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Fit von Kopf bis Fuß

Es ist fast sechs Jahre her, dass erstmals über eine Art „Generationen-Spielplatz“ diskutiert wurde. Nun ist das Vorhaben verwirklicht.
Ursula Kienast lotet aus, wie dieses Gerät funktioniert. Es ist die sogenannte „Arm-Rotation“ und Teil des neuen „Fitnessparks“, der sich am Mittelweg (Hans-Bernhard-Reichow-Weg) befindet.	Foto: Hans Nietner Ursula Kienast lotet aus, wie dieses Gerät funktioniert. Es ist die sogenannte „Arm-Rotation“ und Teil des neuen „Fitnessparks“, der sich am Mittelweg (Hans-Bernhard-Reichow-Weg) befindet. Foto: Hans Nietner
Schwalbach. 

Die vier neuen, seniorengerechten Fitness-Geräte waren bei der Einweihung am späten Donnerstagnachmittag im Dauerbetrieb. „Oh, das geht ja leicht, und man sitzt so bequem, aber die Beine müssen beim Beugen und Strecken ganz schön arbeiten“, lautet das Urteil der ersten Tester am Trainingsgerät für die Beinmuskeln.

„Echte Bereicherung“

Seniorin Hildegard Wahlandt macht noch Gymnastik und geht jeden Tag spazieren. Sie sagte: „Die Geräte sind eine echte Bereicherung, wenn man sich im Alter bewegen will.“ An die 60 Menschen, vorwiegend Senioren, waren in den kleinen Park (neben der Kita Badener Straße) am Hans-Bernhard-Reichow-Weg (Mittelweg) gekommen, um das jahrelang umstrittene Angebot unter die Lupe zu nehmen. Die Geräte machen Spaß, das war unübersehbar.

„Eigentlich haben wir noch keinen offiziellen Namen für den Platz“, sagte Bürgermeisterin Christiane Augsburger. „Der Arbeitstitel war mal Senioren-Spielplatz, weil es so in anderen Kommunen heißt. Später war die Bezeichnung Mehrgenerationen-Platz im Gespräch.“ Sie finde „den Namen Generationen-Fitness-Platz ganz gut, weil die Bezeichnung Spielplatz nicht zutreffend ist“, sagte die Rathauschefin zum Kreisblatt. „Wir haben den Platz endlich, und die Geräte stehen hier an einem guten Standort. Das ist vor allem der Hartnäckigkeit des Seniorenbeirats zu verdanken.“ Augsburger lobte den früheren Vorsitzenden Karlheinz Uhl und dessen Nachfolgerin Monika Schwarz. Beide strahlten: „Dass zur Einweihung so viele Leute da sind, überrascht uns jetzt selbst.“

Karlheinz Uhl betonte: „Bewegung ist gerade im Alter für die Gesundheit und das Allgemeinbefinden noch so wichtig. Viele Senioren verzichten aber darauf, weil sie zu wenige Angebote finden oder sich ,anches – etwa einen Gymnastikkurs – nicht mehr zutrauen. Der Platz hier ist frei zugänglich und die Geräte können in Ruhe ausprobiert werden.“ Monika Schwarz ergänzt: „Mit den Geräte kann man viele Körperpartien vom Kopf bis zu den Füßen trainieren, die ansonsten zu wenig gefordert werden. Jeder kann sich aussuchen, wo er sich stärken will.“

Dass es Ablehnung gegenüber dieser Art eines Fitness-Platzes gab und das Anliegen mitunter noch immer belächelt wird, können frühere und jetzige Seniorenbeiratsmitglieder nicht nachvollziehen. „Wir mussten lange dafür kämpfen“, sagten Uhl und Schwarz.

Bürgermeisterin Augsburger, die nach ihrem ersten Amtsantritt 2008/2009 eine ähnliche Idee vorgebracht hatte, aber keine politischen Mehrheit dafür fand, war für die Initiative des Seniorenbeirats, einen solchen Platz zu schaffen, sofort zu haben. Erste Versuche, Geld dafür im Haushalt zu verankern, scheiterten. Erst für den Haushalt 2013 gab das Stadtparlament grünes Licht: Allerdings wurden die vom Magistrat beantragten 25 000 Euro halbiert. 12 500 Euro wurden nun ausgegeben.

Folgt noch die Altstadt?

Die Standortsuche war problematisch, die Geräte standen schon seit Monaten im Bauhof bereit, ehe das Mittelweg-Areal ausgedeutet wurde. Unterstützt von der Gleichstellungsbeauftragte Ulrike Karbe, die im Rathaus für die Realisierung zuständig war, hatte der Seniorenbeirat zuvor ähnliche Anlagen und Geräte begutachtet und geprüft. „Wir würden gerne auch Sportgeräte für Senioren in der Altstadt anbieten“, sagt Monika Schwarz.

(ku)
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