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Bürgerinitiative für Umweltschutz Hattersheim: Fluglärm-„Ausreißer“ sollen nicht toleriert werden

In Eddersheim ist es lauter als erlaubt, sagt die Bürgerinitiative für Umweltschutz. Der Magistrat soll sich darum kümmern, sagen die Stadtverordneten.
Foto: Maik Reuß Foto: Maik Reuß Foto: Maik Reuß
Hattersheim. 

Die Grafik, die die Bürgerinitiative für Umweltschutz Hattersheim (BFU) angefertigt hat, ist ganz eindeutig. Da gibt es eine lila eingezeichnete Grenze der Nachtschutz-Zone, die Eddersheim nur im äußersten Süden berührt, dort stehen fast nur Gewerbebauten, kaum Wohnhäuser. Die damit verbundenen Lärmobergrenzen werden aber deutlich darüber hinausgehend nicht eingehalten. Mehr Fluglärm als zugesagt gibt es demnach südlich einer gedachten Linie, die von der Schleuse bis zu den großen Wohnblocks am östlichen Ortsrand führt. In einem Viertel des Ortes werden damit die Grenzwerte überschritten, und lauter als gedacht ist es wohl zudem in einigen Bereichen von Eddersheim.

Die Bürgerinitiative beruft sich dabei übrigens auf Messwerte, die die Fraport selbst veröffentlicht hat. Eventuell hat der Flughafenbetreiber nicht mit der Aufmerksamkeit der BFU gerechnet. Die habe auf Vergrößerungen der Pläne die Überschreitung der Grenzwerte festgestellt, sagte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Winfried Pohl im Bau- und Umweltausschuss. Und: „Dem Vernehmen nach hält die Fraport diese Verlagerung der Linien für geringfügige Ausreißer.“

Tatsächlich aber würden erheblich mehr Eddersheimer vom Lärm betroffen als bisher mitgeteilt, heißt es in der Begründung eines gemeinsamen Antrages von SPD und Grünen: „Diesem ist unbedingt nachzugehen.“ Das sehen auch die anderen Parteien so, die den Vorstoß lieber als gemeinsamen Antrag verabschiedet hätten. Aber auch mit allein rot-grüner Unterschrift fand das Papier die Zustimmung aller.

Demnach soll der Magistrat die für die Beaufsichtigung des Flughafenbetriebes zuständigen Gremien auffordern, den Flugbetrieb auf die Einhaltung der zulässigen und prognostizierten Werte hin zu überprüfen. Überschreitungen dürften nicht hingenommen werden. Auch auf höherer politischer Ebene müsse man sich seiner Fürsorgepflicht für die Menschen bewusst sein.

„Da haben sie recht, das sehen wir genau so“, pflichtete CDU-Fraktionschef Michael Minnert bei. „Werte, die im Genehmigungsverfahren festgelegt wurden, müssen eingehalten werden“, ergänzte SPD-Mann Marek Meyer. Es kann als Formsache gelten, dass der Antrag in der kommenden Woche auch in der Stadtverordnetenversammlung eine klare Mehrheit bekommen wird.

(bt)
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