreiche der TV sein Bemühen um Inklusion und Integration und zeige so, dass es ihm nicht nur darum gehe, Sportarten zu betreiben, sondern an der Schaffung von Gemeinschaft mitzuwirken, befand die Rathauschefin.

Komplett barrierefrei

„Wir wollten ja ursprünglich eine neue, große Halle“, erinnerte Manfred Blume. Als Stang „damals gefragt hat: Warum saniert ihr nicht eure alte Halle und baut mit uns und dem Kreis in den Brühlwiesen eine kleinere neue Halle, haben wir sofort zugegriffen.“ Leicht, die Mitglieder zu überzeugen, sei es nicht gewesen, sagt Herbert Engelhard. Aber der Bauingenieur, der mit Blume und Gerhard Franke zum Kernteam der ehrenamtlichen Baubetreuer des Vereins gehört, sieht die Kritiker schwinden, je näher das Ziel rückt.

Gern zeigt er die entstehenden Räume, die sich auf vier Etagen verteilen. Dass alles barrierefrei und rollstuhlgerecht ist, Behindertentoiletten in jedem Stockwerk und Aufzug nicht fehlen, will Sport für alle möglich machen und hat auch schon den Behindertenbeirat begeistert. Im nun ausgebauten Dachgeschoss gewinnt der Verein neben Umkleiden, Duschen, Ruhe- und Sanitätsraum, Medienraum und Vorstandszimmer einen 233 Quadratmeter großen Gymnastikraum, der neben der 400 Quadratmeter großen Turnhalle und einem rund 90 Quadratmeter großen Raum im Ersten Stock für „ruhige Gymnastik wie Pilates“, so Engelhard, es mehr Gruppen denn je ermöglichen wird, die altehrwürdige Halle zu nutzen. Deren Grundstein wurde übrigens 1894 gelegt, 1924 und 1955 gab’s Erweiterungen.

„Ein Highlight in Hofheim“

„Das wird sicher eine ganz, ganz tolle Halle, ein Highlight hier in Hofheim“, urteilte Staatsminister Axel Wintermeyer. Vom Land, das bereits mit 200 000 Euro beteiligt ist, gab’s für die Einrichtung des künftigen Sanitäts- und Ruheraums noch ein Extra von 2500 Euro zum Richtfest. Kreisbeigeordnete Ingrid Hasse, die den erkrankten Landrat Michael Cyriax vertrat, erinnerte daran, dass auch der Main-Taunus-Kreis mit 208 000 Euro hilft, den auf 2,1 Millionen Euro veranschlagten Um- und Ausbau zu ermöglichen. Der Kreis drücke angesichts der Hallenengpässe „die Daumen, dass sie den Sportbetrieb nach den Sommerferien starten können“, so Hasse. Ziel von Manfred Blume ist das, auch wenn Bürgermeisterin Stang ihn da bremsen wollte. Doch der Vereinsvorsitzende, der mindestens so hartnäckig wie humorvoll sein kann, erläuterte, dass „nach den Sommerferien“ ja ein dehnbarer Zeitbegriff sei und er zudem gar nicht gesagt habe, in welchem Jahr. . . Die Lacher hatte er damit auf seiner Seite. Stang konterte, sie werde - wie alle anderen Gäste - gern zur Eröffnung wiederkommen - „in welchem Jahr auch immer.“

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