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Kleingärten an die Limesspange: Kleingärtner wollen für ihren Standort kämpfen

Von Die im Rahmen des neuen Gemeindeentwicklungskonzeptes angedachte Verlegung der Kleingärten an die Limesspange erregte die Gemüter bei der Jahreshauptversammlung. Einhellige Meinung: „Wir wollen dort bleiben, wo wir sind.“
Die Mitglieder des Kleingartenvereins „Taunus“ kämpfen gegen die von einem Stadtplanungsbüro vorgeschlagene Verlegung der Kleingartenanlage II am Oberliederbacher Weg auf die Bad Sodener Seite der Limesspange. Foto: Hans Nietner Die Mitglieder des Kleingartenvereins „Taunus“ kämpfen gegen die von einem Stadtplanungsbüro vorgeschlagene Verlegung der Kleingartenanlage II am Oberliederbacher Weg auf die Bad Sodener Seite der Limesspange.
Sulzbach. 

Der Vorsitzende des Kleingartenvereins „Taunus“, Winfried Sigloch, hatte damit gerechnet, dass bei der Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus am Platz an der Linde Nachfragen der Mitglieder zu der von einem Stadtplanungsbüro vorgeschlagenen Verlegung der Kleingartenanlage II am Oberliederbacher Weg auf die Bad Sodener Seite der Limesspange kommen würden. Damit sollte der Heinrich-Kleber-Park vergrößert werden.

Angst vor Umzug

Tatsächlich äußerten einige Kleingärtner Angst vor einem unter Zwang herbeigeführten Umzug. Aber der Vorstand konnte die Gemüter beruhigen. „Wir kämpfen dafür, dass wir dort bleiben, wo wir sind“, sagte Vereinschef Sigloch, der auch etliche Kommunalpolitiker auf seiner Seite weiß, die auf die Vision von einem Umzug bis zum Jahr 2030 nur mit einem Kopfschütteln reagiert haben. Sigloch unterstrich, dass an dem Standort nicht gerüttelt werden darf aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen und auch deshalb, weil der bestehende Bebauungsplan nur dann aufgelöst werden darf, wenn daraus ein deutlicher Nutzen für die Öffentlichkeit besteht, und das sei in diesem Fall nicht gegeben.

Sigloch hält zudem einem Umzug an eine vielbefahrene Straße entgegen: „Jetzt haben wir naturnahe Erdbeeren, dann würden wir mit Blei vergiftete ernten.“

An einen Umzug denken die Hobbygärtner auch deshalb nicht, weil die 118 Gärten in der Anlage I an der verlängerten Eschborner Straße und die 31 an der Anlage II am Oberliederbacher Weg stets ausgebucht sind. „Elf Gärten waren gekündigt worden, konnten aber alle schnell vergeben werden“, berichtet Winfried Sigloch, der sich freut, dass wieder etliche junge Familien unter den neuen aktiven Mitgliedern sind.

Neben den 149 Aktiven halten weitere 87 passive Mitglieder dem Verein die Treue. Die Aktiven haben im vergangenen Jahr 1394 Arbeitsstunden geleistet – beim Herrichten der Ländereien im Frühjahr und vor allen Dingen beim Volkswandertag, den der Verein ausrichtet.

Die eiskalten Tage und Nächte, die derzeit registriert werden, bereiten den Kleingärtnern keine Probleme: Winfried Sigloch: „Die Februar-Fröste tun uns gut. Je tiefer es friert, umso mehr Ungeziefer wird abgetötet.“ Wenn es dann wärmer ist, wartet viel Arbeit auf die Kleingärtner.

Votum für festes Dach

In der Jahreshauptversammlung wurde bei sechs Gegenstimmen beschlossen, ein festes Dach auf das Zelt an der Anlage Eschborner Straße zu bauen. Das Dach aus Aluminiumplatten kann immer bleiben und muss nicht immer auf- und abgebaut werden. An dem Bau beteiligt sich die Mainova mit einer Spende von 1200 Euro.

Hochbetrieb herrscht auf der Anlage II wieder am Himmelfahrtstag, Donnerstag, 10. Mai, beim 31. Sulzbacher Wandertag, bei dem die „Alte Schmiede“ die Medaille zieren wird. Zu weiteren Veranstaltungen laden die Kleingärtner am 1. Mai ab 10 Uhr zum Grillen in die Anlage am Oberliederbacher Weg, wo am 27. Oktober auch wieder Halloween gefeiert wird. Vom 2. bis 6. September ist eine Vereinsfahrt ins „Alte Land“ geplant.

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