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Anfang 2018: Hofheims und Kriftels katholische Gemeinden fusionieren

Die Katholiken aus der Kreisstadt und aus der Obstbaugemeinde haben sich bereits auf den Weg zu einer gemeinsamen Pfarrei gemacht. Im zweiten Schritt soll Eppstein dazustoßen.
Ein Bischof hält während einer katholischen Messe ein Kreuz in den Händen. (Symbolbild) Foto: Peter Kneffel (dpa) Ein Bischof hält während einer katholischen Messe ein Kreuz in den Händen. (Symbolbild)
Hofheim. 

Eine „sehr, sehr positive Aufbruchstimmung“ nahm nicht nur der Krifteler Horst Kaiser am Samstag im Hofheimer Gemeindezentrum St. Bonifatius wahr. 85 Frauen und Männer aus den drei Pfarreien St. Peter und Paul (4933 Katholiken in Hofheim/Lorsbach/Langenhain), St. Georg und Bonifatius (4634 Katholiken in Marxheim und Diedenbergen) und St. Vitus (3573 Katholiken in Kriftel) waren der Einladung zu einer Auftaktveranstaltung für den Fusionsprozess gefolgt. An dessen Ende wollen, wie berichtet, zunächst die Katholiken in der Kreisstadt und der Obstbaugemeinde eine gemeinsame Pfarrei bilden. Das soll zu Beginn des nächsten Jahres der Fall sein.

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Die Pfarrei neuen Typs für Hofheim, Kriftel und Eppstein, die erst im zweiten Fusions-Schritt entsteht, soll einen neuen Namen erhalten.

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In einem zweiten Schritt erst soll dann mit der Pfarrei St. Laurentius, St. Margareta, St. Jakobus und St. Michael in Eppstein (4592 Katholiken) bis spätestens 2023 eine sogenannte „Pfarrei neuen Typs“ gebildet werden. 45 bis 47 solche Pfarreien wird das Bistum Limburg nach dem Ende des seit 2012 laufenden Umstrukturierungsprozesses haben; 34 davon bestehen bereits.

Auf den Weg zu mehr Gemeinsamkeit haben sich die Pfarreien in Hofheim und Kriftel schon vor Jahren gemacht, wie Pfarrer Helmut Gros am Samstag erinnerte. Seit gut 15 Jahren besteht der gemeinsame Pastorale Raum. „Wir haben uns Stück für Stück ein bisschen besser kennengelernt,“ so Gros. Gemeindereferent Ralph Messer konnte eine ganze Reihe von Aktivitäten nennen, die bereits pfarreiübergreifend stattfinden, von der Firm- und Erstkommunionvorbereitung über das Fronleichnamsfest bis zu Gemeindebrief und Internetauftritt.

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Den Fusionsprozess begleitet Bezirksreferent Dr. Matthias Braunwarth. Ein Lenkungsausschuss wurde gegründet, dem neben Braunwarth Pfarrer Gros, Kaplan Stefan Salzmann und Pastoralreferent Matthias Adler-Machill sowie der Vorsitzende des Pastoralausschusses, Horst Kaiser, und sein Stellvertreter Ernst Wicklein angehören. Die Haupt- und Ehrenamtlichen aus den drei Pfarreien, die am Samstag nach St. Bonifatius gekommen waren, überlegten in zwölf Arbeitsgruppen, wie künftig in einer Pfarrei bestimmte Aufgabenbereiche gestaltet sein sollen. Die Gruppen vereinbarten weitere Treffen, die Ergebnisse sollen dem Lenkungsausschuss vorgelegt werden. Dieser wird eine Gründungsvereinbarung für die neue Pfarrei Hofheim-Kriftel erstellen, die spätestens am 10. September dem Bischöflichen Ordinariat in Limburg vorgelegt werden soll.

Wichtige Botschaft von Bezirksreferent Braunwarth für viele der Teilnehmer am Samstag: Auch wenn der Pfarrgemeinderat der fusionierten Pfarrei für die Belange von Kriftel bis Diedenbergen oder Langenhain zuständig sei, gelte, dass „die Musik doch weiterhin vor Ort“ spiele. Das sollte die Befürchtung entkräften, dass künftig alles nur noch zentral gesteuert werden könnte. Braunwarth bekräftigte: „Das kann nicht funktionieren“, denn entscheidend sei am Ende immer noch, dass die Menschen vor Ort bereit seien, Beschlossenes auch umzusetzen. Das unterstreicht, dass den Ortsausschüssen, die in jeder der bisherigen Pfarreien gebildet werden sollen, eine große Bedeutung zukommt.

Matthias Adler-Machill beurteilte das Auftakttreffen positiv. Er habe „das Gefühl, dass sich vieles geklärt hat, dass wir schon relativ weit sind.“ Das liegt auch daran, dass eines der erfahrungsgemäß schwierigsten Themen, die Gottesdienstordnung, nicht diskutiert werden muss, da sie unverändert weiter bestehen kann – zumindest bis zum nächsten Fusions-Schritt mit Eppstein. „Wir haben hier aber die Zusage von Limburg, dass dort ein Priester bleibt“, sagt Horst Kaiser. Ähnlich wie in Hattersheim gelte allerdings die Einschränkung, „solange das Bistum genügend Priester zur Verfügung hat.“ Dass die Eppsteiner eng in alle Überlegungen für die Pfarrei neuen Typs einbezogen seien, betont Kaiser noch. Eine gemeinsame Klausurtagung der Pfarrgemeinderäte habe es gerade erst gegeben, so der Pastoralausschuss-Vorsitzende. Kaiser resümierte: „Es läuft jetzt alles.“

(babs)
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