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Jugendberatung auch auf öffentlichen Plätzen

Flörsheim. 

Viele junge Leute im Stadtgebiet kennen sie unter dem Kürzel „Mobflo“: Die Mobile Beratung Flörsheim bezog im Februar des Jahres 2000 ihr Büro im Verwaltungsgebäude an der Eddersheimer Straße. Kinder und Jugendliche knüpften den Kontakte zu den Pädagogen aber eher im Güterschuppen am Flörsheimer Bahnhof, der als eine der ersten Maßnahmen wiedereröffnet wurde.

Träger des Angebotes ist der Frankfurter Verein Jugendberatung und Jugendhilfe, der im Auftrag der Stadt Jugendarbeit durchführt. Die Umsetzung in der Mainstadt liegt in den Händen von Markus Singer. Der Diplom-Pädagoge leitet die Flörsheimer Mobile Beratung bereits von Beginn an. In der Anfangszeit war Singer viel im Stadtgebiet unterwegs, um Kontakte zu Jugendlichen zu knüpfen – daher auch die Bezeichnung „mobil“. Sein Team organisierte Konzerte und Mitternachtssport. Auch Suchtkranke oder suchtgefährdete Menschen sowie Jugendliche in problematischen Lebenslagen besuchten im ersten Jahr bereits die Beratungsstelle. Neben den Freizeitaktivitäten ist die Beratung und Unterstützung von Jugendlichen eine wichtiger Schwerpunkt in der „Mobflo“-Arbeit.

Den Alltag regeln

Mittlerweile habe sich das Beratungsangebot längst etabliert, resümiert Markus Singer. Im vergangenen Jahr sei die Beratungsstelle von über 80 Personen aufgesucht worden. 50 der Hilfesuchenden kamen zu regelmäßigen Gesprächen. Der Konsum illegaler Suchtmittel spiele dabei eine untergeordnete Rolle. „Der Gebrauch von Alkohol ist das Schwerpunktthema in den Beratungen“, erklärt Markus Singer. Für viele Ratsuchende sei es vor allem wichtig, einen Zuhörer zu haben. Für einige sei die Mobile Beratung auch die erste Anlaufstelle nach einer Therapie. Dann gehe es darum, den Alltag mit klarem Kopf neu zu regeln. Auch die „aufsuchende Jugendarbeit“ hat sich verändert: Mit der Unterstützung der Flörsheimer Bürgerstiftung sei ein dreirädriges Fahrzeug angeschafft worden, das als „mobile Außenstelle“ auf öffentlichen Plätzen unterwegs ist, berichtet Singer. Zum „Mobflo“-Angebot gehören mittlerweile auch der Weilbacher Jugendkeller, der Teenie- und Jugendkeller in Wicker sowie der Kinder- und Teenietreff im Ortsteil Keramag/Falkenberg. Die Mobile Beratung organisiert außerdem einwöchige Angebote in den Oster- und Herbstferien.

Das „Mobflo“-Team besteht derzeit aus Markus Singer, Julia Kunz sowie 15 Honorarkräften.

(sas)
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