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„Freude an Musik und Gesang ist geblieben“

Für die Zukunft ist der älteste Verein im Ort gut aufgestellt. Allein im Projektchor tummeln sich immerhin 15 Neulinge.
Beim Festkommers des Gesangvereins „Union“ in der Kultur-Scheuner trat auch der Projektchor erstmals auf.	Foto: Reuß Beim Festkommers des Gesangvereins „Union“ in der Kultur-Scheuner trat auch der Projektchor erstmals auf. Foto: Reuß
Liederbach. 

Dass die Sonne warme und helle Sonnenstrahlen auf die Kulturscheune warf, als die „Union“ gestern ihren Geburtstag feierte, war sicher ein Zufall. Allerdings ein passender. So können wohl viele Liederbacher bestätigen, dass der Gesangverein seit jeher ähnlich wohltuend wirken kann, wie warme Sonnenstrahlen: Immerhin bereichern die Sänger seit 150 Jahren das Leben im Ort. Sie tragen Musik im Herzen, ein Lied auf den Lippen und bringen die Liederbacher mit schönen Melodien seit der Vereinsgründung auf Festen zum Tanzen, Schunkeln und Träumen. Kein Wunder also, dass der Verein bei der akademischen Feier zu seinem runden Geburtstag genau das tat, was er am besten kann: Die Sänger präsentierten schöne Kompositionen, und das Akkordeonorchester sorgte mit einem Medley bekannter Musicalhits für eine tolle Stimmung in der Kulturscheune.

„Dum, dum, dum, dum, dum, dum, dum – Sunny yesterday my life was filled with rain. Sunny, you smiled at me and really eased the pain“, diese Zeilen samt passender Melodie werden bei einigen Besuchern wohl der Ohrwurm gewesen sein, der sie gestern den Tag über hartnäckig begleitete. So schön und stimmig hatte ihn der Chor „Just-for-Fun“ präsentiert. Überhaupt glänzten die Ensembles in ihrer Feierstunde und sorgten mit Auftritten für kurzweilige Stunden. Gefühlvoll spielte das Akkordeonorchester das anspruchsvolle und spannende Musical-Potpourri. Bei so viel Musik durfte Tanz freilich nicht fehlen, der von den Landfrauen geliefert wurde. Durch das Programm führte Sigi Stark. Mit ihren lockeren Moderationen gelangen die Übergänge reibungslos. Von den drei Gesangsensembles gab es unter der Leitung von Henning Schütz unter anderem „Seemann lass das träumen“, „Ich wollte nicht erwachsen werden“ und „Thank you for the Music“ zu hören.

Den Rahmen bildeten die Reden von Repräsentanten befreundeter Vereine, der Kirchengemeinden sowie der Politik. So gratulierten Landrat und Schirmherr, Michael Cyriax, sowie Bürgermeisterin Eva Söllner dem Verein und dankten den Ehrenamtlern für ihr Engagement. Die Rede des Vereinsvorsitzenden Helmut Haist fiel am Sonntagmittag vergleichsweise kurz und bündig aus. „Unser Herz schlägt für Liederbach, und unsere Stimmen erklingen für Liederbach“, verkündete er. Statt die Vereinsgeschichte in den teilweise stürmischen, wechselvollen und manchmal schreckensreichen Zeiten der Weltgeschichte zu rekapitulieren, fasste er 150 Jahre „Union“ mit folgenden Worten zusammen: „Was geblieben ist, ist die Freude an der Musik und am Gesang, er auch nach 150 Jahren erschallt.“ Haist betonte, wie sehr es ihn freue, dass ihm um die Zukunft des Vereins mit seinen drei Gesangsensembles und der Akkordeongruppe mit mehreren Ensembles nicht bange sei.

Mit dem Jubiläumswochenende ist der Vereinschef vollauf zufrieden. „Um die 400 Besucher waren da. Die Halle war voll und hat gekocht“, sagte er über das Konzert der „Südtiroler Spitzbuam“, das die Union organisiert hatte. Mit Blick auf das Risiko einer solchen Großveranstaltung für einen kleinen Verein betonte er: „Es war eine sehr positive Erfahrung.“ Die Organisation habe „hervorragend“ funktioniert, und auch die Besucher seien begeistert gewesen. Glücklich ist er zudem, dass der Projektchor so gut angenommen wurde. Etwa 15 der 35 Sänger seien tatsächlich neu dazu gestoßen, berichtete Haist.

Wer mit der „Union“ noch einmal feiern will, hat dazu im Herbst Gelegenheit. Das Jubiläumsjahr des Vereins erreicht am 11. Oktober seinen Höhepunkt. Für dieses Datum ist das große Konzert terminiert, bei dem die Sänger und Musiker des Akkordeonorchesters ihr Können zeigen und die Zukunft des Vereins einläuten werden.

(tay)
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