E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Hofheim am Taunus 22°C

Unterschriftenaktion: Lindenplatz: Verkauf soll gestoppt werden

Beschlossene Sache ist es noch nicht. Doch wenn es nach dem künftigen Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) sowie dem Mehrheitsbündnis geht, wird der Lindenplatz in Eddersheim nicht verkauft. In dem Stadtteil war deshalb zu einer Unterschriftenaktion aufgerufen worden.
So soll er bleiben, der Lindenplatz an der Flörsheimer Straße. Bilder > Foto: Hans Nietner So soll er bleiben, der Lindenplatz an der Flörsheimer Straße.
Eddersheim. 

Ende gut, alles gut. So lässt sich fast das beschreiben, was noch nicht ganz in trockenen Tüchern ist, aber möglichst bald in diese gewickelt werden soll. Die Rede ist vom Lindenplatz. Dieser sollte ja verkauft werden. So hatte es eine Mehrheit in der Stadtverordneten beschlossen. Die Finanzknappheit zwinge zu der Veräußerung des Platzes an der Flörsheimer Straße, hatte damals das Argument gelautet. Eine Reihenhaus-Bebauung ist im Gespräch. Zwar würden nur knapp 100 000 Euro erlöst, doch auch dies sei eine Summe, die in der prekären Lage der Stadtkasse gut täte, hatte es sinngemäß geheißen. Einzige Ausnahme bei der Beschlussfassung zum Verkauf des Platzes: Die CDU hatte dagegen gestimmt. Das war 2014. Inzwischen hat sich die Bürgerinitiative „Main Eddersheim“ intensiv mit dem Platz befasst und mit viel Werbung dafür gesorgt, dass rund 280 Unterschriften von Unterstützern gesammelt wurden, die sich für den Erhalt des Platzes aussprechen. Die Initiative führte gleich ein ganzes Arsenal an Argumenten an. – von der historischen Friedhofsmauer, die vor einem Abriss geschützt werden müsse, bis hin zu den vier Linden auf dem Platz, die unverzichtbar seien, bis hin zum ehemaligen Friedhof neben dem Lindenplatz, der noch nicht umgewidmet und damit frei zur Bebauung mit Reihenhäusern sei. Doch letztlich wird wohl etwas ganz anderes als die oben erwähnten Argumente den Ausschlag geben, warum der Lindenplatz erhalten bleibt. Es geht schlicht und einfach um den dörflichen Charakter, den der designierte Bürgermeister Klaus Schindling (CDU), der im Oktober sein Amt antritt, für Eddersheim erhalten möchte. Der CDU-Stadtverordnete hatte schon 2014 gegen den Verkauf gestimmt. Seiner Meinung ist er treu geblieben. Genau so konsequent macht Klaus Schindling darauf aufmerksam, dass derzeit noch der damals ordnungsgemäß gefasste Beschluss zum Verkauf des Platzes gültig ist. Dass das neue Mehrheitsbündnis von CDU, FWG und FDP aber ein Einsehen mit den so vehement vorgetragenen Wünschen aus dem Stadtteil hat, kann als sicher gelten. Trotzdem: Klaus Schindling sieht den Verkauf des Lindenplatzes aus finanziellen Gründen nicht als unbedingt notwendig an. Doch erst müsse der Beschluss zur Veräußerung des Areals zurückgenommen werden, erklärt der künftige Bürgermeister. Schindling wäre nicht Schindling, wenn er sich nicht über den Zukunft des – wahrscheinlich – geretteten Platzes gemacht hätte. Die Bürgerinitiative, die sich so intensiv für den Erhalt des Platzes eingesetzt habe, könne doch künftig diese Energie „umleiten“ und sich um die Pflege des Platzes kümmern.

Außerdem, so erklärte Klaus Schindling auf Nachfrage des Kreisblatts weiter, sei mit der Pfarrgemeinde wegen der Bebauung des ehemaligen Kindergarten-Grundstückes schon gesprochen worden. Die Anzahl der Reihenhäuser, die dort entstehen könnten, würde zahlenmäßig kleiner ausfallen als bisher unter Einbeziehung des Lindenplatzes geplant gewesen sei.

(meh)
Zur Startseite Mehr aus Main-Taunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen