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Kreuzfahrtschiffe: Gute Chancen für Anlegestelle am Höchster Mainufer

Von Der Magistrat steht der Idee, am Höchster Mainufer eine Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe einzurichten, aufgeschlossen gegenüber. Platz wäre für zwei Hotelschiffe. Der Plan wäre auch unabhängig von den anstehenden Sanierungsarbeiten umsetzbar.
Rund 280 Meter der Kai-Länge würden zwei Liegeplätze für Flusskreuzfahrer am Höchster Mainufer in Anspruch nehmen. Derzeit ist hier Anlegen verboten; weiter zur Fähre hin darf nur die Frankfurter Personenschifffahrt festmachen. Rund 280 Meter der Kai-Länge würden zwei Liegeplätze für Flusskreuzfahrer am Höchster Mainufer in Anspruch nehmen. Derzeit ist hier Anlegen verboten; weiter zur Fähre hin darf nur die Frankfurter Personenschifffahrt festmachen.
Höchst. 

Die Idee stammt vom Verein der Frankfurter Stadt- und Gästeführer: Vorstandsmitglied Mikael Horstmann hatte im Sommer in der Ortsbeiratssitzung angeregt, die touristische Infrastruktur in Höchst zu verbessern. Er forderte geeignete Parkplätze für Reisebusse und die Verlegung des Anlegeplatzes für Kreuzfahrtschiffe von der Innenstadt nach Höchst (wir berichteten). Daraufhin hatte der Ortsbeirat ein Fragenpaket geschnürt, das der Magistrat jetzt beantwortet hat. Der Tenor: Grundsätzlich sieht der Magistrat die Voraussetzungen in Höchst als geeignet an. Der Bau einer Anlegestelle für Kreuzfahrer würde dem in diesem Jahr anzugehenden Neubau der Spundwand am Mainufer in Höchst auch nicht in die Quere kommen.

Sicht würde versperrt

Nach der Sanierung der Spundwand, die drei Meter weiter in den Main gebaut werden soll als bisher, betrage die Wassertiefe am Kai 2,20 Meter, so dass Flusskreuzfahrtschiffe mit einem durchschnittlichen Tiefgang von 1,60 Meter anlegen könnten, heißt es seitens des Magistrats. Die Kreuzfahrer sind bis zu 135 Meter lang, so dass am Höchster Mainufer Platz für zwei Schiffe wäre. Allerdings: Die Schiffe würden bis zu vier Meter über den Kai herausragen. Das heißt: Wenn dort Schiffe liegen, ist die Aussicht aufs Schwanheimer Ufer versperrt. Auch von der Uferbar an der Schiffsmeldestelle aus wäre die Sicht eingeschränkt.

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Kommentar: Es gibt nur Hoffnung auf Touristen – aber ...

Dass mit den Kreuzfahrtschiffen mehr Touristen nach Höchst kommen könnten, ist eine Hoffnung, aber keine Gewissheit – viele würden wohl nur vom Hauptbahnhof oder dem Flughafen mit dem Taxi nach Höchst kommen und umgehend an Bord einchecken.

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Baulich wäre die Anlegestelle relativ problemlos umzusetzen: Gebraucht werden pro Schiff drei Poller; weil einer von zwei Schiffen genutzt werden können, reichen fünf. Kostenpunkt pro Stück: rund 45 000 bis 50 000 Euro. Die Poller können auch nach der Sanierung des Mainufers installiert werden, weil sie nicht mit der Spundwand verbunden sind. „Die aktuellen Sanierungspläne bleiben davon weitgehend unberührt“, heißt es in der Antwort des Magistrats, die auf eine Untersuchung der städtischen Hafen- und Marktbetriebe zurückgehen. Ebenfalls zu Buche schlagen würden die Kosten für die Stromversorgung der Schiffe von der Landseite her, damit die Schiffsdiesel nicht während der Liegezeit laufen müssen, um Strom zu erzeugen. In der Innenstadt gibt es derzeit keine Stromversorgung; wenn Schiffe dort anliegen, verschmutzen ihre Abgase laufend die Luft. Ansprechpartner für die Stromversorgung könnte ein direkter Anlieger am Höchster Mainufer sein: die Süwag.

Auch der gegenüberliegende Bootsbau Speck werde nicht behindert, urteilt der Magistrat in seiner Stellungnahme. Liegeplätze müssten generell vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Aschaffenburg genehmigt werden. Zusätzlicher Verkehr am Ufer entstünde allerdings durch die Verproviantierung der Schiffe, die Müllabfuhr und die Anreise von Passagieren. „Diese Nutzungen sind an den Anlegestellen für Hotelschiffe in der Innenstadt nicht möglich, werden jedoch von Reedereien nachgefragt“, heißt es in der Stellungnahme des Magistrats: „Es wäre aus unserer Sicht daher günstig, Zuliefer- und Versorgungsverkehr in Höchst zu ermöglichen.“ Allerdings will die Stadt Busse vom Mainufer fernhalten.

Sanierung nach Schlossfest

Neues gibt es auch zur bevorstehenden Sanierung des Höchster Mainufers: Es sei nicht möglich, damit noch vor dem diesjährigen Schlossfest zu beginnen, weil das Ausschreibungs- und Genehmigungsverfahren zu viel Zeit in Anspruch nehme. Begonnen werden soll deshalb frühestens nach Beendigung des Fests; das wäre Mitte Juli. Der Neubau der unterspülten Spundwand soll etwa zehn Monate dauern; Winter- oder Hochwasserunterbrechungen sind allerdings absehbar. Sollten die Arbeiten nicht bis zum Schlossfest 2018 abgeschlossen sein, werde entsprechend abgesperrt oder unterbrochen, heißt es seitens der Markt- und Hafenbetriebe, die für das Höchster Mainufer zuständig sind: „Das Höchster Schlossfest wird deswegen durch die Sanierungsmaßnahme des Mainufers nicht gefährdet und kann im Jahr 2018 planmäßig stattfinden.“

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