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Bildung in Frankfurt: Konzern-Bayer unterstützt Frankfurter Schulen

Von Zwei innovative Unterrichtskonzepte, die Kindern und Jugendlichen das Fach Chemie praktisch näherbringen, sind ins Schulförderprogramm des Unternehmens Bayer aufgenommen worden. Die beiden Projekte werden mit insgesamt 13 900 Euro gefördert.
Luka (15) und Rika (14) von der Eduard-Spranger-Schule probieren die Experimente im „Humboldt Bayer Mobil“ aus. Sie machen mit beim Schulprojekt „Chemie im Alltag“, das von der Bayer-Bildungsstiftung gefördert wird. Foto: Maik Reuß Luka (15) und Rika (14) von der Eduard-Spranger-Schule probieren die Experimente im „Humboldt Bayer Mobil“ aus. Sie machen mit beim Schulprojekt „Chemie im Alltag“, das von der Bayer-Bildungsstiftung gefördert wird.
Höchst. 

Im Jahr 1799 machte sich der deutsche Naturforscher Alexander von Humboldt (1769 – 1859) auf den Weg in Richtung Venezuela. Es war der Start seiner ersten großen Mittel- und Südamerika-Expedition. Er beobachtete die Pflanzen- und Tierwelt, Vulkane, Himmelsphänomene und vieles mehr, ging naturwissenschaftlichen Fragestellungen auf den Grund und entdeckte Neues.

Die Begeisterung für Naturwissenschaften bereits bei den Jüngsten zu wecken und zu fördern, ist auch das Ziel der „Bayer Science & Education Foundation“ mit ihrem Schulförderungsprogramm. Hiervon profitieren zwei innovative Unterrichtskonzepte der Eduard-Spranger-Schule aus Sossenheim und der Heinrich-von-Brentano-Schule aus Hochheim, mit denen den Kindern auf ganz praktische Art und Weise Naturwissenschaften nähergebracht werden.

In den Alltag

Wie spannend Naturwissenschaften sein können, wissen auch Rika (14), Luka (15) und Hawa (15) schon. Die Neuntklässler der Eduard-Spranger-Schule entdecken seit Beginn des Schuljahres „Chemie im Alltag“. Das ist auch der Name des gleichnamigen Projekts, das an der Realschule initiiert wurde. Das Hochheimer Projekt „Voneinander-Miteinander-Füreinander“ gehört ebenso dazu.

Die Bayer-Bildungsstiftung unterstützt das Sossenheimer Schulprojekt mit e 7 200 Euro, die Hochheimer mit 6 700 Euro. Insgesamt 13 Projekte, in die rund 43 590 Euro gesteckt wurden, hat die Stiftung bisher in Frankfurt und Umgebung ermöglicht. Seit dem Programmstart 2007 sind es bundesweit 486 Initiativen mit einem Fördervolumen von rund 4,7 Millionen Euro.

„Praxis statt Theorie“ lautet das Motto des Wahlpflichtunterrichts an der Eduard-Spranger-Schule. Drei Schulstunden wöchentlich beschäftigen sich die Teilnehmer zusätzlich zum regulären Chemie-Unterricht mit Fragen rund um das Fach. Zusammen mit dem Lehrer Dr. Volker Autze extrahieren sie beispielsweise Naturfarben, um damit T-Shirts einzufärben, oder stellen ihr eigenes Parfüm her.

„Ich finde, Chemie macht viel mehr Spaß als etwa Kochen oder Computer“, beschreibt Hawa ihre Motivation. „Die Experimente, die wir im Wahlpflichtfach machen, unterscheiden sich von denen im Regelunterricht“, sagt Lehrer Autze – vor allem auch dadurch, dass vielmehr Zeit pro Experiment zur Verfügung stehe.

Nicht alles klappt

„Im Moment isolieren wir Duftstoffe“, erklärt Autze weiter. Mit Themen, die im Alltag der Schüler vorkommen, soll die Chemie in die Erfahrungswelten der Mädchen und Jungen eingebettet werden. Dass nicht jedes chemische Experiment immer auf Anhieb klappen muss – auch diese Erfahrung haben die Teilnehmer des Wahlpflichtfachs bereits gemacht. „Wir haben versucht, den Duftstoff von Rosmarin zu isolieren. Das hat nicht funktioniert. Jetzt probieren wir es mit Anis und Zimt“, erklärt Rika.

Beim Hochheimer Projekt erarbeiten Schüler der achten und zehnten Klasse eigenständig naturwissenschaftliche Experimente, die sie im Anschluss mit Fünft- und Siebtklässlern gemeinsam durchführen. Diese wiederum vermitteln dieses Wissen an Grundschüler.

Neben der Auszeichnung durch Dr. Peter Braun, Personalleitung und Standortkoordination der Bayer AG im Industriepark, erwartet die Schüler vor dem Provadis-Gebäude das „Humboldt-Bayer-Mobil“, das bis heute dort Halt macht. Im Inneren des Mobils können die Schüler auf Expedition gehen. An verschiedenen Stationen erfahren sie mehr über den menschlichen Körper, etwa über die Funktionsweise von Augen und Ohren, über den Blutkreislauf, sie können ihren Blutdruck messen und es gibt sogar ein Ultraschall-Gerät.

Die Begeisterung unter den Schülern ist groß, schnell werden die verschiedenen Stationen im Mobil in Beschlag genommen. Rika und Luka versuchen das Experiment „Richtungshören“. Spielerisch gehen sie Alltagsphänomenen auf den Grund – und wer weiß, vielleicht wird bei dem einem oder anderen Schüler an diesem Nachmittag der Forscherdrang geweckt. Ganz im Geiste von Humboldt.

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