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1964 wurde das Shopping-Center eröffnet: Jährlich kommen 10 Millionen Kunden in Main-Taunus-Zentrum

Der Manager des Main-Taunus-Zentrums (MTZ), Matthias Borutta, ist Herr über 91 000 Quadratmeter Verkaufsfläche, die sich 170 Läden teilen. Vor den Toren Sulzbachs verwaltet und gestaltet er ein Einkaufzentrum der Extraklasse. Stillstand kann man sich trotzdem nicht leisten.
Das Foto entstand im Jahre 1964, kurz nach der Eröffnung des Main-Taunus-Einkaufszentrums auf der grünen Wiese vor den Toren Sulzbachs. Fotos und Repros: Müller-Braun Das Foto entstand im Jahre 1964, kurz nach der Eröffnung des Main-Taunus-Einkaufszentrums auf der grünen Wiese vor den Toren Sulzbachs. Fotos und Repros: Müller-Braun
Sulzbach. 

Nein: Einen Namen hat die große Schleife, die täglich tausende Autos rund um das Main-Taunus-Zentrum führt, auch nach 53 Jahren noch nicht. Wobei Center-Manager Matthias Borutta den Gedanken, einen Namen für die Straße zu finden, durchaus interessant findet. „Spannend! Wir werden mal nachprüfen, ob das rechtlich überhaupt möglich ist“, sagt er und in seinen Augen ist zu erkennen: Wer weiß – vielleicht lässt sich aus der Namensgebung eine nette Kundenaktion machen . . . Genau das nämlich ist es, was den Center-Manager des Main-Taunus-Zentrums immer dann, wenn er nicht zu Hause in Schmitten oder im Urlaub an der dänischen Nordseeküste durchpustet, antreibt. Schon sein halbes Leben lang. Ehe er im April 2009 nach Sulzbach kam, arbeitete er für die Betreibergesellschaft ECE-Projektmanagement unter anderem in Hannover, Bayreuth, Augsburg und Leipzig. Immer im Kopf die Frage: Was wollen die Kunden und wie können wir die Wünsche erfüllen?

Weiterentwicklung

Eine sehr wohl berechtigte Frage für einen, der seit der Fertigstellung der sogenannten Norderweiterung vor sechs Jahren Herr über 91 000 Quadratmeter Verkaufsfläche ist, die sich 170 Läden teilen. Und die attraktiv vermarktet sein will. Schließlich soll das Zentrum ständig weiterentwickelt und den Bedürfnissen der Kunden angepasst werden. Auch ohne weitere bauliche Erweiterung.

Steckbrief

Name : Main-Taunus-Zentrum Eigentümer : ECE Projektmanagement

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8 bis 10 Millionen Menschen besuchen das MTZ jährlich. 38 000 täglich. Mehr als 50 000 an Spitzentagen. Spätestens dann reichen auch die 4500 Parkplätze, die seit dem Umbau zur Verfügung stehen und hin und wieder für Verwirrung bei der Suche nach dem abgestellten Fahrzeug sorgen, nicht mehr aus und das ehemalige Autokino muss als Zusatzfläche herhalten.

„Fußgängerzone“

Zahlen, die Matthias Borutta und sein Team zufrieden dreinschauen lassen. Doch – wie heißt es so schön: „Zufriedenheit ist Stillstand, und Stillstand ist Rückschritt.“ Auch wenn der Manager einen großen Vorteil seines Zentrums darin sieht, dass es wie eine „gewachsene Fußgängerzone“ und nicht wie ein klassisches Einkaufszentrum wahrgenommen wird. „Deshalb haben wir uns beim neuen Teil bewusst für eine offene Ladenstraße entschieden.

Das MTZ in den 70er Jahren: Treffpunkt Brunnen. Bild-Zoom
Das MTZ in den 70er Jahren: Treffpunkt Brunnen.

So wie im älteren Teil. Um nicht zwei unterschiedliche Welten zu schaffen“, sagt Borutta, der auch das Miteinander der unterschiedlichen Fassaden aus den 1960ern, den 1990ern und der aktuellen Architektur schätzt: „Das macht den besonderen Charme des MTZ aus, und wenn sie bedenken, dass heute das gastronomische Angebot zu 30 bis 40 Prozent darüber entscheidet, wo die Menschen zum Shoppen hingehen, wissen sie auch, wie sehr der Gesamteindruck entscheidet.“

Matthias Borutta und der Plan mit 170 Geschäften Bild-Zoom
Matthias Borutta und der Plan mit 170 Geschäften

Die 1965 von Otto-Versand-Gründer Werner Otto aus der Taufe gehobene ECE Projektmanagement GmbH – 3600 Mitarbeiter, 1,1 Milliarden Euro Jahresumsatz, allein in Frankfurt drei weitere Center (Hessen-Center, MyZeil und Skyline Plaza) – lässt ihre Manager bei der Zukunftsplanung nicht allein. So hat das Unternehmen jetzt erstmals eine große, deutschlandweit repräsentative Shopper-Typen-Analyse erstellt, die eine präzise Segmentierung nach verschiedenen Kundengruppen mit jeweils typischen Eigenschaften vornimmt (siehe Text unten). Die in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Kantar TNS durchgeführte Studie baut auf den Ergebnissen aus über 3000 qualitativen Tiefeninterviews auf und geht weit über die bisherigen, rein auf demographischen Daten basierten Analysen hinaus.

Andere Ansprüche

Borutta: „In den 1960ern war es für die Menschen ein Highlight, wenn sie bei ihrem Einkauf im MTZ einer echten Weinkönigin begegneten oder eine Blasmusikkapelle spielte. Solche Events würden heute keine Massen mehr anziehen. Wer punkten will, muss das Besondere bieten. Das beginnt beim Branchenmix, beinhaltet die Events, die bereits für das ganze nächste Jahr geplant sind, und endet beim gastronomischen Konzept. Wobei das nicht nur für uns gilt, sondern im Einzelhandel generell: Wer dem Kunden Mittelmaß bietet, verliert.“

Fundiertes Wissen für neue Erfolgswege

Die Definition der acht Shopper-Typen ist der Startschuss für neue, konkret auf die Einkaufsbedürfnisse zugespitzte Wachstumsstrategien.

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Vieles hat sich seit der Eröffnung des ersten europäischen Shopping Centers 1964 verändert. Durch Modernisierungen und Erweiterungen in den Jahren 2000/2001, 2003/2004 und 2011/2012 wurde das Zentrum schrittweise den Wünschen der Kunden angepasst. Wenige wie etwa der Optiker Walf, Christ, Nordsee und die Postfiliale sind geblieben. Und doch hat das Zentrum, auch dank der weiteren Angebote wie Ärztezentrum, Multiplexkino, Tankstelle oder Waschstraße nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Im Gegenteil: Wenn im September Elektro-Autobauer Tesla in den Jens-Koch-Laden zieht, gibt es wieder einen Grund mehr, zu kommen.

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