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Leichenfund: Es war eine Frau mittleren Alters

Von Es ist noch viel zu tun, weiß die Staatsanwaltschaft, doch schon in der nächsten Woche soll es weitere Erkenntnisse zu dem Leichenfund in Schwalbach geben.
Am Tor der Garage, in der der gruselige Fund gemacht wurde, wird nach Fingerabdrücken gesucht. 	Foto: dpa Am Tor der Garage, in der der gruselige Fund gemacht wurde, wird nach Fingerabdrücken gesucht. Foto: dpa
Schwalbach. 

Polizeisprecher Andreas Beese konkretisierte gestern noch mal, was sich in den Fässern in einer Garage an der Nordstraße befand: „Torso, Kopf, Fuß, Unterschenkel.“ Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, stammen die Körperteile von einer Frau im Alter von etwa 30 bis 40 Jahren. Das habe die Obduktion ergeben.

Damit sind die Ermittler schon einen großen Schritt weiter. Am Donnerstag, am Tag nach dem Fund, tappten sie noch gänzlich im Dunkeln. Sie konnten zu diesem Zeitpunkt nicht mal ausschließen, dass es sich womöglich um Körperteile von unterschiedlichen Personen handelte. Jetzt ist klar, dass es sich um eine Tote handelt. Und das schränkt den Kreis der Möglichkeiten deutlich ein: Bei einer Frau mittleren Alters „wird es übersichtlich sein, was es da an Vermissten gibt“, so Staatsanwältin Nadja Niesen. Die Karteien werden nun durchgesehen. „Es ist ja auch gar nicht gesagt, dass sie aus Schwalbach oder Umgebung stammte“, so Niesen.

So sind auch noch viele andere Fragen offen. Die rechtsmedizinischen Untersuchungen werden deshalb fortgesetzt. Sie sollen die Todesursache und den Todeszeitpunkt klären. Zugleich wertete die Polizei gestern Spuren aus und ging Hinweisen nach. Zeitgleich werden jede Menge Zeugenbefragungen in der Umgebung der Garage durchgeführt.

Informationen über den ehemaligen Mieter der Garage, der schon verstorben ist, sind ebenso von Bedeutung wie Aussagen zu den Fässern und ihre Herkunft. Es gibt jede Menge Spekulationen, in alle Richtungen. Vielleicht standen die Fässer schon dort, bevor der letzte Mieter die Garage übernommen hat? Oder vielleicht wurden die Fässer mit dem grausigen Inhalt nach dessen Tod erst in die Garage gestellt? Angeblich war die Garage gar nicht abgeschlossen. „Es wäre natürlich leichter, wenn der Mieter noch am Leben wäre, dann hätten wir ihn fragen können“, so Staatsanwältin Niesen.

„Es ist auf jeden Fall noch jede Menge zu tun“, schildert Staatsanwältin Niesen das weitere Vorgehen. In der nächsten Woche werde es vermutlich schon weitere Erkenntnisse geben. Bis der Fall jedoch gänzlich aufgeklärt ist, könnten Wochen ins Land gehen, stellt sie in Aussicht. Wenn denn überhaupt jemals klar sein wird, was wirklich geschah.

Die Fässer mit dem gruseligen Inhalt waren am Mittwochabend gefunden worden. Der Lebensgefährte der Tochter des verstorbenen Garagenmieters hatte beim Aufräumen der Garage eines der blauen Fässer geöffnet und Leichenteile gefunden. Er informierte die Polizei, die im zweiten Fass weitere Körperteile entdeckte. Ein vor kurzem verstorbener Witwer hatte die Garage gemietet.

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