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Nach Insolvenz: Fitnessanlage im Gewerbegebiet wird auf Vordermann gebracht

Von Die neuen Eigentümer wollen das einst positive Image des Namens Multisports in Wallau wieder beleben. Das kostet zunächst einmal eine halbe Million Euro.
Hier sollen die Bälle wieder fliegen: Geschäftsführer Holger Schulze vor dem Beachvolleyballfeld. Foto: Maik Reuß Hier sollen die Bälle wieder fliegen: Geschäftsführer Holger Schulze vor dem Beachvolleyballfeld.
Wallau. 

Ursprünglich war die Vital AG durch ihr Tochterunternehmen, die Purfitness GmbH, lediglich Mieter in Wallau. Früher lief das Haus unter dem Namen Multisports, dann wurde daraus die Halle 25. Der Wechsel sollte der Einrichtung, in der man eine ganze Reihe von Sportarten betreiben kann, neuen Schub geben, dauerhaft genutzt hat es nichts. Denn im vergangenen September musste die Betreiberfirma Insolvenz anmelden.

Damit war auch der Fortbestand der Filiale des Fitnessstudios Purfitness in Frage gestellt, in Insolvenzfällen zählt ein Pachtvertrag nämlich nicht viel. „Bevor wir rausgeworfen werden, kaufen wir die Halle“, schildert Holger Schulze, Geschäftsführer der Vital AG, seine Überlegungen. Wobei die Vital AG den Namen und die Ausstattung kaufte, die Halle durch ein anderes Tochterunternehmen der Firmengruppe erworben wurde.

Für die Nutzer sind solche betriebswirtschaftlichen Details freilich weniger interessant. Ihnen ist wichtiger, dass die gesamte Anlage auf einen modernen Stand gebracht wird. Denn der Renovierungsstau ist unübersehbar. Noch stauben im Treppenhaus Kunststoffpflanzen ein, die dort in den 1980er Jahren aufgestellt wurden. Die Umkleiden, so weit sie noch nicht renoviert sind, versprühen den Charme noch länger zurückliegender Zeiten. Der Eingangsbereich wartet mit dem Ambiente einer Baustoffhandlung auf. Und im Untergeschoss stehen die halbfertigen Gipskartonwände, die einmal ein Saunabereich werden sollten.

Jetzt wird das alles mehr als nur aufgehübscht. Es gibt neue Räume für Fitnesskurse und neue Umkleiden, eine neue Heizung und neue Beleuchtung. Verschiedene Angebote werden im Haus neu platziert, Dinge gestrichen, die nicht funktionieren. Ein Beach-Fußballfeld zum Beispiel wurde kaum genutzt, während die Hallenfelder mit Kunstrasen gut ausgelastet sind. Angeboten werden unter anderem Squash und Badminton, Spinning- und Fitnesskurse, Yoga, Zumba und Spezialitäten wie das trampolinbasierte Ganzkörpertraining „Jumping Fitness“.

Keine Trends

Dabei will Geschäftsführer Holger Schulze ausdrücklich nicht irgendwelchen Trends hinterherlaufen. „Trends haben den Nachteil, dass sie auch wieder abflauen“, sagt er. Die Vital AG möchte die Anlage dauerhaft besser auslasten. Da die Branche insgesamt seit Jahren beständig wächst, sieht Schulze auch gute Chancen. Dass die Vereine vieles günstiger anbieten, was den Fitnessstudios Konkurrenz macht, sieht er eher gelassen.

Firmen im Fokus

Im Fokus hat Schulze vor allem Firmen, Vereine, Schulklassen und andere Gruppen. Gerngesehene Kunden sind Chefs von IT-Firmen, die den ganzen Mitarbeiterstab zum Beach-Volleyballturnier einladen. Solche Dinge sind aktuell sehr im Kommen. Multisports stellt dabei auf Wunsch nicht nur die Anlage zur Verfügung, sondern liefert auf Wunsch jede Menge Service rundherum, vom Catering bis zur Turnierplanung. Ziel ist vor allem, in den eher besucherschwachen Zeiten im Sommer mehr Sportbegeisterte anzulocken. Denn Geld verdienen solche Einrichtungen zumeist im Winter.

500 000 Euro will die Vital AG in Wallau verbauen – demnächst soll es richtig losgehen, wenn das Brandschutzkonzept behördlich abgesegnet worden ist. Bewusst haben sich die Macher der Vital AG dafür entschieden, den laufenden Betrieb für die Arbeiten nicht zu unterbrechen. „Die Leute stört das nicht, sondern freuen sich, dass endlich etwas passiert“, hat Schulze festgestellt. Mit voller Absicht wurde auch der Name Multisports übernommen. Der habe einen guten Klang in der Region gehabt und solle ihn auch wieder bekommen, so Schulze. Später könnte die Halle – mit 10 000 Quadratmetern Nutzfläche übrigens eine vergleichsweise große Einrichtung – auch von außen eine neue Optik bekommen. Vorerst werden sich die Veränderungen außen auf den Eingangsbereich und zusätzliche Parkplätze beschränken.

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