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business@school: Graf-Stauffenberg-Schüler beweisen Unternehmerqualitäten

Bei business@school erfahren Schüler praxisbezogen, wie Wirtschaft und Märkte funktionieren. In drei Phasen analysieren sie Betriebe und Unternehmen und entwickeln schließlich ihre eigene Geschäftsidee. Das Gewinnerteam des Schulentscheids fährt nun nach Königstein.
Warten angespannt vor ihrer eigenen Präsentation: Elias Girke, Julius Krotla, Carlos Moukas und Robin Birzel (von links). Sie haben eine App entwickelt, die Menschen beim Einkauf helfen kann. Zum Sieg reichte das allerdings nicht. Warten angespannt vor ihrer eigenen Präsentation: Elias Girke, Julius Krotla, Carlos Moukas und Robin Birzel (von links). Sie haben eine App entwickelt, die Menschen beim Einkauf helfen kann. Zum Sieg reichte das allerdings nicht.
Flörsheim. 

Marktlücken erkennen, Geschäftsideen entwickeln oder Finanzierungspläne ausarbeiten. Schüler der Jahrgangsstufe elf des Flörsheimer Graf-Stauffenberg-Gymnasiums beschäftigen sich zurzeit praxisnah mit dem Thema Wirtschaft. Seit 1998 können Schüler an einem von der Unternehmensberatung „The Boston Consulting Group“ initiierten Wettbewerb teilnehmen und Wirtschaft über ein Schuljahr hinweg in drei Phasen praxisnah kennenlernen.

Bereits im Jahr 1999 beteiligte sich das Graf-Stauffenberg-Gymnasium an der Bildungsinitiative mit einer jährlichen Teilnehmerzahl von rund 1500 in allen Bundesländern.

Einjährige Verantwortung

Politik- und Wirtschaftslehrer Lars Bretthauer ist von Idee und Nutzen des Wettbewerbs überzeugt. „Ich bin seit neun Jahren hier an der Schule und betreue seitdem auch das Projekt. Vor sechs Jahren habe ich die Projektleitung dafür übernommen“, so der Pädagoge. Im Unterricht spreche man zunächst über den Wettbewerb und die einjährige Verantwortung, die er für die Schülergruppen – bestehen aus jeweils maximal vier bis fünf Schülern – mit sich bringe. Dabei versuche man als Lehrkraft, Wirtschaft als spannendes Thema erlebbar zu machen, um die Schüler zur Teilnahme zu motivieren.

In der Graf-Stauffenberg-Schule gebe es keine Probleme, wissbegierige Schülergruppen zu finden, die ihre im Unterricht erlernten betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten praxisbezogen intensivieren. „Im Schnitt nehmen 15 bis 20 Schüler der Jahrgangsstufe Elf teil. Die höchste Teilnehmerzahl lag bisher bei 28“, so Lars Bretthauer.

In drei Phasen gegliedert – Analyse eines Großunternehmens, Analyse eines kleinen oder mittelständischen Betriebs sowie der sich anschließenden Entwicklung einer eigenen Geschäftsidee mit Businessplan – tauchen Jugendliche in die Welt des Unternehmertums ein. Unterstützt werden die Flörsheimer Schüler durch ihre Lehrkräfte. Rund 500 Betreuer der 20 Partnerunternehmen des Projekts unterstützen im Hintergrund, erklären wirtschaftliche Fachbegriffe und Zusammenhänge.

Vierköpfige Jury

Praxisnahe Einblicke erhielten die diesjährigen Teilnehmerteams der Flörsheimer Schule bei Unternehmensanalysen der Firmen Adidas, Disney und Merck. Mittelständler, wie der Flörsheimer Optiker Pro-Optica, das Eiscafe Ciao in Hattersheim und die Schlocker-Bäckerei wurden im Anschluss evaluiert, also fachgerecht bewertet.

Ihre eigenen Unternehmerqualitäten präsentierten drei Teams nun während des Schulentscheids. Nahe dem TV-Format „Die Höhle der Löwen“ stellten sie sich einer vierköpfigen Jury. In 15-minütigen Präsentationen stellten die Teams ihre jeweilige Geschäftsidee Wirtschaftsexperten, Projektbetreuern, Schulleitungsvertretern und dem Publikum vor.

Carlos, Robin, Elias und Julius bilden das Team Co-op. Sie möchten mit ihrer App zur Hilfe bei Einkaufsgängen überzeugen. „Menschen werden immer älter, nehmen am gesellschaftlichen Leben teil, brauchen aber Hilfe bei Einkäufen“, so die Gruppe. Ihre App biete bei Letzterem Hilfe.

Sie treten gegen das Team Project Light, gebildet von Sania, Linda, Daniil, Carolin und Ali an. Project Light soll als smarte Projektionstischlampe, „die energiesparend Licht und Projektionsfunktionen vereint“ das Arbeiten am Schreibtisch vereinfachen.

Janice, Jana, My Tien Ngoc, Anita und Lilien sind als drittes Team starke Gegner, haben sie doch bereits die anderen beiden Phasen gewonnen. Ihre Präsentation zu einem Signalgeber, der in die Tasse gehängt wird und dann per Signalton die zuvor eingestellte Trinktemperatur von Tee und anderen Heißgetränken angibt, überzeugt die Jury des Schulentscheids, so dass TempTimer auch diesmal als Sieger aus der „Höhle“ kommt. Von Beginn an hätten sich die Mädchen mit ihrer Idee identifiziert. Produkteinführung, Wertschöpfungskette und langfristige Optimierungsmöglichkeiten sowie Kostenkalkulation seien durchdacht, erklärte die Jury – und so war der Weg zum Regionalentscheid nach Königstein für das Team TempTimer geebnet.

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