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Ende mit Kuschelwuschel?

Von Die beiden Kandidaten machen auch in der Verlängerung des Rennens um das Bürgermeisteramt Wahlkampf wie bisher. Friedlich und kollegial.
Christian Vogt (links) und Alexander Tulatz Christian Vogt (links) und Alexander Tulatz
Hofheim. 

Während Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD) und ihr Herausforderer Wolfgang Exner (CDU) am Wahlabend verkündeten, sie würden ihren Wahlkampf weiterführen wie bisher, rüstet der Hofheimer CDU-Vorsitzende Christian Vogt verbal auf: „Die Koalition ruht jetzt, und mir ist ein Bürgermeister Exner wichtiger als schwarz-rot.“ Die CDU will ab sofort nicht nur mit neuen Plakaten in die Schlacht für Exner ziehen, sie will auch mit Sachthemen punkten. Die SPD steht höchst verwundert daneben. „Aber das sind doch gemeinsame Themen, das haben wir doch schon gemeinsam beschlossen“, sagt der SPD-Vorsitzende Alexander Tulatz.

Thema Nummer 1 für den Wallauer Exner, so sein Mit-Wallauer Vogt, sei natürlich die Ländcheshalle. Da werde sich Exner jetzt noch positionieren und sehr explizit äußern, verspricht Vogt. Bislang haben sich Stang und Exner auch unisono so geäußert, dass sich der TV Wallau an der Finanzierung beteiligen müsse. Vogt aber sagt, während Stang verzögere, versuche Exner, das zur Lösung zu bringen. Ein weiteres Thema ist der Rosenberg. Exner möchte, dass dort ein Hotel bleibt, und wenn das nicht gehe, dann wolle er eine maßvolle Bebauung, sagt Vogt. Weitere Forderungen der CDU: „Wir wollen Ersatz für den Tegut an der Klarastraße, keine Öffnung der Neugasse und das Ostend vor Durchgangsverkehr schützen. Wir wollen keinen neuen Möbelmarkt in Diedenbergen, sondern nur qualifiziertes Gewerbe, wir wollen Container für die Taunusblickschule, und die HWB soll städtisch bleiben.“ Schließlich, so der CDU-Chef, habe sich Exner deutlich zur zweiten Nord-Süd-Querung für Hofheim geäußert, zu der auch ein Fahrradweg gehöre. Klar sei aber auch, dass die B 519 neu trotzdem im neuen Bundesverkehrswegeplan festgeschrieben werden müsse. Und so ganz schlussendlich wolle Exner ein Entschuldungskonzept aufstellen, um, so Vogt, „von den Schulden herunterzukommen, die Stang aufgehäuft hat.“

Das ist der einzige Punkt, wo Tulatz etwas sauer wird. „Nicht Stang hat die Schulden aufgehäuft, das war die CDU mit ihrer schwarz-gelben Koalition. Die hat die Parkhaus GmbH in den Sand gesetzt, und die eine Stunde freies Parken war ein CDU-Wahlgeschenk aus Steuergeldern. Die CDU soll sich mal an die eigene Nase fassen“, schimpft Tulatz, der ansonsten zu den CDU-Forderungen nur die Schultern zucken kann. „Für die Ländcheshalle gibt es bis zum Sommer eine Lösung, für den Rosenberg wollen alle ein Hotel. Wohnbebauung ist da noch völlig offen. Das sind alles gemeinsame Beschlüsse.“

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Für die Klarastraße in Marxheim sei eine Bauvoranfrage für einen Supermarkt gestellt worden. Einen Möbelmarkt in Diedenbergen wolle außer dem Möbelmarktbetreiber niemand, und dass die HWB städtisch bleibt, stehe im Koalitionsvertrag. Wenn Exner das Ostend vom Durchgangsverkehr freihalten wolle, müsse er nach Kriftel gehen und denen erklären, dass sie den ganzen Umleitungsverkehr vom Schmelzweg allein zu ertragen hätten. Dann erinnert er die CDU: „Die Container an der Taunusblickschule haben nur die Grünen gefordert, zum Schluss haben wir alle gemeinsam im Parlament beschlossen, dass das ergebnisoffen geprüft wird. Auch die CDU.“ Und auch zur B 519 neu, zu der sich Exner im Kandidatengespräch beim Kreisblatt schon nicht mehr so deutlich geäußert hatte, wie zuvor schon mal, sagt Tulatz: „Exner hat doch selbst gesagt, in den nächsten 15 Jahren tut sich da nichts.“

Er habe keine Ahnung, wo da eine klare Trennlinie sein solle, sagt Tulatz, der hinzufügt: „Auffällig ist aber, wie sich der Vogt an die Grünen ranschmeißt.“ Die CDU wirbt jetzt sogar mit grünen Äpfeln mit schwarzem Aufkleber für Exner. Damit verbindet Vogt aber wohl keine Botschaft: „Die hat uns unser Parteifreund Christian Seitz aus Kriftel besorgt.“

Stang und Exner indessen bleiben auf „Kuschelkurs“. Schon aus Gründen der Glaubwürdigkeit.

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