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Extra: Bürger-Rundgang: zwei Projekte in Warteschleife, Sorgen am Klosterweg

In einer ehemaligen Bäckerei am Bahnhof hat Albrecht Kündiger sein Wohndomizil. „Ich habe schon das Gefühl, dass ich mich in Hornau auskenne“, sagt der Rathauschef bei einem Rundgang mit den „Bürgern für Hornau“ – um aber mit Blick auf die Stadtteil-Experten anzufügen: „Man erfährt bei allen Begegnungen mit den Bürgern etwas Neues.“ Deshalb sei es ihm wichtig, die von seinem Vorgänger Thomas Horn bereits geschätzten Rundgänge fortzusetzen. „Ich habe ein großes Interesse an der Stärkung der Stadtteile.“

„Die ist voller Sprünge“

Und doch muss er gleich zu Beginn der Tour mitteilen, dass die langersehnte Sanierung der Hornauer Straße erneut geschoben werden soll. „Das gefällt mir nicht“, betont Kündiger, doch die angespannte Lage lasse das derzeit kaum zu, wenn es nicht noch ein Hintertürchen gibt (siehe Haupttext). Ob es denn 2017 dann etwas damit werde, haken die Hornauer nach. „Ich halte nichts davon, es zu versprechen“, sagt Kündiger.

Dabei stehen und fallen zwei Projekte der „Bürger für Hornau“ mit dieser Straßensanierung. Denn mittelfristig soll der Platz zwischen Vereinshaus und Bushaltestelle umgestaltet werden. Erste Pläne gibt es schon, doch es ergebe nur Sinn, das in Angriff zu nehmen, wenn die Straße ohnehin aufgerissen wird, sind sich Verein und Bürgermeister einig. Gleiches gilt wohl für die Restaurierung der Madonna-Statue an der Hornauer Straße. Hier wurden bereits Bedenken geäußert, die Figur könne leiden, wenn die Bauarbeiten laufen. „Die ist voller Sprünge“, zeigt Vereinsvorsitzender Michael Jung auf die ramponierten Stellen, als der Tross dort angekommen ist. Wenn die Straße dran ist, müsse die Figur geschützt oder abgebaut werden. „Wir sehen eine Verschönerung als wünschenswert an“, betont Jung. Der Verein würde versuchen, das finanziell zu stemmen. Die Stadtverwaltung nimmt nun Kontakt mit einem Steinmetz auf.

Container-Problem

Wohl keine Lösung gibt es für den Container-Standort beim Rewe-Markt. Hier stören die Behälter bei der Einfahrt auf die Straße „Im Flachsland“, zudem versperren sie einen Parkplatz. Eine Verlegung soll zwar geprüft werden. Doch Kündiger macht deutlich, dass die Container direkt beim Supermarkt am praktischsten seien. Dass der Ort noch einen Markt mitten im Wohngebiet habe, „da beneiden uns viele drum“, sagt der Bürgermeister. Gemeinsam mit Vereinschef Jung appelliert er an die Bürger, hier einzukaufen, damit nicht dieser Rewe in Gefahr gerate.

Ein Ärgernis ist derzeit der Fußweg zum Kloster. Erst vor wenigen Jahren wurde er hergerichtet, doch immer wieder liege dort reichlich Müll herum, weiß Jung. Auch die Stadt ist informiert, dass die Ecke als Treffpunkt von Jugendlichen genutzt wird. „Wir haben das Thema erkannt und arbeiten mit der Jugendarbeit daran“, berichtet Kündiger. Jetzt aber mehr Mülleimer aufzustellen – das sei nicht so einfach, zumal die Haushaltsmittel im Bereich „Sauberkeit“ für dieses Jahr gekürzt worden seien. Doch sein Ziel sei es schon, lieber Körbe zu installieren als abzubauen. Dabei werde er die Hornauer Sorgen in einem „besonderen Blickwinkel haben“, verspricht Kündiger. Ebenso wie er zusagt, am Weg zu Roten Mühle nach dem Rechten sehen zu lassen. Denn dort werden immer mal wieder Grünmüll unerlaubt entsorgt, berichtet ein Bürger.

( wein)
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