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Kinderrechte: Frankfurter Kinderbüro präsentiert Kampagne für 2018

In diesem Jahr wurde den Kinderrechten in Frankfurt erstmals eine eigene Kampagne gewidmet. Gestern wurde das Programm für 2018 vorgestellt. Dann wird sich alles um das Recht auf Information und um Meinungsfreiheit drehen.
Die Grundschüler des Kinderzentrums Kelsterbacher Straße werben in der Stadtteilbibliothek Griesheim für die neue Kampagne und jubeln entsprechend. Bilder > Foto: Maik Reuß Die Grundschüler des Kinderzentrums Kelsterbacher Straße werben in der Stadtteilbibliothek Griesheim für die neue Kampagne und jubeln entsprechend.
Frankfurt. 

Die knapp 20 Grundschüler aus Niederrad jubeln für ihre Rechte – und für die Kampagne „Stadt der Kinder“. Mutig tragen sie gemeinsam einen Rap vor, in dem sie den Erwachsenen erklären, dass sie ernstgenommen werden wollen. Lautstark singen sie die Zeilen „Kinder haben Rechte. Ein jedes auf der Welt“ in zahlreiche Kameras.

Schon im Juni gezeigt

In der Stadtteilbücherei Griesheim führten sie gestern noch einmal auf, was sie schon im Juni zum Besten gegeben haben. Sie waren Teil der Kinderrechtekampagne „Stadt der Kinder“, die es seit diesem Jahr in Frankfurt gibt. In Griesheim wurde gestern der neue Schwerpunkt für 2018 vorgestellt.

Die Paragrafen der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen haben die selbe Gültigkeit wie andere Bundesgesetze. „Die Kampagne soll Kinder ebenso wie alle Erwachsenen über diese Rechte informieren“, sagt Barbara Scharf vom Frankfurter Kinderbüro. Dafür wurden in über 30 verschiedenen Stadtteilen insgesamt 55 verschiedene Aktionen initiiert. Um diese Bandbreite zu bieten, gab es Kooperationen mit Museen, der Stadtbücherei, dem Zoo, dem Palmengarten, Freiwilligen Feuerwehren und vielen mehr. Wer im kommenden Jahr eine Aktion anbieten möchte, kann sich dafür ab sofort bewerben. Die Voraussetzungen , sowie den Anmeldebogen gibt es unter www.frankfurt-mein-zuhause.de im Internet.

Doch nicht nur mit Aktionen wie Malen, Basteln, oder Theater spielen soll auf Kinderrechte aufmerksam gemacht werden. „Zusätzlich wird jedes Kind eine Info-Broschüre bekommen“, erzählt Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der die Schirmherrschaft für die Kampagne übernommen hat. Diese Broschüre zeigte er gestern auch den Grundschülern. In einfacher Sprache und mit großen Bildern wird dort erklärt, was Kinder alles dürfen, zum Beispiel spielen oder Geheimnisse haben. Die Info-Hefte gibt für Kindergartenkinder, Grundschüler und auch für Kinder ab elf Jahren in verschiedenen Ausgaben.

„Natürlich hoffen wir, dass solche Aufklärung irgendwann nicht mehr nötig ist“, sagt Michaela Staufer, die für das Netz der dezentralen Bibliotheken in Frankfurt zuständig ist. Vermutlich sei es aber eine nie endende Aufgabe, denn jede Generation an Kindern müsse neu lernen, dass sie Rechte haben und zu wem sie mit ihren Fragen kommen können.

Eigene Meinung haben

Jedes Jahr soll ein Recht besonders hervorgehoben werden. Im Jahr 2017 stand die Diskriminierungsfreiheit im Mittelpunkt, der Schwerpunkt für kommendes Jahr wurde gestern bekannt gegeben: Dreh- und Angelpunkt werden im nächsten Jahr die Paragrafen 13 und 17 sein. Dort wird Kindern zugesichert, dass sie sagen dürfen, was sie denken und sich alle nötigen Informationen beschaffen dürfen, die sie brauchen, um sich eine eigene Meinung zu bilden.

Mit diesen Themen können sich Kinder gemeinsam mit ihren Eltern vom 28. Mai bis zum 1. Juni informieren. Rund um die Zentrale Veranstaltung am 30. Mai wird es auch diesmal Aktionen in ganz Frankfurt geben. Das konkrete Programm wird im kommenden April bekannt gegeben.

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