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Sindlinger Jugendliche: Kultur macht sie stark

Drucke in verschiedenen Farben, Techniken und mit unterschiedlichen Motiven hängen noch bis zum 16. Mai in Schaufenstern an der Hugo-Kallenbach-Straße. Sie sind Ergebnis eines Projekts der Jugendhilfe der Meisterschule, des evangelischen Jugendclubs und des Weltkulturen-Museums.
Sem (12, von links), Pamir (14), Rabia, Vivian, Angelina und Celine (alle 13) haben die in Sindlingen ausgestellten Bilder gefertigt. Foto: Maik Reuß Sem (12, von links), Pamir (14), Rabia, Vivian, Angelina und Celine (alle 13) haben die in Sindlingen ausgestellten Bilder gefertigt.
Sindlingen. 

Celine Babutzka, Rabia Ilbay, Vivian Messer, Angelina Romanowski, Pamir Sher, Jan Smailovic und Sem Thomas haben insgesamt 150 Bilder, eine Museums-App für Besucher und ein Magazin mit einer Auswahl der Werke geschaffen. Dafür verbrachten die zwölf bis 14 Jahre alten Jugendlichen während der Osterferien sechs Tage im Weltkulturen-Museum. Ziel war es, die Kinder vom Stadtrand „raus aus Sindlingen und rein ins Museum“ zu holen, sie dort etwas Eigenständiges erschaffen zu lassen und die Ergebnisse wieder zurückzubringen in den öffentlichen Raum“, erklärt Leiterin Stephanie Endter.

Den Anstoß dafür gab eine Ausschreibung des deutschen Museumsbunds. Um am Projekt „Von uns – für uns! Die Museen unserer Stadt entdeckt“ teilzunehmen, brauchte das Weltkulturen-Museum einen außerschulischen Partner. Da es bereits früher eine Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe der Meisterschule gegeben hatte, deren Träger die „Zentrum für Weiterbildung GmbH“ ist, griffen die Beteiligten darauf zurück. Außerdem holten sie den evangelischen Jugendclub mit ins Boot.

Oft überrascht

Das Motto „Kultur macht stark“ griff die Jugendhilfe gerne auf. „Unsere Schüler haben oft nur wenig Berührung mit dieser Form der Kultur. Aber wenn es dazu kommt, sind sie oft überrascht und finden es gut“, erklärt Malte Barthmann. Das bestätigt Vivian (13): „Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt.“ Und: „Ich hatte erwartet, dass wir zeichnen oder so“, erklärt Rabia (13). „Ich habe viel gelernt, die verschiedenen Drucktechniken und wie lange es dauern kann, ein Bild zu schaffen“, ergänzt Pamir (14).

Zunächst betrachteten die Jugendlichen die Ausstellung „A labour of Love – Kunst aus Südafrika“. Ihre Sichtweise auf einzelne Kunstwerke ist nun als App für weitere Besucher nachvollziehbar. Anschließend sollten sie sich selbst mit Themen wie Grenzen und Ausgrenzung, Liebe und Freundschaft oder Wünschen für die Stadt befassen und sie mit Hilfe verschiedener Drucktechniken darstellen.

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Pamir beispielsweise hat eine verbreitete Wohnsituation dargestellt: „Unten im Haus wohnen viele Menschen auf engem Raum, oben wohnt eine alte Oma ganz allein in einer großen Wohnung“, erklärt er sein Bild mit dem Titel „Unfair“. Vivian wünscht sich einen McDonalds im Nachbarhaus, Rabia hat unter anderem die Vortaunushügel und die Jahrhunderthalle dargestellt, Angelina ein Bild mit Herzen und Schriftzug ihrer Freundin Vivi gewidmet. Alle Jugendlichen empfanden das Projekt als gelungen. „Man will mehr sehen“, hoffen sie auf weitere Museumsbesuche. „Es hat sich gelohnt“, bilanziert Rabia.

 

Die Werke der Jugendlichen sind noch bis zum 16. Mai in der Hugo-Kallenbach-Straße 14 zu sehen.

 

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