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Flüchtlinge kommen ins Atrium

Der Wunsch der Schwalbacher Politik war es mal, die Asylbewerber dezentral unterzubringen. Das erweist sich als nicht machbar.
Schwalbach. 

Nun ist es raus. Ab 8. Februar wird die Stadt Schwalbach „gut 160 Flüchtlinge direkt hier in der Stadt unterbringen“. Das teilten Bürgermeisterin Christiane Augsburger und die Pressestelle des Rathauses gestern mit und ergänzten: „Das erste Gebäude, das dafür infrage kommt, ist das Atrium-Gebäude am Westring.“

Das 2014/15 umfangreich modernisierte Atrium ist ein Vereins- und Veranstaltungsgebäude, das sich neben der Friedrich-Ebert-Schule befindet. Es dient schon seit Jahren einigen Vereinen und örtlichen Gruppen dafür, dort Trainingseinheiten zu absolvieren oder Konzerte zu veranstalten. Nutzer sind zum Beispiel der Tanzsportclub und der Rock-Club.

Die Bürgermeisterin sagte am Freitagnachmittag auf Anfrage, dass die Nutzung durch die Vereine nicht beeinträchtigt werde. Sie könnten die Räume im Atrium weiter nutzen. Es ist nach Augsburgers Angaben dennoch möglich, im Atrium etwa 160 Menschen unterzubringen. Allerdings müssten Dusch- und WC-Container aufgestellt werden. Duschen sind in dem Gebäude nicht vorhanden. Die Zahl der Toiletten reiche nicht aus.

Schwalbach stellt das Atrium auf Druck des Main-Taunus-Kreises hin zur Verfügung. Zwar leben derzeit etwa 90 Flüchtlinge und Asylbewerber in der Stadt. Aber eigentlich müsste Schwalbach sehr viel mehr Personen unterbringen. Das weiß das Landratsamt und hat den Schwalbachern nun eine Frist gesetzt, bis zu der sie eine geeignete Unterkunft bereitstellen müssen. Dieses Datum ist der 8. Februar (wir berichteten). Wieso fiel die Wahl aufs Atrium? „Es ist eine Frage der Alternative“, antwortete Augsburger gestern. In Schwalbach gebe es nicht viele Möglichkeiten.

Neben dem Atrium existiert seit dem vorigen Jahr eine doppelstöckige Container-Anlage, in der nach Augsburgers Angaben 45 Flüchtlinge leben. Diese Einrichtung soll erweitert werden. Auch „Am Erlenborn“ ist eine Flüchtlings- und Asylbewerber-Unterkunft in Planung. Es sei nun am MTK, diese Baumaßnahmen zügig umzusetzen, forderte die Bürgermeisterin gestern.

Für Montag, 1. Februar, 19.30 Uhr, lädt die Stadt zu einem Informationsabend ein (großer Saal des Bürgerhauses, Marktplatz 1-2). Thema ist die Flüchtlingsunterbringung im Atrium.

(ask)
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