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Für den perfekten Herrentag

Wer sich selbstständig machen möchte, braucht innovative Ideen. Ein Beispiel gibt ein neues Fachgeschäft in Höchst: Hier gibt es Angelzubehör, Whisky und Zigarren.
Oliver Herget bietet gute Tröpfchen aus Schottlands besten Destillerien an.	Foto: Maik Reuß Oliver Herget bietet gute Tröpfchen aus Schottlands besten Destillerien an. Foto: Maik Reuß
Höchst. 

Zwischen scharfen Haken, schweren Bleien und kleinen Wirbeln liegen bunte, glitzernde Fische aus Plastik, kleine Töpfchen mit Maden und Würmern stehen auf einem Tisch: Im Laden von Oliver Herget an der Hostatostraße können Kunden seit Anfang Mai auf 130 Quadratmetern Angelzubehör kaufen. In den Räumen einer ehemaligen Apotheke bietet Herget aber auch eine große Auswahl an Whisky und Zigarren an. „Alles mit Beratung“, wie er betont. Besonders wenn es um Whisky geht, kann Herget mit Wissen punkten: „Wichtig ist die Schreibweise“, sagt er. „Whisky ohne e kommt immer aus Schottland.“ Die amerikanischen Sorten würden mit einem „e“ geschrieben.

Angelerfahren

Drei Räume hat er umgebaut und renoviert. Die größte Fläche nehmen die Angelruten und Fischköder ein. Eine Leidenschaft von Herget. Er ist selbst regelmäßig am Main oder der Nidda unterwegs, um zu angeln. Schon seine Eltern nahmen ihn als Kind regelmäßig an die Gewässer in der Umgebung mit. Mehr als 40 Jahre ist er schon im Hessischen Angelverband aktiv. Seit rund 20 Jahren bildet er bei Sportfischerlehrgängen regelmäßig Nachwuchs Angel aus. Den größten Fisch, den Herget an seiner Angel hatte, war ein 2,80 Meter langer Blauhai – in Irland. „Das war schon etwas besonderes“, erinnert er sich. „In Deutschland gibt es viele Menschen, die angeln“, sagt Herget. „Aber leider nicht so viele Gewässer.“ Deshalb ist er regelmäßig auf seinem Grundstück in Irland, um dort in den eigenen Gewässern zu angeln.

„Angeln ist nicht ,ich mach da mein Würmchen dran und häng die Angel rein‘“, sagt Herget. Vor rund 16 Jahren war er Geschäftsführer eines Angelgeschäfts in Bad Homburg; seit 1998 war er im Vertrieb einer großen Bank angestellt. Als ihm im Sommer 2013 eine Abfindung angeboten wurde, ging Herget vorzeitig in den Ruhestand. „Ich dachte erst, ich mache jetzt ein paar Jahre Urlaub“, erzählt er. Doch nach drei Monaten merkte er: „Nur Urlaub ist nichts.“ Den leerstehenden Laden in Höchst entdeckte Herget über eine Immobilienanzeige. Zahlreiche Bewerber, so Herget, hätten sich bereits um den Laden beworben. „Doch die Vermieter wollten ein Fachgeschäft.“

Seit einem Monat ist Herget nun in Höchst. Dass das Internet ihm das Geschäft kaputt macht, hofft Herget nicht. Er möchte mit der Beratung punkten, die es in keinem Internet-Shop gebe. „Ich will hier gutes Angelgerät für gute Preise verkaufen“, sagt er. Das teure, so Herget, seien nicht die Ruten oder Rollen. „Der Kleinkram wie Köder oder Haken geht ins Geld.“

Begehbarer Humidor

Im kleinsten Raum des Ladens, auf knapp vier Quadratmetern, riecht es nach Tabak. Es ist kühl, zwei Klimaanlagen sorgen für die perfekte Temperatur. „Bei rund 17 Grad Raumtemperatur“, so Herget, lagern die Zigarren in einem begehbaren Humidor. Auch der Whisky hat einen eigenen Raum. An der Wand hängt ein Dudelsack, auf einem Eichenfass stehen Probiergläschen, und in den Regalen leuchten die Whisky-Flaschen in den unterschiedlichsten Rot- und Goldtönen; Rund 100 verschiedene Sorten bietet Herget an, zwischen 25 und 300 Euro kostet eine Flasche.

(gru)
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