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Europäischer Kulturpreis für den Maestro

Von Hohe Auszeichnung für den Krifteler Künstler. In der süditalienischen Stadt Lecce wurde dem 65-Jährigen am Samstag die „Qualità e Merito“ verliehen – obwohl er selbst gesundheitlich passen musste.
Kriftel. 

Leider konnte der Künstler die Auszeichnung nicht persönlich in Empfang nehmen. „Ich hatte mich schon nach einem Flug erkundigt“, sagt der 65-Jährige, der vor zehn Tagen von der Nachricht „völlig überrascht“ worden war, dass er diese europäische Ehrung erhalten sollte. Doch ein grippaler Infekt, den er nicht auf die leichte Schulter nehmen wollte, zwang Barone, zu Hause in Kriftel zu bleiben und von der anstrengenden Reise abzusehen. Stattdessen habe eine Bekannte am Samstag den Preis für ihn entgegengenommen, sagte Barone im Gespräch mit dem Kreisblatt.

Die 28. Vergabe

Auch wenn er persönlich nicht an der Feierstunde in Lecce habe teilnehmen können, so sei er doch sehr stolz auf diese Auszeichnung. Zum 28. Mal ist der europäische Kulturpreis „Qualità e Merito“ (auf Deutsch: Qualität und Verdienst) vom europäischen Kulturzentrum „Aldo Moro“ und dem europäischen Lehrer-Verband (Association Europèenne des Enseignants) in den Sparten Kunst, Kommunikation, Solidarität und Engagement für Europa verliehen worden.

Für die Sparte Kunst fiel in diesem Jahr die Wahl auf Barone. „Für das hervorragende Talent des Künstlers Rocco Barone, der in Italien und im Ausland tätig ist, spricht ein reiches und stetiges Schaffen, das sowohl Werke aus der Malerei als auch Skulpturen und öffentliche Kunstdenkmale enthält“, heißt es in der Begründung der Jury. „Sein tiefes Empfinden und seine Wahrnehmung erlauben es ihm, alle Vibrationen der umfangreichen Farb- und Formskala wahrzunehmen und meisterhaft in kreative Handlungen umzusetzen.“ Die Jurymitglieder sehen in Barone sogar „einen bedeutendsten Vertreter der zeitgenössischen Kunst“.

Für den Krifteler ist der Preis eine Bestätigung seiner Stilrichtung „Deformation“, die er seit 1975 mit den unterschiedlichsten Techniken umsetzt. Zunächst deformiert er seine Stücke, wendet verschiedene Perspektiven an und bezieht am Ende auch die Leinwand mit ein. Die geschwungene Formveränderung der Leinwand lässt zunehmend das Bild zum Objekt werden.

Am 7. Januar 1949 in Alezio geboren, besuchte Barone in Lecce die staatliche Kunsthochschule mit dem Schwerpunkt Malerei, wo er die Ausbildung mit der Verleihung des Titels „Maestro d’Arte“ abschloss. Anschließend studierte er vier Jahre an der Akademie der schönen Künste in Rom (Fachrichtung Bühnenbild). Nach erfolgreichem Abschluss arbeitete er als Künstler in Rom. Seither war er in Italien bei unzähligen Ausstellungen vertreten, und das Land ehrte ihn seinerseits mit hohen Auszeichnungen.

Unterricht und Bildband

Seit 1975 lebt der Künstler mit seiner Familie in Kriftel. 1978 machte Barone die Prüfung für die Lehrberechtigung im Fach Kunsterziehung in Rom. Im gleichen Jahr hat Barone in Hochheim zum ersten Mal seine Bilder öffentlich präsentiert. In den 80er Jahren schaffte er durch verschiedene Ausstellungen und Kunstaktionen seinen Durchbruch in Deutschland

Ende 2012 hat er einen Bildband herausgegeben, in dem er auf 160 Seiten die für ihn wichtigsten Beispiele aus den verschiedenen Phasen seines Kunstschaffens präsentiert.

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