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Genügend Anlaufstellen für Frauen nach Krebs

Die Kreisbeigeordnete Ingrid Hasse und die Chefin des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Ruth Mühlhaus, weisen auf die bereits bestehenden Angebote hin.
Ingrid Hasse Bilder > Ingrid Hasse
Main-Taunus. 

Der Idee der Schwalbacherin Alida Dethmers, die per Leserbrief im Kreisblatt vorgeschlagen hatte, eine Arbeitsgemeinschaft Krebs im Main-Taunus-Kreis zu gründen (HK vom 18. August) hat ein Echo gefunden. Die von Dethmers in dem Brief direkt angesprochene Frauenbeauftragte des MTK, Ingrid Hasse, und die Chefin des Gesundheitsamtes, Dr. Ruth Mühlhaus, treten dem durch den Leserbrief vermittelten Eindruck entgegen, für Krebspatienten gebe es im Kreis bislang kein Angebot. Dethmers hatte von sich berichtet, sie sei es „leid, dass ich bei dieser enormen Belastung immer nach Frankfurt gehen muss – zur Beratung und für Netzwerke.“ Hasse und Mühlhaus halten dem entgegen, was alles schon an Initiativen in diesem Bereich existiere. Die beiden Selbsthilfegruppen Frauen nach Krebs in Hofheim und Bad Soden, die schon viele Jahre bestehen und beide Mitglied im Landesverband Hessen sind, laden zu regelmäßigen Aktivitäten und Treffen. Ansprechpartnerin der Gruppe Bad Soden ist die Flörsheimerin Annemarie Schorsch, Telefon (0 61 45) 25 81, die Hofheimer Gruppe wird von Donata Großmann vertreten, Telefon (0 61 92) 379 61, E-Mail donata.grossmann@t-online.de. „Beide Gruppen haben sich im vergangenen Jahr beim Selbsthilfetag des Kreises vorgestellt“, sagt Hasse. Erstmals habe der Kreis im vergangenen Jahr mit den Selbsthilfegruppen zum „Lucia-Tag“ eingeladen, einer bundesweiten Aktion, bei der mit Kerzen an die Frauen erinnert wird, die täglich an Brustkrebs sterben. 48 sind es im Schnitt in Deutschland. Ergänzt habe man den Tag mit einem Vortrag über die Folgen einer Krebserkrankung der Mutter für die Kinder. „Leider war die Resonanz nicht besonders groß“, sagt Hasse. Dennoch werde man sich auch in diesem Jahr wieder an dem Aktionstag beteiligen. Termin ist der 7. Oktober, Gastgeber die evangelische Thomasgemeinde in Hofheim-Marxheim, Thema: „Leben mit Krebs – Experten berichten über Angebote“.

Ruth Mühlhaus verweist auf die Selbsthilfe-Kontaktstelle des Gesundheitsamtes, die Betroffenen und Interessierten bei der Suche nach einer geeigneten Gruppe behilflich sei und auch Informationen über andere Hilfsangebote bereithalte. Ansprechpartnerin ist Elke Nicolay, Telefon (0 61 92) 201 11 22, E-Mail: elke.nicolay@mtk.org.

Mühlhaus kann außerdem auf das BRCA-Netzwerk verweisen, das sich speziell an Frauen mit Brust- und Eierstockkrebs richtet. Hier werden auch Fragen zu familiären Vorbelastungen und Vorsorge-Möglichkeiten beantwortet. Ansprechpartnerin im Kreis ist Anne Mönnich, Telefon (0 61 95) 671 801, E-Mail: anne-moennich@brca-netzwerk.de.

Auch die Psychosoziale Krebsberatungsstelle Wiesbaden ist für den MTK zuständig. Sie ist unter Telefon (0 611) 69 66 769 oder via E-Mail (wiesbaden@krebsberatung-hessen.de) erreichbar. Eine besondere Initiative ist die „Herzkissen“-Aktion, bei der Frauen für Brustkrebspatientinnen herzförmige Kissen nähen. Im MTK wird die Aktion von Alison Ward getragen, Telefon (0 61 92) 2 13 89.

Die Ärztin Ruth Mühlhaus hat beobachtet, dass die Nachfrage nach Selbsthilfegruppen vor allem bei jüngeren Frauen nicht mehr so groß wie früher einmal sei. Das habe mehrere Gründe, liege sicher unter anderem auch daran, dass direkt in den Kliniken schon viel an Beratungs- und Betreuungsarbeit geleistet werde. Psycho-Onkologie ist da ein Stichwort. Der Kreis sei aber immer gern behilflich, wenn jemand mit dem Anliegen, eine neue Gruppe zu gründen, auf ihn zukomme. Informieren über die vorhandenen Angebote will man wieder beim nächsten Selbsthilfetag des MTK am Sonntag, 19. Oktober, im Hofheimer Chinon-Center.

Kreisbeigeordnete Ingrid Hasse ist überzeugt: „Es gibt genügend Anlaufstellen“ , deshalb werde der Kreis hier auch nicht weiter tätig werden.

(babs)
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