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„Exotischer“ Kita-Standort

Von Genau genommen heißt der künftige Träger der Kita in der Gemarkung Schokoladenfabrik „Frankfurter Verein zur Unterstützung berufstätiger Eltern“.
Der Kita-Rohbau ist neben dem verbliebenen Sarotti-Schornstein errichtet worden. Der Kita-Rohbau ist neben dem verbliebenen Sarotti-Schornstein errichtet worden.
Hattersheim. 

Das Neubaugebiet auf dem ehemaligen Sarotti-Gelände lockt viele junge Familien an. Den entstehenden Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen soll eine neue Kita neben dem früheren Werkstattgebäude abdecken. Der Träger der Betreuungseinrichtung steht mittlerweile fest: Es ist der Frankfurter Verein zur Unterstützung berufstätiger Eltern.

 

Vernetzung geplant

 

Der 1978 gegründete Unterstützungsverein ist in Hattersheim kein Unbekannter: Der Kita-Träger betreibt schon eine U 3-Betreuung in der Kinderkrippe „Kartoffelkiste“ am Marktplatz. Dass der Frankfurter Verein sein Angebot nach Hattersheim ausweitete, sei eher ungewöhnlich, meint Bereichsleiterin Sabine Drexler-Wagner. Die Pädagogin bezeichnet die Rosenstadt als „Exot“ unter den mehr als 50 Betreuungsstandorten. Die Übernahme der „Kartoffelkiste“ sei vor fünf Jahren durch Kontakte zur Stadtverwaltung zustande gekommen. Da man Hattersheim nun kannte, beteiligte sich der Verein auch an der Ausschreibung für die neue Tagesstätte. Sabine Drexler-Wagner findet es hilfreich, mehr als eine Einrichtung in Hattersheim zu betreiben. Dies ermögliche es dem Verein, Synergieeffekte zu nutzen. Die Bereichsleiterin denkt dabei unter anderem an gemeinsame Fortbildungen für die Angestellten beider Einrichtungen. Außerdem sei vorstellbar, dass sich die Mitarbeiter im Krankheitsfall aushelfen können.

Extra: 2000 Betreuungsplätze

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist schon seit vielen Jahren ein Problem. Um dem Mangel an Betreuungsplätzen entgegen zu wirken, gründete eine Frankfurter Elterninitiative im Jahr 1978

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„Vernetzung ist alles“, betont Sabine Drexler-Wagner und denkt dabei nicht nur an die Zusammenarbeit der eigenen Einrichtungen: Der Verein möchte auch mit dem nahe gelegenen Seniorenwohnheim am Hessendamm kooperieren. Eine Begegnung zwischen Alt und Jung sei für beide Seiten vorteilhaft, findet die Pädagogin. Als mögliches Projekt nennt sie unter anderem die gemeinsame Gartenarbeit.

 

Individuelle Weltsicht

 

Der Verein zur Unterstützung berufstätiger Eltern hat ein Rahmenkonzept für alle seine Einrichtungen ausgearbeitet: Darin ist das Ziel formuliert, Kinder zu selbstbewusstem und selbstverantwortlichem Handeln anzuleiten. Kinder sollen als eigenständige Persönlichkeiten mit individueller Weltsicht respektiert werden. Dazu gehöre die Betreuung ohne geschlossene Gruppen, erläutert Sabine Drexler-Wagner. Die kleinen Besucher der Einrichtung sollen die Möglichkeit haben, sich frei zwischen den Räumen zu bewegen. Die Kita im Hattersheimer Schokoladenquartier wird eine der größten Einrichtungen unter dem Dach des Unterstützungsvereins. Die Einrichtung soll drei Kindergartengruppen mit jeweils 25 Plätzen beherbergen sowie drei U 3-Gruppen mit jeweils 12 Plätzen. Um das Betreuungsangebot wie geplant umzusetzen, werden dringend Pädagogen benötigt. Der Verein sucht nach 15 Fachkräften und hat es dabei nicht leicht: Es gebe keine Erzieher mehr auf dem Arbeitsmarkt, seit die U 3-Betreuung in der Region ausgebaut wurde, erklärt Sabine Drexler-Wagner.

Zum Jahreswechsel soll langsam damit begonnen werden, die ersten Kinder aufzunehmen. „Man kann nicht aus dem Stand heraus sechs Kita-Gruppen besetzen“, erklärt Sabine Drexler-Wagner das schrittweise Vorgehen. Der Betreuungsverein hat eine Betriebserlaubnis für den 1. Dezember beantragt.

Wie die Einrichtung dann heißen soll, steht noch nicht fest. Der Verein möchte den Namen gemeinsam mit der Einrichtungsleitung beschließen.

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